sonstige Organisation

Basics für Hochzeitsfeier

Kinners, ich sag’s euch: Ich bin echt platt. Kennt ihr das? Wenn ihr so auf den Kalender schaut und denkt „Waaaaaaaas??? Ende Juni????“. So geht’s mir grad. Häusletechnisch wird natürlich gewerkelt, was das Zeug hält und bald gibt’s auch wieder Bilder.

Heute geht’s aber mal wieder um das schöne Thema Hochzeit. Und zwar aus gegebenem Anlass. Also, nicht dass ihr denkt, dass ich wieder heirate (einmal reicht mir da echt völlig :-)). Aber trotzdem muss das mal geklärt werden. Ich finde nämlich, dass viele Paare einfach an der falschen Stelle sparen.

Für mich gibt es bei jeder Feier, egal ob jetzt Geburtstag oder Hochzeit oder Polterabend oder Namenstag des Kanarienvogels immer grundlegende Basics. Die müssen einfach stimmen. Der Rest ist nice to have, schöner Bonus – aber diese Basics sind am aller- aller wichtigsten:

LOCATION – MUSIK – VERPFLEGUNG

Ich geh jetzt mal nach und nach auf alles ein:

1. Location
Ihr glaubt gar nicht, WIE wichtig das ist. Und ich meine jetzt nicht, dass man eine besondere hyperduper-Location mit allem Firlefanz braucht. Hauptsache sieht schön aus – nee, das meine ich nicht. Ist natürlich auch ne schöne Sache, wenn die Optik da auch noch passt, aber notfalls kann man mit Deko da noch viel aufwerten. Was ich meine, sind hier einfach grundlegende Dinge:

-Locationgröße
Es gibt nix schlimmeres, als wenn man mit 45 Gästen an einem Tisch sitzen muss, der eigentlich nur für 20 Personen ausgelegt ist. Das hat so ein Sardinenbüchsen-Feeling und ist als Gast super unangenehm. Gut, ich lass es mir noch angehen, wenn ich mal ein Tischbein zwischen meinen Beinen habe – auch wenn das schon echt blöd ist. Knüppel zwischen den Beinen sollte nur in den eigenen 4 Wänden…ähm, ja, lassen wir das. Wir verstehen uns, ne? 😉
Aber wenn man nicht mal Platz zum Essen hat, dann ist das halt echt sau blöd.
Auch sollten die Gäste schön Platz haben, um einfach mal durch ne Tischreihe zu gehen. Und ich meine VORWÄRTS. Nicht seitlich, nicht unter den Tischen durchkrabbeln, nicht Bockspringen mit den Tischen machen…
Und – ganz wichtig – achtet auch auf ein bisschen Tanzfläche. Zwischen den Tischreihen tanzen ist irgendwie auch komisch 😉

-Kühlungsmöglichkeiten im Sommer
Gut, ich meine jetzt nicht ein großes Kühlhaus, wo sich alle Gäste mal neben der Hochzeitstorte abkühlen können. Ich meine solche Sachen wie: Heiratet ihr im Hochsommer und ihr habt eine Location mit Flachdach, dazu noch eine riesige Fensterfront, wo den ganzen Tag die Sonne reinknallt und keine Klimaanlage – dann könnte es schon finnische-Sauna-Temperaturen geben. Und auch das hab ich schon erlebt, dass man wirklich klatschnass geschwitzt im Abendkleid da sitzt und fast eingeht. Und bevor eure Gäste den Sekt aus dem Kübel schmeißen und sich die Eiswüfel über den Kopf werfen: Sorgt vor 😉 Schön finde ich hier neben den genügend (!) Getränken (dazu komme ich aber nochmal) einen kleinen Fächer. Oder wer mag: einen Miniventilator. Klar, schafft natürlich nicht dieselbe Abkühlung wie n Köpper in den Pool (was ich auf Hochzeiten auch noch nicht gesehen habe…obwohl: Laura? Wie wars bei euch? ;)). Aber zumindest so ein bisschen

-und – schöner Zug für die Gäste: Parkmöglichkeiten
Mädels, mal Hand aufs Herz: Kaum jemand hat von euch auf Hochzeiten als Gast schöne flache Sandalen an, oder? Nein, es sind scheiß-unbequeme hohe Hacken, mit denen man sehr, sehr ungerne läuft. Denn: Viel laufen bedeuten sehr unschöne Blasen. Und da sind wir beim Thema: Schaut vor allem nach Parkmöglichkeiten. Ich hatte auch schon eine Bekannte im Umfeld, die in einer Location geheiratet hat, wo es keine Parkplätze gab. Ich hab sie darauf aufmerksam gemacht bzw. mal gefragt, wo denn die Gäste parken sollen. Argument war: „ICH hab ja meinen Parkplatz“. Und liebe Bräute, ich weiß, es ist eure Hochzeit. Aber bitte tut euch selbst einen Gefallen und fahrt nicht diesen Ego-Trip. Ihr müsst euch immer wieder mal in die Lage der Gäste versetzen. Was ich also machen würde, wenn es tatsächlich ein Parkplatzproblem an der ansonsten absolut perfekten Location gibt: Schaut in der Nähe nach Park+Ride-Parkplätzen, bucht einen Bus, packt die Gäste ein und macht einen Shuttle-Service. Ich weiß, viele schreien jetzt auf „WIE SOLL MAN DAS DENN BEZAAAAHLEN?“. Glaubt mir, es kostet weniger, als ihr denkt 😉

2. Musik
Bitte, bitte, bitte, bitte: Macht bei eurer Hochzeit nicht den Fehler und spart an der Musik. Unter Sparen verstehe ich: Laptop an, Playlist irgendwie zusammenstellen und die rattert dann in Endlosschleife runter. Ja, ich weiß, jetzt werden auch wieder Gedanken bei euch kommen wie „Ach, der DJ macht ja auch nix anderes“. Dem muss ich wehement, also WE.HE.MENT. widersprechen. Eine Band und ein DJ ist etwas ganz, ganz anderes als eine eigene Playlist. Schaut mal: Ihr habt auf eurer Playlist meinetwegen das Lied „Country Roads“. Ihr steht auf der Tanzfläche und geht ab wie Schmitz Katze. Ihr gröhlt mit und feiert und wollt, dass es genauso bleibt und weitergeht. So, und was passiert bei eurer Playlist? Nach „Country roads“ kommt dann mal eben D wie „Die Welt steht still“ von Revolverheld. Ihr merkt: Das kann unter Umständen echt ein Stimmungskiller sein. Ein DJ würde sehen: ‚Boah, die gehen ab auf „Country Roads“. Super, machen wir mal weiter mit „I wanna dance with somebody“. Klar, man kann überall ins Klo greifen und nen Vollpfosten da vorne stehen haben, der von der Arbeit eines DJ’s so viel Ahnung hat wie ne Schildkröte vom Backen einer Schwarzwälder Kirschtorte. Aber die Regel ist doch eine andere denke ich.
Mit einer Band ist es so eine Sache. Das Argument „kann man ins Klo greifen“ ist natürlich immer da. Das könnt ihr bei der Musik, das könnt ihr beim Getränkelieferant, das könnt ihr sogar beim Brautkleid 😉 Nachteil einer Band: Die ist meist teuer. Gut, wir hatten mit unserer Band wirklich wahnsinniges Glück. Aber auch hier ist die Regel eine andere. Und ein weiterer Nachteil: Eine Band hat Spielpausen, was ein DJ nicht hat. Das muss man natürlich alles abwiegen und dann entscheiden. Versteht mich nicht falsch: Ich war auch nicht bereit, mehrere Tausend Euro für ne Band zu löhnen. Muss ja alles nicht sein 😉 Aber man kann ja doch abwägen, was einem wichtiger ist bzw. was man bereit ist zu zahlen.

3. Verpflegung
Joa…wo fang ich an. Klar, die Meinungen gehen hier, wie bei allem im Bereich Hochzeit, gaaaaanz weit auseinander. Hier gibt es für mich mehrere No-Go’s:

-Alkoholauswahl
Wir hatten reichlich Auswahl an Alkohol. Auch Schnäpsen, Cocktails,…was es halt so gibt. Und das haben wir reinen Gewissens gemacht und ohne jegliche Angst, dass mir jemand aufgrund der Schnäpse seinen Mageninhalt auf mein Kleid katapultiert 😉 Leute, mal ehrlich: Dieses „Ich will nicht, dass unsere Hochzeit ein Besäufnis wird“ ist doch schon bissle komisch. Wir reden von erwachsenen Leuten, die durchaus auch mal über die Stränge schlagen können, ganz klar. Aber jeder gesunde Menschenverstand sollte einem doch schon sagen, dass man sich auf ner Hochzeit nicht so sehr vollknallt, dass man in ne Ecke kübelt. Und davon mal abgesehen: Ich brauch nicht unbedingt Schnaps, um dieses Level zu erreichen 😉 Deswegen: Wenn ihr aus finanzieller Hinsicht keine Schnäpse anbieten wollt, dann ist das legitim. Aber nicht wegen dem Argument „Dann besäuft sich ja jeder“ 😉

-Was wird bezahlt?
Also, für mich sollte in jedem Fall, wirklich in jedem Fall, bezahlt werden:
Essen komplett, Softdrinks, Sekt, Bier, Wein und auf jeden Fall eine Runde Schnaps. Und ansonsten würde ich persönlich eher nix anderes anbieten. Auch nicht gegen Bezahlung. Vor allem nicht gegen Bezahlung. Mag ja sein, dass das manche legitim finden. Oder auch „wenn die saufen wollen, dann nicht auf unsere Kosten“. Aber Leute, ganz ehrlich: Das nennt sich EINLADUNG. Heißt: Ich LADE MEINE GÄSTE EIN. Wenn ich dann nur gegen Aufpreis nen Cocktail trinken kann, dann wärs mir als Gast schon lieber, wenn der erst gar nicht auf der Karte steht. Und ja, das kommt als Gast schon so ein bisschen rüber, als ob da geknausert wird. Jaaa, is als Gast halt einfach so. Ich weiß, ist oftmals schwierig, wenn man „nur“ die Bezahlersicht hat. Aber das meine ich mit: Immer mal in die Rolle des Gastes versetzen.

-Essen
Gut, die Sache mit „Menu oder Buffet“ lass ich jetzt mal außen vor, da es tatsächlich einfach nur Geschmackssache ist. Was für mich aber nicht geht: Egotrip fahren. Zum Beispiel: Brautpaar sind Vegetarier/Veganer – also gibt es folglich auch ein vegetarisches/veganes Buffet. Nee, das geht echt nicht. Ihr müsst euch ja nicht gleich die Sau aufn Teller laden – aber die Gäste hätten keine Wahl.

So, und warum jetzt das alles? Warum ausgerechnet diese Basics?
Ganz einfach: Mit diesen 3 Sachen kippt oder gelingt die Feier. Wenn eins nicht wirklich stimmt, dann bleibt das in negativer Erinnerung. Die Gäste sagen nicht „Okay, das Essen und die Musik waren scheiße. Aber ey, die Notfallkörbchen und die Wedding Bubbles – HAMMER!“. Klar, eine Hochzeitsfeier ist immer eine Sache der Prioritäten. Die einen legen viel Wert auf Deko, die anderen auf Gastgeschenke… aber diese Basics und genau diese Basics müssen einfach passen.

So, mein Wort zum Mittwoch, ne 😉

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