Krissy on Tour

Norwegen – Part IV

Einmal durchschnaufen: Puuuuuuuuuuuuh…. nochmal Popobacken zusammenkneifen und Luft holen für den vorletzten Part unserer Reise durch das schöne Norwegen.

Lustigerweise war unsere Route, egal wann und wohin (von An- und Abreise mal abgesehen) so gar nicht geplant. Komplett nicht. Und da das LPG-Netz in Norwegen super ausgebaut ist, haben wir unsere Route immer spontan nach den Gastankstellen geplant 😉 So verschlug es uns ins Fjordnorwegen etwas nördlicher. Wieder mal mit einer wunderschönen Landschaft unterwegs
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Wie in Norwegen üblich, mussten wir (mal wieder) eine Fähre nehmen, um von A nach B zu kommen. Und ja, gerade in Fjordnorwegen ist das schon heftig mit den Fähren. Klar, sie nehmen immer weiter ab bedingt durch neue Tunnelbauten oder Brückenbauten. Aber über 200 Fährverbindungen sind trotzdem noch vorhanden. Und jede Überfahrt kostet natürlich Geld, nämlich 92 Kronen (etwas über 10 €). Man kann sich ausrechnen, was wir alleine bei 12 Fährfahrten von einem Fjord zum anderen bezahlt haben. So isses halt: Norwegen ist nicht billig.
Auch hier hieß es wieder: Fähre fahren. Diesmal mit einer, die sogar vorne ihr Maul öffnet 🙂 Sah schon spektakulär aus.
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Dies hier war allerdings keine A nach B-Fähre, sondern eine A nach B nach C-Fähre – sie springt praktisch im Dreieck – muhahahaha (ach jaaa…is ja gut. Ich schmeiß nochmal nen Euro in die schlechte-Witze-Kasse…). Glücklicherweise mussten wir jetzt nur von A nach B, aber auf dem Rückweg mussten wir von B nach A – was einen Umweg über C bedeuten würde. Aber gut, ist halt nun mal so hier. Nen anderen Weg gibt’s da leider nicht.

Unterwegs entdeckten wir natürlich wieder wunderschöne Fleckchen
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Das unglaublich faszinierende an Norwegen ist: Überall und nahezu hinter jeder Ecke verbirgt sich ein schöner See oder eben Teile eines Fjordes. Das ist das Schöne, wenn man mal Norwegen mit dem hügeligen Allgäu oder so vergleicht, da sucht man stundenlang nach nem Bergsee und hier: Tadaaaa. Überall schöne, teilweise sehr zerklüftete Landschaften mit kleinen Inselchen. Und den Seeblick  hat man eigentlich fast überall. Von Tunneln mal abgesehen 😉
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Nur aufpassen muss man immer auf diese Gefährten hier:
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Nach dem Tanken und einem schweineteuren Burger mit Cola ging es dann über eine Gebirgsstraße zurück. Und Gebirgsstraße in Norwegen = sehr sehr enge Gasse
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Die Brücken kennen wir ja schon 😉
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Wir schlängelten uns also so über die Straße und waren erstaunt, welche tollen Panoramen uns mal wieder geboten wurden. Das Bild unten rechts zeigt einen kleinen  Bergsee mit einer Wahnsinns-Farbmischung. Schaut mal am Rand, das geht fast schon ins Grüne. Und die Seen sind soooo klar!
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Wir fuhren also schön rum und genossen sichtlich die Landschaft. Tja, auf einmal war die Straße abgesperrt, vor uns noch 2 Autos. Öhm, was ist jetzt los? Gut, das Schild auf Norwegisch sagte vorher irgendwas mit „2 Timing“, aber so ohne Norwegischkenntnisse sagt einem das nicht viel 😉 Wir standen also doof rum und fragten uns, was das denn jetzt ist. Unseren kleinen Straßenatlas zur Hand genommen und nach einer Alternativroute geschaut – hm, auch nicht das Wahre. Dann kam ein Straßenarbeiter von Auto zu Auto und meinte „closed until 6 o’clock‘. Hm, wir haben es jetzt 17:30 Uhr und müssen noch 2 Fähren bis zum Campingplatz fahren. Die Fähren fahren normal relativ regelmäßig, nur ab einer bestimmten Uhrzeit eben nicht mehr so regelmäßig. Gut, wir müssen zuerst die „von B über C nach A“-Fähre kriegen. Aber halt: Um 18:30 Uhr geht noch eine „von B nach A“-Fähre. Und wenn wir die kriegen, dann kriegen wir wiederum die andere Fähre um 19:30 Uhr und haben somit beste Chancen, dass wir um 22:00 Uhr nicht vor verschlossenen Campingplatztüren stehen. Ich glaube, ich hab mich da etwas zu sehr reingesteigert, denn mein Mann hatte natürlich recht mit „Na und? Dann lassen wir schlimmstenfalls unser Auto vor den Toren stehen und schlafen trotzdem im Zelt, wenn wir nach 22 Uhr eintreffen“. Hm, hat er ja recht irgendwiesorumgemurmelmjamjajaja. Aber trotzdem: Vor 22 Uhr sollten wir da sein, so mein Plan im Kopf. Krank, ich weiß – aber ihr kennt mich ja 😉 Okay, Plan B, wenn wir die „B nach A“-Fähre nicht kriegen: 30 Minuten warten bis 19:00 Uhr, dann die „von B über C nach A“-Fähre und somit 45 Minuten statt 15 Minuten (bei der „B nach A-Fähre“), somit dann die Fähre um 21:00 Uhr nehmen und gaaaanz knapp um 22 Uhr im Campingplatz eintrudeln. Gut, jetzt gilt’s: wir haben 1 Stunde für 60km. Problem: Gebirgsstraße und viele Geschwindigkeitsbegrenzungen in Norwegen. Erwähnte ich bereits, dass Norwegen echt drastische Strafen für Verkehrssünder parat hält? Bis hin zu Gefängnis? Nur um mal eine Vorstellung zu bekommen: bereits 5 km/h zu viel bedeuten ca. 250 €. Behaltet das mal im Gedächtnis, denn:
Die letzten 10 km sind wir, mit Verlaub, geheizt wie die Bekloppten und gefahren wie die gesengten Säue. Teilweise 120 – 130 km/h in einer 70er-Zone. Wären wir da erwischt worden…puh! Sofortabfahrt ins Gefängnis wahrscheinlich und lebenslanges Fahrverbot in Norwegen.

Wir kamen dem Hafen immer näher… die Uhr zeigte 18:24 Uhr… ich seeeeeh sie, die Fähre:
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kommschonkommschon…das muss klappen. Loslos, Gasgas! Wir fahren bergab und sind um 18:31 Uhr am Fährhafen. Kommschooooooon…..
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NAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAIN!!!!!!!!! Mistmistmist!!!! So was…aaaaaargh!!!!!
Na gut, hilft ja alles nix: Warten und dann die von „B über C nach A“-Fähre (könnt ihr mir noch folgen?!) nehmen. Also, 30 Minuten gewartet und ab auf die Fähre. Ach, das war echt blöd. 45 Minuten Fahrt für eigentliche 15 Minuten….Mist, blöder.
Aber immerhin wurden wir sehr schön entschädigt: Die Berge der Fjorde haben durch den aufziehenden Nebel und Dunst etwas ganz besonderes…etwas mystisches. Und so sehen wir eine ganz andere Seite. Und ja, irgendwie kann man verstehen, dass die Berge im Nebel etwas von Trollen haben, oder? 😉
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Gut, wir kommen auch 10 Minuten in A an und haben somit etwas Puffer zur nächsten Fähre. Wir erwischen alles problemlos und kommen sogar um 21:50 Uhr auf dem Campingplatz an. Und Zeit für ein Süppchen ist jetzt auch noch 😉

So, und das letzte Teil folgt noch – dann hammers geschafft und ihr könnt jedem alles von Norwegen berichten. Hat doch auch was, oder? 😉

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