Möööööhp!

Rundumschlag

Kennt ihr diese Zeiten? Wo gefühlt irgendwie alles schiefgeht und man sich wunderbar in alles reinsteigern kann? Jaaaa, genau das mach ich jetzt auch. Und ich mag gar nicht beruhigt werden, sondern ich mag mich da auch jetzt voll reinsteigern. Weils einfach so viel Kleinkack ist, der mich mal so richtig abnervt. So, los gehts!

Liebes Schicksal!
Ja genau, dich mein ich. Brauchst gar nicht so scheinheilig tun. Bist manchmal echt so n richtiger kleiner Kotzbrocken. Und irgendwann, jaaaa irgendwann sprechen wir uns nochmal, von Angesicht so Angesicht. Mal sehen, ob du dann immer noch so ne große Fresse hast. Und wenn mir noch irgendwer auf diesem Planeten sagt „Gut Ding will Weile haben“ – ich scheiß auf Weile, ich will jetzt langsam mal Eile.

Liebe Mitarbeiterin von „ÜberDich“!
Ja, ist doch toll, dass ihr diese super 30% Rabattaktion habt. Allerdings konnte ich bei meiner Bestellung ja nicht ahnen, dass einige eurer Marken in Zirkuszeltgröße ausfallen und demnach so an mir schlabbern, als könnte ich noch ne komplette Footballausrüstung drunter verstecken. Also hätte ich den gerne umgetauscht. Somit hab ich bei dir angerufen:
Ich: „Also ich hätte gerne den Jumpsuit eine Nummer kleiner bestellt“.
Sie: „Haben Sie den schon bestellt?!“
Ich: „Nee, weil bei ner neuen Bestellung hab ich ja keine 30% Rabatt mehr“.
Sie: „Ja“.
Ich: „???… ja, und jetzt? Hab ich Pech gehabt“
Sie: (knallhart)“Ja“. So voll furztrocken rübergebracht.
grrrrrrr…..

Lieber Vollpfosten im schwarzen BMW!
Weißt du, es ist scheißegal wie oft du mir Lichthupe gibst oder wie sehr du epileptische Anfälle hast gestikulierst – ich kann die Autos vor mir nicht wegschieben. Es geht nicht schneller. Und wenn du mir auf 3m ranfährst und ich deine hässliche Visage genauestens erkennen kann – dadurch gehts auch nicht schneller. Blöder Dämlack du!

Liebe Oma!
Ich weiß, du stehst voll auf Mikrofasertücher und schwörst immer darauf.
Fleck auf der Couch – Mikrofasertuch
Fleck im Bad – Mikrofasertuch
Fleck im Gesicht – Mikrofasertuch
Fliege im Tee – Mikrofasertuch
Verstopfungen – Mikrofasertuch
Weltfrieden – Mikrofasertuch
Aber Ommi, mal ehrlich: Ich mag die Dinger nicht. Nein, echt nicht. Ich hab nämlich erstens: schon so viele daheim, dass ich ne komplette Wand damit tapezieren könnte oder zweitens: einen Mikrofasershop aufmachen könnte oder drittens: ein Jahr damit jede Woche tatsächlich putzen könnte – mit einem anderen Tuch – ohne es zweimal im Jahr zu benutzen.
Ich hab dich wirklich lieb, aber ich brauch die Dinger genauso wenig wie LED-Kerzen. Weil neiiiin, liebe Ommi – ich hasse auch LED-Kerzen. Und jaaaaa, liebe Ommi – romantisch bin weder ich, noch mein Ehemann. Ich weiß, schockiert dich jedes Mal aufs Neue. Aber is wirklich so.
Und wenn du mir echt ne Freude machen willst – ich hätte gerne ne Kartoffelsuppenflatrate – damit machste mich echt happy!

Liebe Samstage!
Ihr seid ja mehr so die „schaffe, schaffe, Häusle baue“ bzw. die „mein Ehemann schafft an der Scheune und ich halte drin die Bude in Schuss faulenze den ganzen Tag (geeeell, Schatzilein?!)“-Tage. Aber ey, es is langsam mal gut. Geburtstag hier, Hochzeit da, Taufe da – Alter, man kommt zu NIX mehr. Es reicht mal, ok?

Liebe Arbeit!
Du und nahezu alle Menschen kotzt mich richtig an. Und hätte ich mich damals nur anders entschieden, ehrlich wahr.

So, das war’s erstmal – to be continued würde ich mal sagen…

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Erfahrungen, Möööööhp!

Alle Jahre wieder…

…ja mal ehrlich, ich bin’s auch überhaupt nicht leid, darüber immer wieder zu schreiben. Ich mein, wer kennt sie nicht – diese wunderschöne besinnliche Zeit. Man shoppt schön durch die traumhaft geschmückten Innenstädte, hält zwischendurch mal an aufm Weihnachtsmarkt und schnabbuliert bisschen Glühwein, dabei dann schön besinnliche Weihnachtsmusik, dabei wärmt man sich die kalten Hände schön an der heißen Tasse, während man gedankenverloren in die Ferne schaut und die Schneeflocken einen umwirbeln. Jaja… könnte alles so schön sein.
Aber Leuts, mal ehrlich: Was ist es denn in Wahrheit? Der reinste Konsumterror, ja. Und Stress. Ich mein, ich bin so gestresst, ich hab nicht mal Bock auf die Schoki in meinem Adventskalender. Ich mein das voll Ernst. Man rennt nur von A nach B und versucht irgendwie, dieses Jahr noch alle Termine abzuarbeiten. Wenn ich mich überhaupt mal ins Getümmel der Einzelhandelsschafe stürze (Gott bewahre!) und mich danach gleich nochmal 45 Minuten anstelle, um mein Geschenk einpacken zu lassen, dann wirklich nur im allergrößten Notfall und sozusagen erst dann, wenn Giraffen lernen zu kiffen.

Ehrlich, mich nervt das. Dieser Zwang „Sei jetzt besinnlich!“. Echt, besinnlich am A….Sie wissen schon. Heiligabend zum Beispiel: Man hetzt erst zu Familie A, um dann weiter zu Familie B zu hetzen. Die Tage darauf könnte man sich auch vierteilen, dann Familie A sagt „Hm, aber wenn ihr Heiligabend nicht da seid, dann kommt ihr den ersten und zweiten Tag zu uns. Aber hey, nur mal so, ich schmolle bis in alle Ewigkeit, wenn ihr Heiligabend nicht da seid“. Da kommt man sich schon vor wie aufm Kamelmarkt in Marrakesch, mit dem Unterschied, dass wir das doofglotzende Kamel sind, das nicht weiß, wie ihm geschieht. Das hier trifft es relativ gut…

graphitti

Quelle: http://www.graphitti-blog.de/2016/11/27/die-weihnachtszeit/

Ja, ich mag auch eine Weihnachtszeit haben, in der ich die schön geschmückten Häuser genieße und meinen Glühwein in Ruhe genießen kann. In der ich Plätzchen backe und voller Vorfreude meinen Tannenbaum schmücke. Aber so… das ist doch ätzend. Mal davon abgesehen, dass man einfach einen rieeesigen Stress hat, um endlich mal alle Geschenke zusammenzukriegen. Und wohlgemerkt nur die für die kleinen Würmchen. Wir Großen schenken uns ja glücklicherweise nix…

Naja, wenigstens die Kälte  passt aktuell. Nicht dass ich mich darüber freue. Aber immerhin, an Heiligabend sind’s dann bestimmt wieder 20°C. Whohoooo

Tja… da bleibt wohl nur….

fullsizerender

In diesem Sinne: Eine schöne Vorweihnachtszeit…ich geh mal frustglühweinen…

Möööööhp!, Uncategorized

Lass ma‘ streichen

Nee echt, es gibt so Tage…die fangen schon scheiße an, gehen kacke weiter und münden gefühlt schon um die Mittagszeit in nem gigantischen Kackhaufen. Aber nich so n kleiner Haufen – neeee, so n riesen Komposthaufen, wo schon die ganzen Fliegen rumsurren und Mistkäfer rumkrabbeln und so Ekelzeug. Genauso ist der Tag bisher. Und Leute, wir haben gerade mal Mittag. Ich will mir nicht mal vorstellen, wie der Tag noch wird.

Es fängt ja schon morgens an: du schaust in den Spiegel und denkst dir schon bei deinen Haaren „Ey neee, das kann nich sein“. Nur lockig – okay. Nur glatt – okay. Aber was da aufm Kopf ist, das ist jenseits von gut und böse. Sogar das abgesiffteste letzte Vogelnest, was die Elster schon verlassen hat, weil sie sich gedacht hat „Also mal ehrlich, so assi wohn selbst ich nich“ – das is noch schön dagegen. Du versuchst also irgendwie zu retten, was noch zu retten ist. Schlussendlich wurschtelst du alles irgendwie hoch und betest 3 Ave Maria, dass diese Kackfrisur irgendwie den Tag übersteht (Bemerkung: Hat sie nicht, so nebenbei).

Das Make-Up kannste auch knicken, denn ich hab mir mit meiner Wimperntusche mal schön ins Auge gestochen.

Auf der Fahrt zur Arbeit begegnet dir ein Psychopath nach dem anderen und du fragst dich, was zur Hölle eigentlich diesen Fahrer geritten hat seine Frau wohl nicht, denn allem Anschein nach muss der soooo nen Kleinen haben. Natürlich – wie solls auch anders sein – hast du nochmal Stau auf der Autobahn, weshalb alle die offizielle Umleitung fahren. Es versteht sich von selbst, dass diese Umleitung genau durch dieses Dreckskaff führt, in dem du arbeitest – logisch.

Auf der Arbeit angekommen räumst du erstmal das Geschirr vom Großseminar von den letzten 3 Tagen weg, was für sich genommen ja schon eine unglaublich ehrenvolle Aufgabe ist. Irgendwelche Kaugummis oder Apfelkrotzen in den Tassen ignorierst du mal schön. Aber ganz klar – was passiert? Die fällt so ne Misttasse runter und du darfst erstmal gucken, wo sich um 07:30 Uhr morgens der Hausmeister rumtreibt, der die Besen irgendwo sicher verwahrt (wahrscheinlich, damit ich nicht wegfliegen kann).  Natürlich musst du dir auch nochmal Kaffee über die Schuhe kippen, auch klar.

Du setzt dich anschließend wieder an deinen Platz, nur um festzustellen, dass du ne riesige Laufmasche hast. Ist bei ner blickdichten Strumpfhose natürlich etwas suboptimal, da die Haut schön rausblitzt (die kann noch so braun sein – dat sieht man, solange sie nicht schwarz ist).

Und um diesen fantastischen Tag auch noch zu krönen: Mir gegenüber sitzt gerade ne dicke, fette Wanze, die absolut keine Anstalten macht (ich meine wirklich das Tier, keine Kollegen), mal wegzugehen.

STREICHEN! JEEEEETZT!