mal nachgedacht, Möchtegern-Fashionista

A Tribute to…

Jaja, wer kennt das nicht – diese ganzen „A Tribute to…“-Aktionen. A Tribute to Phil Colins, A Tribute to U2, A Tribute to Abba… Wisst ihr was? Ich hab wen viel besseren, ganz ehrlich!
Bevor ihr weiterlest muss ich euch aber warnen: Dieser Text könnte seltsame Aussagen erhalten, die eventuell auch zu entsprechendem Kopfschütteln, Schreiend gegen die Wand oder einfach nur dem berühmt-berüchtigten-abwertenden „TZ“ führen. Könnte, muss aber nicht.
Ähm, ja, wo war ich…

Heute zollen wir unseren Tribut jemand ganz besonderem. Jemandem, der mich bestimmt 1,5 Wochen durch meine Kindheit begleitet hat und jemand, der mir in dieser Zeit immer treu zur Seite stand. Pünktlich morgens wenn ich rauskam war er immer an der gleichen Stelle und hat auf mich, die tollste und beste Spielkameradin überhaupt gewartet. Ich rede nicht von einem Hund oder einem Goldhamster. Nein. Ich rede von…einer Raupe! Jaaa, genau, einer Raupe. Und ich habe ihr einen tollen Namen gegeben, der vor Kreativität und Einfallsreichtum nur so strotzt, nämlich: Raupi.
Und Raupi war echt sooo süß. Klein, dünn und grün natürlich. Wie eine kleine Grille, nur ohne diese ständigen Furzgeräusche und nicht so apokalyptisch 🙂
Jeden Morgen bin ich raus zu Raupi und hab sie erstmal auf meinen Finger gesetzt und sie krabbeln lassen. Und ich hab mich kaputt gelacht, wie Raupi in der Mitte immer so hochgehen kann. Voll witzig. Dann haben wir gespielt. Ich war immer die Prinzessin, die irgendwo rumgerannt ist und Raupi war die königliche Raupe. Wie, kennt ihr nicht, die königliche Raupe? Tz, ihr Banausen (ja, bitte beachtet das berühmt-berüchtigte „TZ“ ;)). Nach dem Spielen habe ich sie auf ein Blatt gesetzt und ihr lauter kleine Blattfetzen zum Essen gegeben. Ich war überzeugt davon, dass sie sie ja bestimmt essen würde.
So ging das Tag für Tag… bis Raupi eines Tages nicht mehr da war. Ich war wirklich total traurig. Ihr müsst das so sehen, dass ich ein Kind von 4-5 Jahren war und ich doch einen schönen Spielkameraden hatte.

Erst in der Schule begriff ich dann irgendwann, dass Raupen sich zu Schmetterlingen weiterentwickeln und stellte mir Raupi als den schönsten Schmetterling überhaupt vor. Wobei Raupi dann wahrscheinlich Schmetti heißen würde. Oder Lingi. Wobei Lingi so chinesisch klingt und das ist für einen Schmetterling wiederum auch komisch.

Was das ganze jetzt mit „A Tribute to“ zu tun hat fragt ihr euch? Ganz einfach: Ich zolle Raupi heute meinen Tribut, indem ich ein T-Shirt anhabe, was Raupi gerecht wird. Oder wohl eher: Schmetti. Ja, ein Schmetterlingsshirt. Schaut:
2013-10-23 08.40.06

(welchen Sinn das ergibt? Keine Ahnung. Raupi war schon süß und ich finde, Raupi muss erwähnt werden. Vielleicht wollte ich aber auch nur mit meinem Shirt angeben, weil ich es so cool finde. Oder mir ist langweilig. Oder alles zusammen. Verrate ich euch nicht. Gewisse Rätsel der Geschichte müssen immer Rätsel bleiben, ihr wisst ja!):

PS: Ich erwähne keine Gespräche von heute morgen, indem ich steif und fest behauptete, dass auf dem Shirt eine Libelle zu sehen ist, während mein Mann sagte, es sei ein Schmetterling…

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