Ein paar Tipps, Papierkram ;)

Ein unbequemes Thema: Ehevertrag

Das ist in der Tat ein Thema, wo sich die Geister scheiden. Und irgendwie ist so ein Ehevertrag auch sehr klischeebehaftet:
-zerstört die Romantik der Hochzeit
-haben nur 70-jährige Hugh-Hefner-Verschnitte, die sich vor dem blonden 20-jährigen Mädel schützen wollen und sicher sein wollen, dass sie ihn nur der Liebe wegen heiratet (das Alter kann man natürlich beliebig variieren)
-Und mein Lieblingsspruch bei einem Ehevertrag „Du vertraust mir nicht!“

Also ich muss ja ganz ehrlich sagen: Ich bin FÜR einen Ehevertrag, wenn beide Partner einen gewissen Vermögensstand mit in die Ehe bringen. Ich meine, mal ganz realistisch: Wer kann denn garantieren, dass die Ehe hält, auch wenn ihr in dem Moment noch so glücklich seid und noch so sehr schwebt und euch tagtäglich sagt „Ooooh Schatz, wir bleiben iiiiiimmer zusammen“. Das ist doch Quatsch. Ist ja schön, wenn es zutrifft und die nächsten Jahrzehnte wird sich zeigen, ob das auch so klappt. Aber könnt ihr wirklich zu 1000% sagen, dass euer Partner euch immer glücklich macht (by the way: Welche Last wird da dem Partner nur aufgebürgt? „Er muss mich glücklich machen“… aber anderes Thema 😉 )? Und könnt ihr garantieren, dass ihr euren Partner immer glücklich macht? Menschen ändern sich im Laufe der Jahre, das ist völlig normal. Und es ist auch normal, dass man sich in gewissen Dingen in verschiedene Richtungen entwickelt. Und neiiiin, ich erzähl euch nix vom Pferd. Schaut euch die Scheidungsstatistiken an (ich mag ja echt nicht schwarzmalen und gut, ein Hochzeitsblog ist jetzt vielleicht stimmungstechnisch nicht der richtige Ort dafür). Ich wünsche das natürlich keinem und uns schon gar nicht 😉 Aber mal realistisch gesehen: Was ist, wenn der Fall eintrifft? Und dann geht die Schlammschlacht los. Daher: Vorsicht ist immer besser als Nachsicht. Es mag ja unbequem sein, wenn man von der rosaroten Plüschhochzeitswolke in die Realität zurückgeholt und mit eventuell schlechtem Ausgang der künftigen Ehe konfrontiert wird, aber es macht in manchen Fällen wirklich Sinn.
Und WEEEEEHE jetzt kommt eine mit dem Argument „Mööööh, aber wenn mir mein künftiger Mann vertrauen würde, dann würde er so einen Vertrag nieeee aufsetzen“. Gegenargument: Was hast du denn zu befürchten, wenn du deine Unterschrift drunter setzt? Eure Ehe hält doch sowieso ewig, also: Nothing to lose 😉 Höhöööö, doof, ne? 😉

Was jetzt konkret in einen Ehevertrag rein soll, das solle sich meiner Meinung nach nur auf das Finanzielle beschränken. Wenn es jetzt wirklich um diese berühmten Promiklauseln geht, wie z.B. „Wenn der Ehepartner einen Menschen anschaut, der 20 Jahre jünger, 20kg leichter und 20kg mehr Make-Up/Muskeln hat und der Partner dabei zusätzlich noch in der Nase bohrt und (Gott bewahre!) dabei noch einen Pups unterdrückt, dann muss er dem beleidigten Ehepartner 465446160 Millionen Euro Schadenersatz und ne Flatrate bei Base zahlen!“. Ihr wisst, was ich meine, oder? Oder auch fiese Sachen, was Kindererziehung oder sonstiges angeht… nein, das gehört da nicht rein.

Was genau in einen Ehevertrag reingehört, das könnt ihr u.a. bei Wikipedia nachlesen.

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3 thoughts on “Ein unbequemes Thema: Ehevertrag”

  1. Liebe Krissy, ich seh schon wir sind einer Meinung. Bei aller Liebe und Liebelei, bringt es dann doch hin und wieder was, mal für kurze Zeit mit den Hintern auf den harten Boden der Realität zu landen. Etwas vornherein zu regeln ist ja bei wichtigen Sachen immer wichtig, weil das ja gerade die Ding;=e sind, wo man nicht im LEBEN dran denkt, dass man die brauchen könnte oder es noch sooooo lange hin, bis mans brauch. Aber man stellt ja meistens fest, dass man doch gebraucht hätte, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Also warum nicht vorher mal in Erwägung ziehen? Danach kanns ja ganz flott wieder auf Wolke 7 gehen. 😉

    1. Also Susann… wenn das mit unseren Männern nix wird, dann treffen wir uns mal…ne ? 😉
      Genauso isses auch. Vor lauter Liebe und Schweberei sollte man die Realität nicht aus den Augen verlieren…

  2. Ich musst mich grad am Tisch festhalten um nicht vor Lachen vom Stuhl zu fliegen. 😀 Hast recht, hat manchmal was von „2 Dumme und 1 Gedanke.“ ^^

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