mal nachgedacht

Die Sache mit dem Selbstbewusstsein

So, mal kurz als Nachtrag, weil der Post irgendwie mega negativ angekommen ist: So war das echt gar nicht gemeint 😉 Eher im Gegenteil: Ich find mich super so, wie ich bin (was jetzt nicht arrogant klingen soll.. ach, ihr versteht das schon richtig). Das war kein Fishing-for-Compliments, sondern tatsächlich ein Wunsch, dass noch mehr so denken: Nämlich, dass sie hübsch sind, genauso wie sie sind. Auch mit ein paar Kilos mehr, auch mit weniger Make-Up, auch mit nicht zu 100% gestylten Haaren. Das war niemals meine Absicht, dass es so rüberkommt, wie es rübergekommen ist. Dat passt schon mit mir und meinem Aussehen. Und wem’s nicht passt: Einfach feste Augen zupetzen. Aber aufpassen: Wenn man zu fest petzt kommt manchmal ein Pups raus… egal, lassen wir das 🙂
Das mal nur so als Nachtrag…

Hier der Anfang vom Ursprungspost:
Ich hab mal wieder nachgedacht (soll ja auch alle Schaltjahre mal vorkommen) 😉 Und ich finde es eigentlich total traurig, dass vor allem Frau nach Schönheitsidealen bewertet wird. Gut, das wisst ihr ja bereits, hab mich ja schon mal hier darber ausgelassen. Aber ich finde, das Thema kann man immer weiterspinnen:

1. Die Mode
Wie gesagt – ich hab mich hier ja schon lang und breit hier ausgekotzt…darüber ausgelassen. Aber ich finde, das kann man sogar noch weiterspinnen. Ich bin jetzt wirklich nicht die Schlankste und hab alles andere als einen „perfekten Körper“. Aber hier fängt es ja schon an: Wer diktiert mir denn, was ein perfekter Körper ist? Gut, ich bin jenseits der 50-kg-Marke (oh, und wie!). Aber dafür hab ich auch überall was. Ich bin gut gepolstert, vorne wie hinten, (was übrigens durchaus Vorteile haben kann, wenn man mal hinfällt…wobei ich selten vornüberkippe, zugegebenermaßen) und da würde es alleine deswegen sowas von bescheuert aussehen, wenn ich sonst gertenschlank wäre. Ich hab also auch ein bisserl Bauch- und Hüftspeck, ich hab Waden, für die die Männekens aus dem Fitnessstudio töten würden (und das als Frau!!) und ich bin nicht gerade das Musterbild auf der ‚Sports Illustrated‘. Will ich aber auch gar nicht. Ich hatte auch mal ganz andere Zeiten (Abschlussballkleid war ne Größe 32) und ganz ehrlich? Da will ich nicht mehr hin. So laufe ich auch selbstbewusst mit ner kurzen Short rum und mir isses wurschtegal, ob das andere jetzt als schön interpretieren oder nicht. Gut, meine Interpretation wäre wiederum, dass gerade eine Short nicht zu eng sein sollte, weil eben sonst die Haut so gespannt wird, was wiederum Dellen, Cellulite etc. zeigt. Aber das ist mein Geschmack. Generell sollte jede genauso rumlaufen, wie sie sich am Wohlsten fühlt.

2. Die Frisur
Auch wieder sowas blödes: Warum muss ich mir die Haare glätten, weil es gerade modern ist? Warum muss ich mit verschiedenen Tönungen und Farbe meine Haare kaputt machen, nur weil es der aktuelle Trend ist? Ich habe schon seit Jahren dieselbe Haarfarbe. Nicht mal zur Hochzeit habe ich sie mir tönen lassen. Und mal so unter uns: Ich wurde sogar mal gefragt, welche Haarfarbe ich trage, weil sie so gut aussieht 😉
Das Problem ist, was viele nicht erkennen (in jeglichen Bereichen): Weniger ist mehr. Je mehr man auf die Haare klatscht, desto mehr muss man draufklatschen. ‚Hööööh? Wat willst du‘ – ja, ganz logisch: Einmal ne Spülung genommen, ist das Haar zwar schön geschmeidig, aber wehe, ihr lasst sie einmal weg. Das liegt nicht daran, dass eure Haare so kaputt sind und sie die Spülung brauchen, sondern daran, dass diese Produkte der größte Mist für die Haare sind.
Ich wasche meine Haare z.B. nur mit einem Shampoo auf reinster Naturbasis. Schaumfestiger, Glätteisen etc. benutze ich schon mal überhaupt nicht. Ich habe ja leicht lockiges Haar und ich lass die Locke einfach machen 😉 Nach dem Waschen knete ich einmal kräftig durch, wickele sie zum Trocknen in ein Baumwolltuch und mache am nächsten Morgen das Tuch auf – et voilá 😉

3. Das Make-Up
Und das find ich den Punkt, der richtig schade sein kann: Ich finde persönlich, dass jede Frau etwas schönes hat. Und ja, ich finde auch, dass man die Vorzüge betonen kann. Aber da laufen teilweise bildhübsche Mädels rum. Von weitem her wirklich TOP. Dann kommen sie näher…und näher…und man sieht, was für eine riesen Schicht Make-Up drauf ist. Und das wirkt einfach künstlich, unnahbar und teilweise auch arrogant. Und das finde ich so schade.
Auch beim Make-Up denke ich: Weniger ist mehr. Ich trage auch im Alltag kein Make-Up. Gut, ich habe Kajal und Wimperntusche drauf – aber dat wars! Selbst an der Hochzeit hatte ich nur eine leichte Tönungscreme drauf (gut, Pickel sind einfach kacke an der Hochzeit :)).

Was ich damit sagen will: Ich wünschte mir, es gäbe viel mehr Selbstbewusstsein bei den Mädels. Klar, viele sagen zwar, dass sie selbstbewusst sind. Aber das sind dann diejenigen, die Klamotten wegschmeißen, weil sie ja SOWAS von letzte Saison sind. Oder die alle 2 Monate den Ansatz nachfärben lassen. Oder, oder oder. Und ich finde, man sollte viel mehr wieder Back to Nature. Damit meine ich jetzt nicht, dass man neandertalermäßig oder ne Ökotante werden soll, das bin ich ja selbst nicht 🙂 Aber einfach so ein bisschen mehr Natürlichkeit…fände ich schön 🙂

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4 thoughts on “Die Sache mit dem Selbstbewusstsein”

  1. Du beschreibst dich irgendwie so negativ, das gefällt mir garnicht.
    Die Mädels die dich nicht kennen, vermuten jetzt bestimmt das du mega fett bist oder ähnliches.
    Das stimmt doch nicht 😥
    Du bist eine so tolle und hübsche Frau und das sage ich nicht nur weil ich deine beste Freundin bin, das sage ich weil es der Tatsache entspricht.
    Natürlich bist du nicht die schlankeste, aber meiner Meinung nach ist es auch nicht zuviel. Du gehörst in die Kategorie „Normal“ *lach*
    Wie ich auch 😉
    Nicht zu viel und nicht zu wenig 😉
    Ich könnte mir deinen Mann mit einem Hungerhacken an seiner Seite garnicht vorstellen… oh gott… wie das aussehen würde *laaaaach*
    Du bist perfekt, genauso wie du bist 😉
    Und deine Natürlichkeit macht dich noch schöner 😉

    Und wage dich ja nicht diesen Kommentar NICHT zu veröffentlichen *g*

    *bussi*

    1. Ich beschreib mich doch nicht negativ. Nur realistisch 🙂
      Ach komm, es ist nun mal Tatsache, dass ich keine Größe 34 hab. Oder bestreitest du das etwa? Bedenke bei der Antwort: Ein Bestreiten wäre eine Lüüüüüge. Und ich les dir nicht die Geschichte vom Hirtenjungen vor 🙂
      Also, ich halte mich für total normal. Bissle mehr drauf, aber dat passt schon. Keine Angst – ich kann ja nicht von Selbstbewusstsein schreiben, wenn ich mich selbst total doof find 🙂

      Und übrigens: Daaanke für den Kommentar, liebe LBF. Und nieeemals nicht würd ich dran denken, den nicht zu veröffentlichen. Am Ende spuckst du mir noch in meinen nächsten Eiskaffee und das will ich ja mal so gar nicht riskieren 😉

  2. Liebe Krissy, du bist so eine hübsche! Ich hab deine Fotos gesehen, und egal ob geschminkt oder nicht, du gefällst mir. 🙂 Deine Harre finde ich auch wunderschön. 🙂 Dieses Gequatsche von Modelmaßen kenne ich auch und es geht mir soooo auf den Zeiger. Es gibt ja elfenähnliche Frauen, die gertenschlank sind und die dann auch in der 34 gut aussehen. Aber leider, leider sehen viele wie eine Vogelscheuche am Hungertuch aus, und DAS finde ich absolut nicht schön. Bleib bitte so wie du bist. Viele lieben Grüße. Susi

    1. Dankeschön, Schätzeken 😉
      Aber wie gesagt: Das war kein Fishing for Compliments, sondern wirklich nur so ein Gedankengeschreibsel. Ich find mich okay so, wie ich bin. Klar, Potential ist immer nach oben, sofern man nicht Jessica Alba ist. Aber wie gesagt: Passt schon 🙂

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