Erfahrungen

Stressfrei durch den Endspurt

Ihr habt es ja schon in meinem Bericht gelesen: Ich war einen Tag vor unserer Hochzeit ne wandelnde Kotztüte. Echt jetzt. Warum ne Kotztüte? Klar: Nervig, eklig, niemand will sie in seiner Nähe haben… nur der widerliche Gestank hat gefehlt (hoff ich doch mal!). Ich war wirklich absolut unausstehlich und hätte mir jemand ein paar Monate vorher gesagt, dass ich mal so abgehe…ich hätt demjenigen echt nen Vogel gezeigt und gesagt „Als ob ich so ne nervtötende Brautkröte wäre“…öhm…ja 🙂

Fakt ist: Ich hab mich an tausend Kleinigkeiten aufgehängt. Die Deko hat nicht so gepasst, es ging alles nicht schnell genug, ich hab kein Ende gesehen (obwohl echt nicht die Welt zu tun war…ohne Hilfe hätten wir es trotzdem kaum geschafft). Es war einfach alles sowas von mies in dem Moment. Und ich hab mehr als einmal voll die Fassung verloren. Und was macht ne nervige Brautkröte? Genau, man fängt das Heulen an und zieht sich schmollend zurück 🙂 Ein Glück war mein Mann da, der mich ganz lieb und verständnisvoll beruhigt hat. Ich hätte mich an seiner Stelle mehr als einmal geohrfeigt, mir nen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet und gefragt, ob ich jetzt wieder normal bin 😉 Ich hab mich aber wieder schnell beruhigt bis zum nächsten Heulkrampf.

Also, versteht mich jetzt nicht falsch: Wir haben in der Vorbereitungszeit alles richtig gemacht. Bis zu diesem Tag war ich eigentlich auch wirklich nicht gestresst. Es ging alles nach Plan, wir haben keinem Punkt hinterhergehinkt und generell war alles total locker. Selbst 2 Tage vor der Hochzeit waren wir noch die Ruhe selbst und ich war statt der Brautkröte einfach nur ne extrem lockere Braut 2 Tage vor der Hochzeit. Aaaaaber dann 😉

So im Nachhinein weiß ich, was ich definitiv anders gemacht hätte. Genau genommen hätte ich mehrere Möglichkeiten gehabt: Ich hätte mir in sämtliche Ritzen meines Körpers Post-it’s gesteckt mit „ALLES WIRD GUUUUT“. Ich hätte mir tonnenweise Baldrian und Beruhigungstee eingeschmissen und notfalls einen geraucht. Wären alles tolle Alternativen gewesen. Nur ist die Sache mit den Post-it’s in den Ritzen etwas umständlich und irgendwie auch eklig. Also, stattdessen: RUHE BEWAHREN!
Ich weiß, das ist am Tag vor der Hochzeit mit all der Anspannung leichter gesagt als getan. Aber redet es euch vorher einfach lang genug ein, dass alles gut wird. Und es wird auch alles gut. Ich bin ja schon in Tränen ausgebrochen, weil der Deko-Perlendraht nicht mehr für das letzte kleine Teelichtgläschen gereicht hat. Total bescheuert, ich weiß. Deswegen schaut, dass es euch nicht so geht. Bereitet so viel wie möglich vor, sodass ihr im Besten Fall nur noch die Deko auf die Tische schmeißt und gut is.

Und wisst ihr, was mir an dem Abend echt noch geholfen hat? Ich hatte da null Boch mehr drauf (immerhin sind wir nach nem 9-Stunden-Aufbaumarathon erst um 21:00 Uhr aus der Location raus), aber mein Mann hat darauf bestanden. Wir sind nochmal in die Sauna! Und echt, es war das allerbeste, was wir hätten machen können. Ich kam wieder voll runter auf Null runter und konnte dann am nächsten Tag tiefentspannt und voller Freude in unseren Hochzeitstag starten.

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