Das Zuhause

Der Teufel….

…scheißt immer auf den größten Haufen. Ist einfach so. Wie Murphy’s Gesetz. Gut, der sagt es mehr so „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen“. Ja, das tut es. Und das ist mein Ernst.

Gut, ganz klar: Beim Bauen/Renovieren passieren immer Dinge, mit denen man nicht rechnet. Wenn man die Entscheidung zum Eigenheim trifft, dann ist es wahrscheinlicher, dass ne Kuh vor deinem Fenster „Lord of the Dance“ imitiert, als das alles glatt läuft. Man entdeckt immer Dinge an der Hütte, die einem nicht passen. Vor allem, wenn man ein altes Haus kauft. Da können oft böse Überraschungen auf einen warten.
Jetzt kommt aber der Witz an der Sache – die Hütte hatte EINE böse Überraschung für uns. EINE. Und die war der Wasserschaden unter der Badewanne, also musste demnach der Boden im Bad raus und das Bad neu gemacht werden. So im Nachhinein nicht die schlechteste Entscheidung, denn das Bad, was vorher drin war, war jetzt nicht wirklich schön. Nein, wirklich nicht.

Die richtig, richtig bösen Überraschungen kamen wahrscheinlich in Form von Chili. Oder puren Pepperonis oder so. Denn die hat der Teufel wohl zu sich genommen, um selbige im Laufe von 6 Monaten komplett über uns zu entladen (ich hoffe, ihr frühstückt gerade nicht. Und wenn, dann hoffentlich kein Chili 🙂 ).

Ich liste mal so generell auf, was so alles schief gelaufen ist. Mag sich jetzt vielleicht manches auch egoistisch anhören, aber wir beziehen das alles jetzt bitte mal NUR auf das Haus. Also, wenn ich jetzt irgendwas schreibe, was eigentlich eher Grund zur Freude per Person X ist, dann blenden wir das ganz egoistisch mal aus und beziehen das NUR aufs Haus, ne? Also, keine Kommentare von wegen „Aber Krissy, moralisch gesehen ist das jetzt schon“…blablablabla. Wir verstehn uns, ne? 😉

1. Wir hatten sehr, sehr viel Hilfe in Form von meinem Schwager und dem Mann von meiner Schwägerin. Und wenn ich sage „sehr, sehr viel Hilfe“, dann meine ich das auch so. Die beiden standen fast jedes Wochenende von Anfang an auf der Matte. JEDES Wochenende. Und das, obwohl der Mann meines Schwagers eine Familie zuhause hat. Und das, obwohl mein Schwager Abi macht. JE-DES WOCHENENDE. Nur dann: Haben meine Schwiegereltern im April eine Kur genehmigt bekommen. Beide auf einmal weg. Und mein Schwager und mein Schwiegerpapa arbeiten beide in einer Firma, mein Schwiegerpapa dazu noch Schicht. Also hat mein Schwager die Schichten des Schwiegerpapas übernommen – natürlich auch Nacht-/Spät-/Wochenendschichten. Ganz klar, das hat Prio. Also, hier ist schon mal ein großer, großer Helfer ausgefallen.
Ihr habt es ja vielleicht schon gelesen: Aber mein Schwager hat sich mal eben das Sprunggelenk gebrochen – also auch hier ein weiterer großer, großer Helfer ausgefallen.

Versteht mich nicht falsch: Wir hatten auch gerade von den Eltern viel Unterstützung. Oder ein paar Wochen auch von dem Kumpel meines Mannes. Ist nicht so, dass wir komplett alleine dastanden. Aber da waren eben schon ein paar Helferchen, die einfach an allen Ecken und Enden gefehlt haben.

2. Ihr wisst auch, dass wir viel selbst machen mussten. U.a. die Heizung (was mein Mann übrigens sau gut, so richtig gut und ganz alleine hinbekommen hat. Es hat also nur noch ein Fitzelchen gefehlt zum Anschließen der Heizung, nämlich die unbedeutenden Tanks. Und was passiert? Rischdiiiisch – die kommen mit mal eben knapp 4 Wochen (!) Verzögerung an. Ich hab schon überlegt, ob ich zu dem Tankfuzzi fahre und ihm Abführmittel ins Essen schmeiße. Oder irgendwie seine Ohrenstäbchen in Chilisoße tunke. Irgendwas. Das war echt…puh. So haben wir nämlich ganze 5 Tage vor dem Umzug erst Öl bekommen können. ‚Aber Krissy, es ist doch warm. Wat brauchtn ihr ne Heizung?‘. Jaaa, da gehts los. Das zieht nämlich einen Rattenschwanz hinter sich, der echt abartig lang ist: Ohne Tanks kein Öl. Ohne Öl kein Anschmeißen der Heizung. Ohne Heizung keine Fußbodenheizung. Ohne Fußbodenheizung kann der Estrich im Bad nicht austrocknen. Ohne Austrocknung des Estrichs keine Fliesenverlegung im Bad möglich. Ohne Fließen keine Dusche. Möööööööööööööhp! Doll, ne?

3. Und als wär das jetzt nicht genug und wären wir ohnehin nicht schon im absoluten Verzug – neiiin, es geht weiter. Unsere Couch ist nämlich aufgebaut. Und was war? Rischdiiiisch – ein dickes, fettes Mööööhp. Anstatt einem rechten und einem linken Seitenteil hatten wir nämlich mal eben zwei linke Seitenteile (praktisch die Armlehne). Also was müssen wir machen? Mal eben das dumme Teil schnappen, zum Möbelhaus fahren und mit dem unfreundlichsten Menschen der Welt kooperieren. Gut, am Ende haben wir das richtige Teil bekommen, aber das kostet Nerven. Und Zeit. Und beides ist grad geringfügig vorhanden (mhihiihi…ist wie dieser Witz ausm Cockpit. Kennt ihr den? Pilot: „Es kleben tote Käfer auf der Scheibe des Flugzeugs“. Antwort vom Tower: „Lebende Käfer gerade im Lieferrückstand“ 🙂 🙂 🙂 )

Uuuund, was dem ganzen noch die Krone der Ätze aufsetzt: Unsere Küche passt nicht. Ja, genau. Passt nicht. Gut, was heißt sie passt nicht – aber die Arbeitsplatte ist zu groß. SCH****!!! Also dürfen wir uns noch mit denen rumschlagen. Puuuuuh.

Und ich wünsche mir grad nichts sehnlicher als ein Zäpfchen. Ja, ein Zäpfchen. Das ich dem Teufel in seinen verfluchten Hintern (Mhihihihiiii…Teufel….verflucht…hihihihi!) schieben kann, dass er bitte mal ordentlich Verstopfungen hat und sich woanders entledigt. So langsam hab ich echt keinen Bock mehr!

ABER: Es gibt auch was positives zu berichten. Denn iiiiiich, meine Damen, jaaaaa, iiiiich – hab einen Tisch aufgebaut. ‚Waaaas????‘ – Jaaaa, einen Tisch aufgebaut. Ich. Alleine. Gut, mein Tischaufbaugehilfe Mann hat mich assistiert. ‚Jaaaa komm, der hat ihn aufgebaut und du hast gehalten‘. Neiiiin, ich habe geschraubt und zusammengebaut und überhaupt. Gut, gell? Ich bin ja sooooo stolz auf mich. Nennt mich Tim Taylor. Oder Chuck Norris. Genau, Chuck Norris fänd ich geil.
Hier mal ein Ergebnis des Schuckis:
Tisch

Habt ein wunderschönes, langes Wochenende. Vielleicht kann ich mich ja tatsächlich mal mit ein paar Fortschritten melden. Wär ja mal cool, ne? 😉

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