Krissy on Tour

Let’s do the Time Warp…agaaaaaain

Okay, das müsst ihr entweder googeln…ooooder aber ihr wühlt fleißig in meinem Blog (na guuuut… ich will mal nicht so sein… guckt hier)…oooooder ihr seid genauso musical-bekloppt wie ich und wisst genau: Aaaaaah „Time Warp“…das ist doch der saugeile Tanz aus der „Rocky Horror Show“. Jawolljaaaaa!

2x hab ich es schon gesehen und 2x fand ich es einfach nur hammermäßig! Für die, die es noch nicht wissen: Die „Rocky Horror Show“ ist eigentlich der übelste Trash, aber einfach Kult. Kult alleine deswegen, weil es nicht nur um die Story geht und die geilen Lieder darin, sondern weil man im Publikum einfach mitmachen muss. Man muss verschiedene Gegenstände schmeißen, man muss bestimmte Wörter rufen bei Namen,… es ist einfach nur der Hammer!

Diesmal verschlug es uns nach Magdeburg zu den Domfestspielen. Jaaa, genau. DIESE Show vor dem DOM! Aber ich muss sagen: Das war gut. Das war richtig gut. Magdeburg versteht es richtig, da eine Wahnsinnsstimmung zu kreieren, sodass der Abend einfach nur geil werden musste. Den Erzähler hat man beispielsweise vor lauter „BOOOOOORING!“-Rufen gar nicht verstanden.

Hier übrigens mal eine kurze Übersicht über die Darsteller. Auch gleich mit ein bisschen unnützem Wissen und meinem Senf dazu 😉

Frank’n’Furter: Dominik Hees
Ihn kannte ich von verschiedenen Musicalaufnahmen. Also, darstellerisch war er wirklich unglaublich gut. Ein unglaublich sympathischer. Jedoch, und das zieht sich jetzt so ziemlich bei allen Darstellern durch: Ich habe ja einen Vergleich mit meinen Besuchen in Erfurt. Und da kommt er stimmlich einfach nicht an den damaligen Darsteller ran. (Achtung, es folgt Insiderinfo:) Gerade bei „I’m going home“ (eins meiner absoluten Gänsehautlieder aus dem Musical)… also es war schon gut, aber einfach kein Vergleich zu dem Gänsehautmoment in Erfurt. Aber wie gesagt: Darstellerisch absolute Bombe. Man könnte fast sagen: Er lebt die Rolle richtig.

Janet Weiss: Michèle Fichtner
Kannte ich persönlich noch nicht. Ein bildhübsches Mädel, eine unglaubliche Figur…stimmlich nicht schlecht. Mir persönlich hat sie ein bisschen zu doll geschrieen in den hohen Tönen. Aber auch absolut okay.

Brad Majors: Jonas Hein
Ein richtiger Schwiegermama-Liebling 😉 Darstellerisch auch super. Was ich mir seitens der Inszenierung gewünscht hätte: Ein bisschen „nerdiger“ hätte er sein können. In Erfurt hatte der Darsteller z.B. Sockenhalter an 🙂 Ist jetzt aber nur ne Kleinigkeit und hat nix mit dem Darsteller zu tun. Auch sein Solo bei „Once in a While“ war wirklich toll.

Riff-Raff: Marlon Wehmeier
Oh je…oooh je. Leider für mich die schlechteste Leistung des Abends. Sehr nichtssagend, und das obwohl die Rolle eigentlich eine der Wichtigsten ist. Schade, schade. Sein Einsatz bei „There’s a light“ war wirklich ein bisschen schwach, das „Time Warp“ irgendwie auch so…ach, ich weiß nicht. Das war einfach unvergleichbar mit dem, was ich aus Erfurt gekannt habe. Alleine der Anblick von Janet und der Kommentar… in Erfurt hieß es (mit einem psychopathischen Blick): „Sie sind feucht“. Nun ja, der Witz kann bei „Sie sind nass“ nicht so gut werden irgendwie… super schade, aber für mich leider nicht so der Bringer.

Magenta: Lucy Diakowska
Naaaa, wem sagt der Name was? Auch nicht unbedingt musical-mäßig. Aber sonst? Ja? Nein? Ich seh ne Hand da hinten? Ja? Was sagten Sie? Jaaaaaa, richtig!
Lucy Diakowska ist die rothaarige-lockige Sängerin, bekannt von den No Angels. Übrigens eine ausgebildete Musicaldarstellerin für die, die es noch nicht wussten (jaaa, unnützes Wissen gibt es hier in unbegrenzten Mengen).
So, zur Rolle: Also, ich fand sie gut. Sie hat natürlich ne super Stimme, die speziell bei „Science Fiction/Double Feature“ so richtig rauskommt. Paradoxerweise, und das hat mich leicht irritiert: Ich kenne Magenta sowohl aus Erfurt als auch aus dem Film mit langen roten Haaren. Lucy hat ja bekanntermaßen rote Locken… aber hier war sie mit Glatze bzw. mit schwarzhaariger Perücke zu sehen. Das war wirklich mehr als irritierend…
Darstellerisch mal absolut super, wenn mich auch ihre Stimme nicht vom Hocker gehauen hat. Aber sie hat echt Stimmung gemacht. Hat mir gut gefallen.

Columbia: Christina Patten
Columbia ist ja so ein bisschen meine heimliche Lieblingsrolle. Und ich lieeebe Christina Patten als Darstellerin. Ich kenne sie aus verschiedenen Videos in ihrer Rolle in „Rebecca“, aber vor allem habe ich sie in Magdeburg schon bei „Les Miserables“ als Eponine gesehen und weiß, was sie stimmlich wirklich drauf hat. Wenn ich alleine an „Les Miserables“ denke…ihr Part in „Morgen schon“, ihr wundervolles Lied „Nur für mich“…und bei „Der Regen“ musste ich wirklich schlucken, um nicht laut loszuschluchzen..ähm, ja… ich schweife mal wieder ab.
Also, Christina als Columbia. An sich super. Die Rolle verlangt es leider (und in dem Punkt sage ich wirklich leider), dass Columbia zu 99,7% auf der Bühne total stoned ist. Und das wirkt sich natürlich auf die Stimme aus. Am ehesten kam die wohl noch bei ihren Parts zu „Time Warp“ und „Eddie“ zum Einsatz. Bei „Rose tint my world“ halt leider so gar nicht. Darstellerisch war sie natürlich der Hammer. Wobei sie mir hier besonders zwischen „Planet Schmanet Janet“ und „Rose tint my world“ die meisten Lacher beschert hat: Frank setzt sie unter Drogen und sie gleich „Scheiiiiß die Wand an, jetzt geht’s los“…das ging dann über in „Fickifickifickiiii“ und nachdem sie sich ihr Korsett aufgerissen hat rannte sie von der Bühne mit „ERSTMAL ZU PENNY“. Also echt der Hammer! Schade aber, dass ihre wunderschöne Stimme nicht zum Einsatz kam.

Eddie: Tobias Regner
Naaaaaa, wem sagt das was? RICHTIIIIG! Tobias Regner war mal ein Gewinner bei der wahrscheinlich 4824. Staffel von DSDS (nein, klickt nicht? Dann schaut mal hier. Jaaaaa, klickt, ne? „Ach deeeer war das“).
Vom Optischen her hat er mir sehr gut gefallen. Wobei sonst…najaaaa. Sein „Hot Patootie“ war jetzt nicht schlecht, aber auch nicht der Oberhammer. War okay.

Erzähler: Peter Wittig
Jaaaa, die Rolle… also in Erfurt hat mich der damalige Erzähler wirklich umgehauen. Ich weiß nicht, hier war er zwar darstellerisch super. Aber ob man ihn in dieser Inszenierung überhaupt gebraucht hätte… wahrscheinlich eher nicht. Aber darstellerisch war er wirklich gut.

Dr. Everett Scott: Wolfgang Klose
Ist mir jetzt weder positiv, noch negativ aufgefallen. War vom optischen her sehr als Einstein angelegt.

Soooo, mein Resümee:
Wie gesagt, Stimmung war Bombe. Die Inszenierung muss ich leider sagen: War nicht meins. Wenn ich das direkt mit Erfurt vergleiche, dann kackt das hier leider ab. Es war sicherlich ein bisschen was besser als jetzt in Erfurt, weil man natürlich bei einer Freilicht-Inszenierung wesentlich mehr Möglichkeiten hat (Eddie hat eine große Runde auf dem Motorrad gedreht, es gab ein Hochzeitsauto, es gab einen Trabi als Auto von Brad und Janet),… aber allgemein war das in Erfurt mehr mein Fall.
Trotzdem: HAMMERGEILER ABEND!!!!

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s