Erfahrungen

Krissy im Baumarkt!

Bevor mein Bloggerhirn das wieder vergisst: Das muss ich euch wirklich erzählen.

Also, mein Mann hatte einen Trimmer gekauft. Neiiin, nich für die Nasenhaare. Die schneidet er immer mit der großen Küchenschere oder gleich mit der Heckenschere raus. Muuuuuhahaha! Neiiin, tut er nicht (also, ich gehe besser gleich mal vom Nasenhaarthema weg). Also, er hat einen Rasentrimmer gekauft. So ein Billigding von nem großen Baumarkt mit den zwei Oooohs in der Mitte. Er hat das Ding neu (!) gekauft, aber das war echt Müll. Zum ersten hat ne Schraube gefehlt. Zum zweiten war dieses Fadenauffädeldingens kaputt (jaaa lieber Männer. Macht mich ruhig fertig. Mädels, ihr wisst was ich meine, gell? :-)). Und, das war der Oberhammer: An einem Neuteil war noch Gras dran. Also nix von wegen mal benutzt. Wobei es natürlich rein theoretisch und rein hypothetisch auch sein kann, dass ein Frosch in den Karton gehüpft ist und der Frosch halt vorher im Garten blöd rumgemacht hat und Gras an ihm hängen geblieben ist. So möglicherweise besteht ja auch diese Theorie.

Also, ich geh also in den Baumarkt (Jaaa. ICH geh in den BAUMARKT! Mit mamischerer Unterstützung!). Ich knall denen das Ding auf den Tisch und sage „Den möchte ich bitte einmal zurückgeben“. Die Verkäuferin schaut mich erstaunt an: „Warum?“ (ich mein, ich gehe stark davon aus, dass ich weltweit die erste Kundin bin, die etwas zurückgeben möchte. So hat sie mich zumindest angeschaut). Ich also losgelegt „Also, da fehlt ne Schraube, da ist noch so ein kaputtes Fadenauffädeldingens (ha! Die wusste bestimmt gleich, was ich meine) und: Das Teil wurde NEU gekauft und da war Gras dran.“ Ihre Antwort „Oouuuu Momentemooo, da muss isch moin Kollesch frache“.
Sie telefoniert also mit dem Kolleeeschn und wiederholt meine Geschichte mit der Frage „Kann isch den jetzt so zurücknehme oder willste dir des e mo anschaue?“. Dann schaut sie mich an und fragt mich ernsthaft „Und warum wollen sie den jetzt zurückgeben?“. Ich nur „Ist das jetzt ein Scherz??? Also, da fehlt ne Schraube, das Fädelauffädeldingens ist kaputt und da war GRAS DRAN. AN NEM NEUTEIL“. Gut, der ging dann also zurück. Was hinter den Kulissen abgelaufen ist und ob der Kolleeeesch sich das nochmal angeschaut hat…tja, das bleibt wohl das Geheimnis der baumärkterischen Katakomben. Auf die Frage hin „Wolle se sisch gleisch en neue mitnehme?“ habe ich dann dezent geantwortet „NEIN, ICH WILL MEIN GELD!“. Eieieiei…

So, dann hatte mein Mann uns einen Auftrag gegeben: Wir sollten Winkel in ner Großpackung kaufen, dann noch Klingen für Cutter (liebe Damenwelt – auch ich wusste bis vor unserer Renovierung nicht, was das ist. Das sind kleine Teppichmesser und die Klingen sind auswechselbar. Revolutionär sag ich euch!) und dann noch Staubsaugerbeutel für nen Nasssauger. Nun muss man wissen, dass mein Mann uns zwar vor der Abfahrt eine kleine Wegbeschreibung gegeben hat (ich sag’s euch: Setzt den dort aus mit verbundenen Augen und der findet wieder raus. Ich glaub das ist so n Männerinstinkt) – jaaa, aber irgendwie wusste ich davon nicht mehr viel. Wir sind also zu einer Abteilung gegangen, wo wir ähnliche Dinge vermuten. Gut, mein Mann schwärmt immer nicht gerade von den Kompetenzen der Mitarbeiter, aber kann ja nicht so schwer sein. Wir haben uns also einen Mitarbeiter geschnappt und ihm diese Winkel hingehalten: „Entschuldigung. Ich brauch sowas. Wo gibt’s das denn?“. Der Mitarbeiter war natürlich leicht angeschmunzelt. Kommt wahrscheinlich öfter vor, dass nixcheckende Frauen im Baumarkt sind und keine Ahnung haben, was sie da tun. Ich zeig also diese Winkel und sage „Die brauch ich in ner Großpackung“. Er schnappt sich die Muster, die ich dabei habe und gibt mir eine Großpackung. Bei den großen Winkeln sagt er: „Die haben wir leider nicht da. Hier ist so eine Aussparung, was dem Winkel mehr Stabilität verleiht und wenn sie die ohne Stabilisierung nehmen, dann gibt’s die in ner günstigen Großpackung.“. Stabi…was? Bei nem Winkel? Er fragt nochmal „Was soll damit denn geschraubt werden“. Meine intelligente Antwort: „Äääääh…..“. Ich also meinen Mann angerufen. Er ging leider nicht dran, was ich auch lautstark mit „Oh Mann, der geht nich rahaaaan“ kommentiert habe. Keine 10 Sekunden später klingelt mein Handy und mein Mann begrüßt mich ebenfalls mit den netten Worten „Und ich geh doch ran :-)“. Ich erkläre ihm also: „Schatz, schau mal, die großen Winkel gibts nur in ner Großpackung ohne Wulzt da oben. Brauchst du den Wulzt?“ Sicher, jeder andere Mann hätte jetzt erstmal kopfschüttelnd gefragt, was zur Hölle sein Weib da wieder für nen Stuss redet. Nicht so mein Mann, denn nach 8 Jahren Beziehung versteht er mich total und meint „Nee, die ohne Wulzt sind okay“.
Helfenderweise hat uns der liebe Mitarbeiter auch gleich noch die passenden Cutterklingen und auch noch die Nasssaugerbeutel gezeigt. Lieber Kerl, der. Auch, wenn der denkt, ich bin total bescheuert und weiß nicht, was ich tue. Gut, damit er hat vielleicht nicht soooo unrecht.

Und die Moral von der Geschicht:
Lasst die Krissy in den Baumarkt nicht.
Denn sie weiß nicht, was sie tut.
Hat dafür aber ganz viel Mut
denn heldenhaft und ganz mutig, klar
Kämpft sie sich von Regal zu Regal.
Trotz des Baumarktschwarzenloch‘
findet sie die Artikel doch.
Und am Ende Krissy kann
dann glücklich machen ihren Mann.

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