mal nachgedacht

Okay, ich muss zugeben, dass ich mir hier sehr schwer tue, überhaupt eine Überschrift zu finden. Mal sehen. Ich lass einfach mal die Punkte, bis mir was besseres einfällt 😉

Wisst ihr, ich bin eigentlich ein umgänglicher Mensch. Ich behaupte nicht, dass ich normal bin (Gott bewahre, ich bin alles andere als normal. Eher so Richtung chaotischer Schwimmreifen, der lustige Geräusche von sich gibt. So in etwa). Es gibt auch nicht viele Dinge, die mich auf die Palme bringen. Wo ich so richtig die absolute Krätze krieg (neben diversen anderen Dingen): Selbstmitleid.
Baaaah, echt, da krieg ich Plack, das sag ich euch. Warum? Weil ich finde, dass sich Situationen und Probleme nicht dadurch lösen lassen, dass man sie beheult. Ganz klar: Es gibt Situationen wo man sich einfach mal auch ausheulen muss. Einfach mal nen Abend scheiße drauf sein, bisschen beschweren, bisschen rumheulen,… gar kein Ding. Es ist ja auch nicht so, dass ich kein Mitleid Personen gegenüber empfinden, die es vielleicht auch schwerer haben oder denen das Schicksal nicht gut mitspielt. Überhaupt nicht. Das hört sich auch etwas herzlos an, aber mal ganz realistisch und objektiv betrachtet: Was bringt es, wenn ich nur rumheule, wie mies das alles ist? Was bringt es, wenn ich mir einrede ‚Warum IMMER ich?‘? Was bringt das? Ändert das die Situation? Wird es besser? Nein, es ändert sich nichts, nada. Das Problem bleibt bestehen und nixnixnix ändert sich. Und Selbstmitleid ist nicht nur etwas, was die Situation nicht ändert, es macht sie sogar wesentlich schlimmer. Warum? Ganz einfach: Man sitzt da, heult rum, wie schlimm alles ist, und dadurch ändert sich die Einstellung: Man denkt negativer. Man zieht sich selbst runter und man sieht gar keinen Ausweg mehr aus der Situation.

Wisst ihr, was ich mit solchen Situationen mache? Genau das: Ich bin mal ein paar Stunden mies drauf und ja, dann heule ich auch mal, so blöd es klingt. Aber dann packe ich es an, krempel die Ärmel hoch und mach mich an die Problemlösung. Es nutzt so überhaupt gar nix, wenn ich sage „Iiiimmer bin ich die Arme. Iiiimmer hab ich Pech. Iiiiimmer scheißt der Teufel auf meinen Haufen. Iiiimmer, immer, immer“. Ja und selbst wenn es so ist, dass man eine Pechsträhne hat: Eine Achterbahn geht selten immer nur bergab 😉 Es gibt mal Loopings, auch mehrere hintereinander, es geht kreuz und quer und alles wird durchgeschüttelt, dann kotzt mal mal, dann geht es bergab – dann aber auch wieder bergauf. Was ich damit sagen will: Ich denke, es gibt nur sehr, sehr wenige Menschen auf der Welt, die wirklich nur und ausschließlich Pech haben. Ich glaube, es ist meist wirklich nur Einstellungssache: Denn klar, wenn man mal eine Pechsträhne hat (und die gibt es durchaus), dann denkt man automatisch negativer, siehe oben. Man lässt die ganzen positiven Ereignisse einfach aus und weiß vieles gar nicht mehr so zu schätzen, wie wenn man einfach positiv denkt. Das kann einfach nur die Sonne sein oder der Besuch einer langjährigen Freundin oder auch einfach nur mal eine Umarmung vom Partner. Das sind doch die Kleinigkeiten, die einen so richtig glücklich machen. Mich machen z.B. viele Momentaufnahmen unglaublich glücklich: Das ist einfach nur mal, wenn ich auf der Couch sitze und mein Mann sich an mich kuschelt. Oder wenn ich mit meiner LBF sitze, quatsche und ihre zwei Minimonster ankommen und nen Lachkrampf kriegen. Oder man Freitags nach dem Feierabend im Sonnenschein nach Hause kommt und dabei das Lieblingslied mitträllert. Das Leben ist einfach toll. Nicht immer perfekt, aber generell ist es doch wirklich schön. Es wird immer Situationen geben, die einen dazu bringen, gleich den Kopf in den Sand zu stecken. Es wird immer Situationen geben, die man meistern muss. Man wird immer mal mit Situationen konfrontiert sein, die einen im ersten Moment total überfordern. Man wird auch immer Situationen haben, die unangenehm sind, Zeiten, die schwierig sind oder man einfach demotiviert ist. Immer werden diese Zeiten kommen.

Deswegen: Selbstmitleid ist immer fehl am Platz. Woher willst du denn die Energie nehmen, auch schwierige Situationen zu meistern, wenn du denkst „Immer ich, immer immer ich hab die A-Karte“. Das funktioniert einfach nicht.
Einfach zu meistern sind viele Situationen nicht. Aber: Die Grundeinstellung muss passen finde ich.

So, mein Wort zum Donnerstag 🙂

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