sonstige Organisation

Let the Church in the Village!

Okay Mädels, ich muss erstmal was in eigener Sache loswerden, bevor die ganzen Englisch-Cracks mich wieder verbessern 😉
Mir ist vollkommen bewusst, dass der obige Blogtitel grammatikalisch nicht korrekt ist. Und ja, ich weiß auch, dass es diese Redewendung im Englischen nicht gibt. Und selbstverständlich sagt man auch nicht, wie es unter meinem allgemeinen Blogtitel heißt „And that’s the jumping point“. Ganz klare Sache, ihr Lieben. Es ist auch wirklich nett gemeint, dass ihr mich darauf aufmerksam macht. Der Punkt ist aber der (jumping point und so): Das ist Absicht 🙂 Mag sein, dass diese Art von Humor meine ganz eigene ist. Also, wenn ihr künftig irgendwas in dieser Richtung von mir seht: Nein, ich kann auch anderes Englisch 😉 Und für alle, die das eigentlich voll witzig mit diesen wortwörtlichen Redewendungen finden – dem empfehle ich diesen Artikel hier (gefunden von meinem Mann :-))

So, was ich mit diesem grammatikalisch herausragenden Titel sagen möchte liegt ja auf der Hand, ne? Einfach mal die Kirche im Dorf lassen. Aus gegebenem Anlass muss ich immer wieder hochzeitstechnisch darauf hinweisen, wirklich jetzt. Hintergrund ist der Email-Kontakt mit einer lieben Leserin, die mich nach mehreren Emails darum bat „Krissy, du musst das bitte unbedingt veröffentlichen, damit du andere Bräute davor bewahren kannst“ 😉 Also, großes Dankeschön an die liebe N. 🙂

Ich weiß ja aus eigener Erfahrung: Wenn man heiratet, dann denkt man einfach anders. Man ist sehr doll extrem heftigst unnormal detailverliebt. Und es gibt viele Dinge, die einen einfach mal zur Weisglut bringen. Unter anderem ist das ja das Thema „weiß“ von Gästen auf der Hochzeit.
Nur, damit wir uns richtig verstehen: Ich persönlich würde nie auf die Idee kommen, als Gast auf einer Hochzeit ein weißes Kleid anzuziehen. Auch, wenn ich persönlich damit relativ locker umgehe. Mir war das auch wirklich in etwa so egal wie die Geburtstagsgeschenke von Nachbarmaulwurf Hansi. Ist einfach so.
Und ich kann es z.B. auch schon in gewisser Weise nachvollziehen, wenn die Braut ein ohnehin sehr schlichtes Kleid gewählt hat oder ein kurzes Kleid, oder, oder, oder.

So, das zum Vorgeplenkel. Ich komm gleich zum Punkt: Die liebe N hat mir geschrieben, ob sie mich mal um meine Meinung bitten könnte. Es ist nämlich so, dass sie einen weißen Caddilac zur Hochzeit als Brautpaarauto haben. So ansich ja nix ungewöhnliches, ne? So, jetzt fährt einer von N’s Gästen auch ein weißes Auto – was in den Augen von N ein No-Go ist, da sie ja das einzige weiße Auto haben sollten.
Ihr merkt worauf ich hinaus will, ja? Also, der Punkt ist der: Ich selbst fahre auch ein weißes Auto. Und es kann durchaus auch mal vorkommen, dass das eben das Auto ist, mit dem wir zu einer Hochzeit fahren. Gut, das weiße Auto ist ein kleiner, alter Polo – aber er ist weiß. Und würde mir persönlich eine Braut sagen, dass ich doch bitte an ihrer Hochzeit nicht mit meinem weißen Polo kommen soll – Leute, ich schwör’s euch, ich würde ihr auf den Tisch kacken. Aber so richtig.
Alter Schwede. Also, Brautdenken, Brauthormone und Durchdrehen in allen Ehren: Aber DAS geht tatsächlich zu weit. Und ja, so in etwa habe ich es auch der lieben N gesagt 😉

Und ich weiß, dass das Thema „Weiß“ auf der Hochzeit immer wieder zu Reibungspunkten führt. Das beginnt damit, dass Männer vielleicht und wenn möglich kein weißes Hemd anziehen soll, geht weiter über eine weiße Bluse, die die Damen nicht anziehen sollen und hört auf bei einem weißen Kleid. Und für mich ist alles der aufgeführten Punkte absolut legitim. Gut, es gibt immer Gäste, die über die Strenge schlagen, aber vom feinsten. Ich erinnere mich mal an ein Hochzeitsbild, wo sich die Braut für ein ganz schickes Spitzenkleid in schmaler A-Linie ohne Reifrock entschieden hatte (eine der hübschesten Bräute, die ich je gesehen habe, by the way). Und ein weiblicher Gast hat es doch tatsächlich fertig gebracht und hatte ein weites, blassrosa (Betonung auf Blassrosa!) Kleid an. Auf Fotos sah das einfach unglaublich scheiße aus.
Oder auch auf der Hochzeit meiner Schwägerin: Da kam auch tatsächlich eine Grazie im weißen, schulterfreien langen Abendkleid, Hochsteckfrisur und weißen Röschen in den Haaren. Also, damit will ich sagen: Das sind natürlich Dinge, die ein absolutes No-Go ist. Mich persönlich hätte es wahrscheinlich dann auch gestört.
Aber dieses krasse „WHÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ, NIIIIICHTS DARF WEISS AUF MEINER HOCHZEIT SEIN, AUSSER MEIN KLEID“, das find ich schon…ähm…nicht wirklich gästekompatibel 😉

Änd for sis Rieson, mai dier Läidies: Let se tschurtsch in se willätsch, ne?

Habt ein schönes Wochenende!

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2 thoughts on “Let the Church in the Village!”

  1. Genau und man sollte bitte auch der Location sagen, dass weiße Tischdecken und weiße Schürzen der Kellner ein No Go sind und sonst in Konkurrenz mit der Braut treten könnten 😉

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