Optik ist wichtig

Das Gästeoutfit

Also, ich verstehe ja so ein paar Brautansichten schon: Man heiratet nur einmal und genau an dem Tag will man einfach unwiderstehlich aussehen. Es muss alles passen: Das Outfit, das Make-Up, die Frisur,… ALLES! Und dann kommt so ein blöder weiblicher Gast daher und kommt im Kleid mit Schleppe. Oder im weißen Kleid, noch schlimmer. Buhuuuuu. Ähm, tschuldigung. Wo war ich? Genau, beim Ernst der Lage und der damit verbundenen Todsünde, als Gast ein weißes Kleid anzuziehen oder ein aufwändiges mit Schleppe.

Gut, dazu muss ich natürlich erstmal meinen Standpunkt festlegen: Bei mir war sogar meine Stiefcousine in einem weißen kurzen Kleid und…tja…es war mir sowas von wurscht 😉 Zum ersten muss man natürlich auch sagen, dass ich ein sehr aufwändiges Kleid hatte und da gehört schon seeehr viel dazu, dass man dem Kleid hätte die Show stehlen können. Zum zweiten, und so viel Eitelkeit darf sein: Ich sah im Gesamten echt verdammt gut aus 🙂 Ich war so glücklich an dem Tag und auf nahezu jedem Bild strahle ich, als hätte ich alle Drogen konsumiert, dabei noch ordentlich Kleber geschnüffelt und noch ne extra Portion Glücksstrahlen abbekommen. Und alleine diese Ausstrahlung hat mich schon echt ziemlich gut aussehen lassen (…bevor jetzt kommt ‚Buuuuh Krissy, wie arrogaaaaannt!‘ – Yap, darf ich sein. Ich hab nämlich wirklich gut ausgesehen 🙂 ).

Jetzt ist die Sache als Gast so: Man will schließlich auch schick aussehen. Nur wenn man sich an alle möglichen Kniggeausschnitte halten müsste, dann dürfte man nur in Alditüten oder Jutesäcken erscheinen. Aber bitte mit Strasssteinen, weil es muss ja toll aussehen.
Weiß: Geht nicht, Farbe der Braut
Rot: Farbe der Brautmutter
Schwarz: Zieht man auf Beerdigungen an (wobei ICH ja selten in schwarzen Abend- und Cocktailkleidern auf Beerdigungen gehe, aber das sei mal dahingestellt)
Und teilweise gehen manche Bräute so weit, dass nicht mal weiße Blusen oder Sommerkleider mit weiß gehen. Und ich finde echt, dass es da schon aufhört. Gut, blöd isses natürlich, wenn man als Braut ein sehr schlichtes Kleid hat, am Besten noch etwas kürzer, ohne Reifrock und sonstige Stickereien und dann kommt ein Gast daher, der im opulenten Kleid auftaucht. Ist doof, verstehe ich. Der weibliche Gast sollte natürlich schon soweit denken, dass ein Reifrock auf ner Hochzeit etwas deplatziet sein könnte. Genauso auch wie weite Schleppen, Diadem oder ähnliches. Soll’s ja auch geben, dass es da auch Exemplare gibt, die meinen, dass sie jetzt der absolute Mittelpunkt sein könnten.

Also, liebe Bräute, was tun? Alles vorgeben? Langes Kleid, kurzes Kleid, alle ein gelbes Kleid? Ihr merkt schon: Das führt zu nix. Ihr wollt doch auch, dass sich eure Gäste wohlfühlen, oder? Also zwängt ihnen doch nichts auf, was sie nicht möchten. Ich z.B. finde grüne Kleider an mir den absoluten Horror und sehe damit aus wie eine Parodie auf ein St.-Patricks-Day-Maskottchen (fragt erst gar nicht wie ich aussehe, wenn ich zusätzlich noch was getrunken habe). Wenn mir jetzt beispielsweise eine Braut vorgeben würde, dass ich ein grünes Kleid anziehen sollte. ÖRKS! Ist jetzt natürlich nur ein Beispiel, aber da gibt es ja zig Vorgaben.

Und meine Lieben, mal ganz unter uns: Selbst WENN ein weiblicher Gast outfittechnisch über die Stränge schlägt, dann wird über SIE geredet und niemand außer sie selbst macht sich zum Dödel of the Day. Deswegen, wenn ihr einen unliebsamen Gast habt, der auf den ersten Blick schicker ausseht als ihr: Regt euch nicht auf. Lächelt einfach schön, hebt gedanklich den Mittelfinger wenn’s euch beruhigt, richtet euer Krönchen und lasst euch euren Tag durch sowas nicht vermiesen. Denn egal, welcher Gast das ist: Niemalsniemalsniemals kann der Gast euch das Wasser reichen, was das Gesamtpaket und das Brautstrahlen angeht. Das bekommt man nämlich nur, wenn man selbst Braut ist. Und ich weiß, wovon ich rede 😉

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2 thoughts on “Das Gästeoutfit”

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