Ein paar Tipps, mal nachgedacht

„Wie machst du das?“

Ich habe mal wieder eine supersüße Mail bekommen, wo unter anderem drin stand, dass ich wohl durch meinen Schreibstil relativ selbstbewusst rüberkomme. Oftmals lese ich auch „Du wirkst so selbstsicher und selbstbewusst, das hätte ich auch so gerne. Wie machst du das?“. Und so viel ich auch rede und versuche Tipps zu geben: Die Frage finde ich schwierig zu beantworten…

Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen macht man ja nicht. Man geht ja nicht mal eben in die Küche, googelt nach nem Selbstbewusstsein-Rezept und  backt sich dann HaschSelbstbewusstseinskekse 😉 Selbstbewusstsein hat man einfach. Und wenn man es nicht hat, dann kann man eins: Es lernen. Ich war auch nicht immer so, wie ich jetzt bin. Und das Schwierige ist an Selbstbewusstsein: Es kommt hin und wieder auch mit einer guten Portion Arroganz rüber. So liebe Emails ich auch bekomme, so viele böse bekomme ich auch mit „Echt, du wirkst manchmal schon total arrogant“. Klar, ich könnte jetzt ganz diplomatisch erklären, wie genau ich das und das jetzt gemeint haben könnte. Aber meistens antworte ich einfach drauf: „Tja, wer kann, der kann“ 🙂 Jap, wirkt auch wieder arrogant, weiß ich. Aber jetzt kommt es, und dieser Spruch hat so viel Wahrheit: Was andere von dir halten und über dich denken, hat dich schon mal gar nicht zu interessieren 😉 Nicht immer einfach, aber irgendwo auch notwendig. Zum Selbstbewusstsein gehört natürlich auch die Tatsache, dass man mit sich selbst im Reinen ist. Psychisch als auch physisch. Ich weiß, dass ich geisteskrank oftmals etwas schräg bin. Ich weiß, dass ich nen Knall hab und dass ich viele Dinge auch anders sehe, als die meisten Menschen. Aber das ist vollkommen okay so. Das ist mein Wesen, das zeichnet mich aus. Ich weiß, dass ich nen ganz schrägen Humor habe und über die meisten Sachen so gar nicht lachen kann, mich wiederum über die bescheuertsten Sprüche minutenlang weghauen kann. Natürlich weiß ich, dass ich auch nicht perfekt  bin oder unfehlbar (wobei… für die netten Emailschreiber: Dooooch, bin ich. Und das schreib ich nur für euch, um euch zu ärgern, muuuhahahaha!). Ist mir vollkommen bewusst. Aber ich finde mich toll so wie ich bin. Ich brauch weder absoluter Mainstream sein und nur aus Höflichkeit über Dinge lachen, die ich eigentlich voll scheiße finde. Ich brauch auch nicht auf Biegen und Brechen anders sein, als andere. Ich bin einfach so, wie ich bin. Und wenn die Leute mich anschauen, weil ich mit ner Eulenmütze durch die Gegend laufe – gut, sollen sie. Und wenn sie nicht hinschauen, auch gut, sollen sie 😉 Wenn ich den Leuten mit meiner Art auf den Sack gehe: Auch okay. Denn: Das ist der große Punkt – ich lebe doch nicht, um den Leuten zu gefallen. Ich lebe nicht deren Leben und die Leute werden nie mein Leben leben. Ich lebe mein Leben, ich ganz alleine. Und niemand außer mir muss mit mir klar kommen (von Partnern mal abgesehen. Aber wenn der Partner mich auch nicht so mag, wie ich bin, dann ist es nicht der Richtige. Schöner Bonus, wenn jemand da ist, der einen zu 100% so schätzt – aber wenn nicht, dann nicht. Besser, als sich zu verbiegen!). Und daher: Man muss einfach mit sich selbst im Reinen sein.

Das lässt sich natürlich auch, wie gesagt, auf das Äußere umsetzen. Was bringt es mir, wenn ich wochenlang rumheule, dass ich mit dem und dem Körperteil nicht zufrieden bin? Klar, ich hab Cellulite, wie ca. 98% der Frauen auf dem Planeten auch. Und jetzt? Ich bin dadurch kein schlechtere Mensch oder bin grottenhässlich. Da wären wir wieder beim Punkt der Schönheitsideale (ich könnte jetzt wieder damit anfangen, aber das hatten wir ja schon ein paar Mal ;)). Vollkommen bescheuert. Ich bin nämlich toll so, wie ich bin. Sicher, es ist Potential nach oben da: Die Haare könnten besser sitzen, meine Haut könnte nicht immer wie ein Streuselkuchen aussehen, … aber mein Gott, es gibt wichtigeres 😉

Mein Weg, den ich gehe, ist mit Sicherheit nicht immer der zu 100% richtige. Aber auch wenn ich mal auf die Schnauze falle: Ich weiß, dass ich mich mit meinen Taten und Handlungen in diese Situation hinein manövriert habe. Ob das jetzt positiv oder negativ ist, das sei mal dahingestellt. Aber ich habe diese Entscheidung getroffen und ich muss damit klarkommen. Und daher mache ich eben auch nur Dinge, die mir guttun und die ich für richtig halte. Ich brauche ich nicht 68370 Freunde in meiner Facebook-Liste (mangels Facebook-Account eh schwierig umzusetzen). Ich brauche nicht Dinge tun, dir mir eigentlich widerstreben und ich nur mache ‚weil man es halt so macht‘.

So, mal wieder Geschwall zum Donnerstag 🙂

PS: Ich hab mal wieder eine supergeilehyperduper Seite entdeckt. Gekommen bin ich darauf durch ne Freundin, die gesehen hat, dass ich das Buch „Ich bin da, aber die Haustüre nicht“ auf dem Ebook-Reader hatte. Und da gibt es auch eine Website: smsvongesternnacht.de. Weggeschmissen hab ich mich, ich sag’s euch 🙂

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