♥just love♥, Erfahrungen

Die schönsten Hochzeitsmomente

Das ist eine sehr interessante Frage, was so die schönsten Hochzeitsmomente sind. Der Tag ist ja allgemein so besonders, sehr emotional und wahrscheinlich einer der schönsten Tage, die man haben kann (ich bin übrigens dagegen zu sagen, dass es der schönste Tag im Leben ist. Ich glaub, da gibt es noch Potential… der Gedanke ist doch super ätzend, wenn man den schönsten Tag seines Lebens mit Mitte 20 hat und danach nur noch Grütze kommt ;)).
Klar, der ganze Tag ist sehr besonders und es gibt so viele Momente, die besonders sind. Und alle zusammen genommen machen wahrscheinlich den Tag rundum perfekt. Dennoch gab es so ein paar Momente, die mir heute noch die Tränen in die Augen treiben, weil sie so wundervoll waren. Und alleine wegen diesen Momenten, auch, wenn man sie einzeln nimmt, war es die ganze Mühe wert.

1. Das erste Aufeinandertreffen
Das war bei uns ja etwas unkonventioneller 😉 Wir haben uns mit unserem Fotografen erst beim Paarshooting getroffen. Dementsprechend ist der erste Moment, an dem wir uns sehen, nicht fotografisch eingefanen. Und wisst ihr was? Total egal 🙂
Ich hab mich ja mit meiner Mama bei uns daheim zurecht gemacht. Frisur und Make-Up waren schon fertig, nur das Brautkleid hat noch gefehlt. Als ich angezogen war, bin ich mal schnell in den Flur zum Spiegel gehuscht – da sah ich (da Kellerwohnung), dass mein Schatz gerade die Treppe runterwetzt. Er war natürlich noch nicht fertig, da er noch diverse Kleinigkeiten erledigt hat. Ich schnapp mir also mein Kleid und husche zurück ins Wohnzimmer und kreische beim Rennen „STOPPSTOPPSTOPPWARTEWARTE!“. Mein Schatz meinte dann im Flur kurz vorm Wohnzimmer „Schatz? Ich komm dann rein, ja?“. Er kam rein – und jetzt kommt der Moment ins Spiel: Dieser Blick! Den werde ich nie vergessen. Er war so gerührt und ich hab ihm sichtlich gefallen. Sogar ein paar kleine Tränchen waren in den Augen und ich musste auch echt ganz schön schlucken (Warum kommen mir beim Schreiben die Tränen? Blöde emotionale Funzel, ich!). Er hat mich so fest gedrückt und ich wollte ihn gar nicht mehr loslassen, so glücklich war ich in diesem Moment. Als er dann auch später in seiner Hochzeitsmontour kam, war ich ebenso geflasht. Gut, wir kannten ja unsere Outfits bereits – aber er sah so verdammt gut aus und konnte gar nicht glauben, dass das mein Mann ist und ich die Glückliche bin, die ihn behalten darf 🙂

2. Klischeehaft – aber unser Eheversprechen
Wir hatten ja kein Ja-Wort im herkömmlichen Sinne, sondern ein ganz tolles Eheversprechen, welches unser Pastor für uns ausgesucht hatte. Witzigerweise haben wir das noch bis kurz vor der Kirche geübt, weil es noch nicht so 100%ig saß. Als mein Mann dann diese Worte an mich gerichtet hat, war ich so hingerissen. Und ich musste auch erstmal schlucken, als ich dann an der Reihe war. Dieses Versprechen war wirklich so perfekt für uns.
Ich nehme dich als meinen Ehemann / meine Ehefrau aus Gottes Hand. Ich will dich lieben und achten, will dir vertrauen und treu sein. Ich will dir helfen und für dich sorgen, will dir vergeben, so wie Gott uns vergibt. Ich will zusammen mit dir Gott und den Menschen dienen, solange wir leben. Dazu helfe mir Gott.

3. Ein Fotomoment ganz für uns
Erinnert ihr euch an dieses Bild hier? Unser Fotograf fragte uns bei der Feier, ob wir mal kurz 10 Minuten Zeit hätten, um mit ihm rauszugehen und ein Foto zu machen. Eigentlich nix besonderes (wobei das Bild natürlich Bombe ist…is ja klar ;)). Wir standen uns also so gegenüber und schauten uns einfach nur an. Überglücklich. Und in dem Moment dachte ich mir: „WOW! Wir sind auf unserer Hochzeit. Wir sind tatsächlich verheiratet. WOW!“. Das war wirklich richtig, richtig schön.

4. Bräutigampapa und Brautpapa
Wir waren gerade beim Tanzen. Mein Schwiegerpapa stand mir gegenüber und sagte mir ganz aufrichtig „Du bist meine Tochter“. Paam, aus dem Nichts. Und das hat gesessen, im positiven Sinne. Ich war vollkommen geflashed von diesen 4 Worten, die aus dem Mund meines Schwiegerpapas kamen. Und natürlich wurde dieser entsprechend mit Tränen gekrönt 🙂
Dann war da noch der Freund meiner Mama, also nicht mein leibicher Vater. Wir haben zusammen getanzt und man muss vielleicht im Vorfeld dazusagen, dass ich immer von meinen Eltern spreche, wenn ich von beiden rede. War schon immer so und wird auch so bleiben. Also, er und ich tanzten ein bisschen und er meinte (wohlgemerkt ca. 10 Minuten nach dem Satz von meinem Schwiegerpapa): „Du warst immer mein Kind und du wirst immer mein Kind bleiben…das weißt du, gell?“. Es ist nicht so, dass er sowas früher nie zu mir gesagt hat oder er mich verstoßen hat, um Gottes Willen 😉 Aber das von ihm zu hören, an meiner Hochzeit…WOW!

5. Mama und Hymn
Kennt ihr das Lied „Hymn„? Unsere Band hat das Lied relativ zum Schluss gespielt. Mal davon abgesehen, dass unsere Band das 50x geiler als das Original gespielt hat… Aber das war für mich so ein Moment, wo alle möglichen Emotionen hochkamen. Ich habe erst mit dem Freund meiner Mum getanzt und bin dann meiner Mum um den Hals gefallen und war einfach glücklich. Ich war verheiratet, ich habe den liebsten Menschen der Welt geheiratet, hänge gerade meiner liebsten Mama um den Hals und war so glücklich über den Tag: Alle Gäste haben sich so viel Mühe gemacht, alles hat geklappt – ich war einfach nur glücklich ♥♥

5 klitzekleine Momente, eigentlich objektiv betrachtet normale Szenen einer Hochzeit – und doch waren diese Momente so besonders für mich. Wie gesagt: Alles spielt ineinander ein und so viele Momente, so viel Mühe der Gäste, so viel Organisation der Gäste, so viele Überraschungen…all das macht den Tag perfekt. Und da ist es so egal, wie viele Pannen passieren, wie viele Gäste im Nachhinein rumnöhlen, weil das ja so doof war, das Wetter ist egal, dass die Frisur nicht optimal sitzt ist egal… alles egal! Das Wichtigste ist, dass man solche Emotionen mitnimmt und diese niemals vergisst. Denn gerade das sind die Momente, die eine Hochzeit perfekt machen.

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