Krissy on Tour

Viva la Mehikooooo -Teil 1-

Wisst ihr was? Ich find’s echt total geil, was für „Wellen“ mein Blog schlägt. Das ist jetzt voll arrogant, aber ich find’s echt geil! Ich freu mich total über jeden einzelnen Klick, jeden Kommentar und jede Mail (die ich wirklich versuche immer rechtzeitig zu beantworten!). Und ich freu mich auch besonders, wenn ich wünsche bekomme mit Themen, über die ich bloggen könnte 😉

Heute geht’s nämlich um unser letztes großes Reiseziel, das da heißt: Mehikoooo 🙂
Wir haben unsere Flitterwochen auf Yucatán verbracht und sind ab Cancun zu einer einwöchigen Rundreise im Mietwagen gestartet, um anschließend wiederum 1 Woche am Strand rumzuaalen 😉

Nach einem 10-stündigen Flug via Condor sind wir nun in Cancun gelandet, woraufhin wir erstmal unseren Mietwagen abholen durften (von wegen die Reiseleitung empfängt uns am Flughafen….tzzzz!). Nachdem wir hofften, dass wir mit dem Mietvertrag des Autos auf Spanisch weder unsere Seele verkauften, noch unsere Erstgeborenes abgeben mussten oder unsere Bausparverträge an die mexikanische Regierung überschrieben, ging es nun mit unserem süßen Chevrolet Aveo in Richtung Cancun. Womit wir bei Tipp Nummer 1 sind: Wenn ihr eine Mietwagenreise in Mexiko unternehmt, dann ist das so eine Sache. Zum ersten sind zwar die meisten Straßen gut ausgebaut, aber es kann durchaus auch ein bisschen holpriger werden über so nen Schotterweg. Heißt also: Fred-Feuerstein-Yappadappaduuu-Auto wäre unpassend. Genauso unpassend ist es auch, wenn ihr euch hier einen fetten Hummer gönnt. Mit unserem Auto sind wir (mal abgesehen vom Touriaussehen) nicht wirklich aufgefallen und waren somit schon mal aus dem Beuteschema von potentiellen „Autoaufbrechern“. Zum Thema Sicherheit schreibe ich dann nochmal nen extra Absatz, keine Angst 😉 Hier auf jeden Fall unser kleiner Chevy, der uns treu begleitet hatte:
Auto

Auch die mexikanische Fahrweise ist eine Sache für sich. Ich habe mal in einem Reiseführer gelesen, dass das Linksblinken hier so ne Sache ist. Es könnte sein, dass der Fahrer links abbiegen möchte, überholen möchte oder er hat einfach vergessen den Blinker abzustellen. Joa, dann mach mal Ene Mene Mu 🙂 Die Fahrweise dort gleicht eher einem Ameisenhaufen, nur ohne die Stuktur, die in nem Ameisenhaufen besteht. Ihr versteht was ich meine 😉 Und ich war sooo froh, dass ausschließlich mein Mann dort gefahren ist 🙂

Von Cancun aus haben wir unsere Rundreise gestartet und es sollte direkt einmal in den Westen Yucatáns gehen – nämlich in die Stadt Mérida. Auf dem Weg dorthin haben wir spontan nochmal angehalten bei unserer ersten Mayastätte „Ek Balam“. Und das war wirklich beeindruckend: Mitten im Dschungel eine wundervolle Stätte, wo man sogar auf die Pyramide hochgehen konnte. Und gehen ist das richtige Wort: Schmale Stufen führen bis ganz oben hin, wobei man schon sehr kleine Füße haben sollte (vorzugsweise die eines Zwerges oder Gnomes), um überhaupt gerade hochzugehen 🙂 Somit hat die Krissy gleich ihr erstes Erfolgserlebnis gehabt: Pyramide trotz Höhenangst überwunden, harrhaaaaarr!
1 Tag 2 Ek Balam (22)

Anschließend ging es weiter nach Mérida, wo wir in ein Stadthotel eincheckten im alten Kolonialstil. Schön anzusehen, aber gänzlich unpraktisch, was die Zimmerlautstärke angeht. Ich bin ja froh, dass wir keine rammelbesessenen Zimmernachbarn hatten, das wäre sehr prekär geworden…uaaah!
1 Tag 3 Merida (10)

Am nächsten Tag ging es an die Westküste in ein kleines Fischerdörfchen namens Celestun. Ist natürlich berühmt für…was? Genau, Fisch 😉 Den haben wir gleich am Strand probiert (jaaa, wirklich lecker!). Anschließend wollten wir eine Bootstour machen, um Flamingos anzuschauen. Zu zweit saßen wir also in einem kleinen Böötchen und wir fuhren aufs Wasser hinaus, vorbei an wundervollen Mangrovenwäldern. Unglaublich schön! Auf dem Weg sahen wir vieles anderes Vogelgefiech (Kraniche, Pelikan,…) uns sogar einen kleinen Babyalligator. Schließlich sahen wir rosafarbene Viecher rumstehen. Ich find die Dinger ja irgendwie so ein bisschen tuckig. Ich mein, Hallo? Rosafarbene Vögel stehen mit einem Bein im Wasser und picken mit ihren geschwungenen Schnäbeln Wasser auf. Gut, mir fehlen da wieder die Romantikschnulzgene glaub ich 😉 Richtig beeindruckend war dann, als das Boot mitten in die Mangroven einbog und wir durch eine atemberaubende Mangrovenlandschaft fuhren – mittendurch! Das war einer der Momente, die man nie vergisst und die einen sprachlos machen. So einen Moment hatte ich eigentlich nur, als ich auf Island ein Nordlicht gesehen habe. Besser als „WHOAAAH“ kann man’s nicht beschreiben (wenn auch nicht auf geistreichem Niveau 😉 ).
2 Tag 2 Bootsfahrt (73)

Anschließend ging es wieder für eine Nacht nach Mérida in unser Vielschlafhotel.

Weiter ging es am nächsten nach Campeche, einer Stadt an der Westküste und weiter südlich. Auf dem Weg dorthin sind wir noch spontan an einer weiteren Mayastätte –„Edzna“ – vorbeigefahren. Hat sich auch wirklich gelohnt. Das sah echt toll aus. Gut, die Mittagssonne war schon ziemlich krass (so gut wie kein Schatten…also ich meine jetzt den eigenen Schatten am Boden), aber da muss man halt einfach durch.
3 Tag 2 Edzna (35)

Anschließend fuhren wir nach Campeche. Die Stadt ist eigentlich bekannt für die tolle Architektur, den schönen Gassen,… und wir Kulturbanausen haben mal wieder nix gemacht 🙂 Wir sind die Strandpromenade am übel stinkenden Meer entlang gelaufen, was irgendwie einen Hauch von den typischen Strandpromenaden der amerikanischen Großstädte hatte (ich war zwar noch nie in einer, aber egal. Mal ne Runde kluggekackt, ne? 😉 ).
3 Tag 3 Campeche (42)

Und hier war der Beweis: Man kann sich auch mit Händen und Füßen in einem mexikanischen KFC verständigen 🙂

Am nächsten Tag sollten wir etwas wirklich Großes sehen: Die Mayastätte von Uxmal, die höchste Pyramide.
4 Tag 1 Uxmal (8)
Vormittags waren wir also bereits in Uxmal und haben die beeindruckende Stätte besichtigt. Gut, das Wetter war natürlich (wie so die ganze Zeit) ziemlich heiß und mein Kreislauf fand das um die Mittagszeit nicht mehr ganz so lustig.
Übrigens: Wenn ihr mal dort seid werdet ihr sehr viele von diesen Gefährten sehen – in allen Größen und Variationen 😉
4 Tag 1 Uxmal (111)

Und die Mückenstiche taten noch ihr übriges. Ich hatte SOLCHE (also, stellt euch mal vor, wie ich das mit meinen Fingern zeige: ). Danach hatten wir erstmal Kohldampf. Mitten in der Papa wurden wir fündig: Ein super leckeres Restaurant (also, nicht das Restaurant, sondern das Futter da!). Und wir waren bereits, ohne es auf der Karte irgendwie zu peilen, in Loltún, wo die berühmten Höhlen liegen. Und tatsächlich: Die Höhlen sind sehr beeindruckend und die vielen Farbspots und Leuchten setzen sie auch für die Touris perfekt in Szene.
4 Tag 2 Loltun Höhle (11) 4 Tag 2 Loltun Höhle (59)

Und unterwegs durch die mexikanische Dschungelpampa landen wir direkt bei Tipp Nummer 3: Hütet euch vor den Schildern. Jaaa, richtig gelesen – Schilder! Es fängt harmlos an:
4 Tag 3 (19)

Es wird etwas gruseliger und man denkt sich schon ‚Waaaah… Jaguar‘… Was kommt als nächstes?
4 Tag 3 (25)

Ich sag’s euch: DAS Grauen schlechthin. Ich will’s gar nicht aufschreiben. Seht selbst.
4 TAG 3 (29)
Muuuuuuuuuuuuhahahahahahaaaaaaaaa!

Abends gingen wir dann (ohne Schilder) in die berühmte Lichtshow von Uxmal, die im Eintrittspreis enthalten war. Und hier wären wir bei Tipp Nummer 3: Fragt nach Übersetzungsgeräten an der Kasse. Die Show erzählt nämlich die Geschichte der Maya auf eine bestimmt anregende Weise. Blöd nur, wenn die auf Spanisch ist und man nur Spanisch versteht (höhö…okay, ist ja gut *nen Euro in die schlechte Witze Kasse schmeiß*). Nach 10 Minuten nur Licht und Spanisch ist das ganze irgendwie relativ zauberlos, wenn man nichts versteht und man neigt dazu (als Kulturbaunausengeninhaber sowieso!), sich irgendwie nur lustige Sachen herauszuziehen und über die blöd zu kichern. Als da wäre „Uckschmaaal, Uckschmaaaal“ (keine Ahnung warum der das so doof sagt!) oder auch ein ehrwürdiges „Söööööööööhr“, was irgendwie nach ner Sekte klingt). Ich sag ja: Übersetzungsgeräte machen echt Sinn, um irgendwas zu verstehen 🙂
4 Tag 5 Uxmal Lightshow (5)

Am Tag darauf ging es zu unserem Geheimtipp: Die Mayastätte Mayapan in der Nähe von Uxmal. Geheimtipp deswegen: Es ist NICHTS los dort. Denn im Gegensatz zu den berühmten Stätten wie Uxmal, Chichen Itza oder Tulum (dazu komm ich noch!), die extrem touristisch überlaufen sind, hat man hier vor allem eins: Absolute Ruhe. Und damit auch Ehrfurcht, weil man mal alles auf sich wirken lassen kann. Hier sind wir sogar gaaaaaaaaaaanz hoch auf ne Mayapyramide gekraxelt. Und die war deutlich höher und steiler als die erste in Ek Balam. Beweisfotos hier:
5 Tag 2 Mayapan (29) 5 Tag 2 Mayapan (34)

Auf unserem Weg nach Chichen Itza sind wir nun komplett von der vorgegebenen Route abgewichen und mitten durch die mexikanische Pampa und kleine Dörfer gefahren. Und wisst ihr was? Die Entscheidung war der absolute Hammer! Hier sieht man das wahre Yucatan, ganz außerhalb und abseits der vielen Tourirouten. Und das kann ich absolut jedem empfehlen.
Wir würden Mittags in Chichen Itza ankommen und wir ahnten nichts Gutes. So wollten wir erst früh am nächsten Morgen die berühmte Pyramide besichtigen (was sich im Nachhinein als etwas sehr Gutes herausstellen sollte). So beschlossen wir spontan in eine Cenote zu gehen. Und mal ganz unter uns: So toll die Dinger auch sind, so eklig sind sie auch! Alles ist matschig und bei einer Höhle kann man sich denken, was das alles so ist, auf dem man da rumläuft: Irgendwelche menschlichen Hautabsonderungen von den Füßen, Dreck und Fledermauskacke (jaaa, da gibt’s auch Fledermäuse!). Wobei es wirklich schön dort ist, muss man schon sagen. Und das Wasser ist seeeeeeeeehr erfrischend 😉
5 Tag 4 Cenote (7)

So, mehr gibt’s dann im zweiten Teil (der hoffentlich nicht mehr so lang wird. Du meine Güte!!! Ich kann aber auch nicht die Klappe halten :-)).

Advertisements

2 thoughts on “Viva la Mehikooooo -Teil 1-”

  1. Das Truthahn-Schild ist genial! War anscheinend sehr traumhaft. *hach* Am in Tirol auch ein lustiges gefunden, da war ein Warnschild vor freilaufenden Kühen. 😀 Die sind da echt überall rumgelaufen, standen in den Schlängelstraßen direkt am Fahrbahnrand und haben sich nicht stören lassen. Das beste Erlebnis war, dass die Kühe (von meinem Süßen liebevoll „Kletterkühe“ genannt) auf so einem Recycling- bzw. Bauhof mal gucken gegangen sind. Sah aus, also ob die gleich klingeln und auf einen Klee vorbeikommen würden.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s