mal nachgedacht

Ich muss es wieder tun…

Ich weiß, ich weiß. Ich hab schon mal drüber berichtet. Hier um genau zu sein.
Aber ich war heute auf einer Seite eines großen Online-Shops und das hat mich dazu bewogen, dass ich dazu nochmal was schreiben muss. Um genau zu sein, war ich hier: bei den Shops suuuuperangesagtenhypeduperhippen Marken. Die Dauerbrenner. Hier gibt es vor allem 2 ganz große, die wahrscheinlich umsatztechnisch ganz oben mit dabei sind. Und ich war wirklich geschockt, als ich die neuen Herbstkampagnen gesehen habe: Das waren keine Models, das waren wandelnde Skelette. Die Gesichter ganz eingefallen, die Wangenknochen deutlich sichtbar, selbst das tolle Make-Up kann müde und ausgelaugte Augen nicht verstecken… Hallo? Was ist daran schön? Da ist nix schönes dran – das ist teilweise einfach nur krank! Und das meine ich genauso, wie ich es schreibe. Da werden solche Mädels als Schönheitsideale genommen, die oftmals körperlich sehr, sehr krank sind. Was meint ihr, was isst so ein Model am Tag? Und wie oft wird die Nahrung gleich danach auf nicht natürliche Weise wieder ausgeschieden? Und DAS ist gesund? Und DAS nimmt man sich als Vorbild? Ganz im Ernst: Würdet ihr das nicht komisch finden, wenn euch das erzählt wird?

Warum lässt man sich sowas diktieren? Man ist nicht schön, nur weil man 50kg hat bei 1,70m (wie gesagt: Das ist nicht schön!). Man ist auch nicht nur schön, wenn man die Maße 90-60-90 hat. Das ist doch völliger Quatsch.
Ihr wisst ja: Ich trage Kleidergrößen jenseits der 32 (ich kann euch leider keine genaue sagen… irgendwas zwischen 38 und 42 passt immer). Ich habe ein bisschen Hüftspeck hier, ein bisschen Bauchwabbel hier, gute Airbags vorne und hinten 😉 Und was bin ich jetzt? Dick? Dünn? Fettleibig? Wer definiert das? Die Modeindustrie wohl. Und da beißt sich die Katze wieder in den Schwanz: Es herrschen zurzeit absolut hirnrissige Ideale, was die Figur angeht. Schön ist nur, wer schlank ist. Und Klamottentechnisch ist auch nur schön, was keinesfalls über die Größe 36 geht. Echt, ich krieg fette Eiterpusteln von so nem Geschwätz.

Und hier appelliere ich wieder an alle Frauen: Warum lasst ihr euch das diktieren? Warum macht ihr euch so fertig, weil irgendwelche bescheuerten Hirnis so einen krankhaften Mist verzapfen? Und jetzt kommt mir bloß nicht mit „Aber guck mal…daaa meine Hüfte, und daaa meine Arme, und daaaa mein Popo… nur mehr Brust könnte ich haben“. Wer das schreibt, der kriegt wieder Strafarbeiten auf und muss die Bloghausordnung abschreiben (die gibts übrigens, ganz wirklich!). Geht doch mal in die Geschichte. Jetzt nicht bis zur Steinzeit, sondern geht mal ab dem Mittelalter bis hin zu den 50er Jahren: IMMER waren etwas beleibtere Frauen das Schönheitsideal. Dieses krankhafte, extrem dürre gibt es noch nicht wirklich lange. Heißt also: Wenn an euch etwas dran ist, dann ist das WUN-DER-BAR. Und genauso, wie ihr seid, seid ihr super. Ich finde, dass man sich und seinen Körper genauso lieben sollte, wie er ist.

Und nur um das klar zu stellen: Ich verteufele niemanden, der schlank ist, um Gottes Willen. Geschmäcker sind verschieden. Ich mag es ein bisschen „mehr“ überall, andere finden einen durchtrainierten schlanken Körper toll. Aber ich verteufele diejenigen, die den Schlankheitswahn dafür als Auslöser nehmen und sich wochenlang quälen und teilweise jegliches Essen vom Speiseplan streichen, nur um dem tollen Ideal ein Stück näher zu kommen.

So, mal wieder ein Wort zum Donnerstag.

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