♥just love♥, Erfahrungen

Ein knapper Monat Ehe…

…und es kommen einige Fragen wie „Naaa, wie fühlt man sich verheiratet?“, „Naaa, schon an die Ehe gewöhnt?“, „Naaaa, schon Kind gezeugt?“ (okay, die letzte Frage nicht so direkt. Aber ihr kennt das ja schon vom Post, ne?)

Also, wie fühlt man sich verheiratet… Hungrig? Durstig? (Ihr kennt ja die Antwortmöglichkeiten von Sheldon, ne?) 😉
Im Ernst: Das ist so ne doofe Frage. Wie soll ich mich denn fühlen? Meines Wissens nach löst eine Heirat keine Pickel, keine Kopfschmerzen und keine Blähungen aus. Jaaa, ich weiß. Is ja sooo emotional gemeint, schon klar. Und oft ist die Hauptfrage auch, die man sich auch der Neugierde halber vor der Hochzeit stellt: Was ändert sich nach einer Hochzeit? Und isses irgendwie ‚anders‘, also ist die Beziehung fester? Fühlt man sich mehr verbunden?

Ich sag’s euch: Möööööööööhp! Nö. Nix. Nada. Klar, nach außen hin ist es natürlich eine andere Sache, wenn man über ’seinen Mann‘ und nicht mehr über ’seinen Freund‘ spricht. Bei vielen kommt noch der neue Name dazu (mist, heute schon wieder am Telefon versprochen. Das ist echt n Kreuz so manchmal 😉 ), der natürlich nach außen hin auch noch einiges ändert. Bei mir kommt noch ein äußerst hübscher Ehering mit dazu, der meinen fetten Wurstfinger doch etwas ansehnlicher macht 🙂
Aber so allgemein? Zwischenmenschlich? Nö. Mein Schatz ist immer noch genauso mein Schatz, wie er es vorher auch schon war. Klar, nach außen hin ist er mein Mann. Aber sonst ist er immer noch genau derselbe wundervolle Mensch, in den ich mich vor 7 Jahren verliebt habe.

Und hier fängt ganz oft ein Problem an: Viele haben nämlich den Irrglauben, dass sich durch eine Hochzeit und dann natürlich die Ehe alles ändert. Alles wird besser, alles wird toller, Probleme sind aus der Welt geschafft. Und auch hier nochmal ein großes Möööööööööööhp! Wie soll das denn funktionieren? Wie kann eine Unterschrift oder ein Anstecken eines Ringes denn Probleme bewältigen? Gut, meinetwegen kann man die Probleme verschieben, aber aus der Welt schaffen in keinster Art und Weise.

Ich hab mal ein ganz tolles Zitat gelesen und kann jeden Buchstaben genauso unterschreiben: Man heiratet, weil man glücklich ist – nicht um glücklich zu werden oder auch: Man heiratet nicht in der Hoffnung, dass sich etwas ändert, sondern in der Hoffnung, dass sich nichts ändert. Und gerade der letzte Satz ist unglaublich wichtig. Stellt euch mal genau diese Frage: Warum heiratet ihr? Genau, weil ihr glücklich seid. Ich habe meinen Schatz geheiratet, weil ich ihn mehr liebe als mein Leben und ich mit ihm alt werden möchte. Blöde Floskel, aber ist so. Ich möchte ihn und nur ihn an meiner Seite wissen, will mit ihm durch dick und dünn gehen, will mich immer auf ihn verlassen können, so wie er sich auf mich verlassen kann. Und ich will nicht, dass sich auch nur ein Fitzelchen an unserer Beziehung ändert. Ich könnte in einer Partnerschaft nicht glücklicher sein und genau deswegen habe ich ihn geheiratet: Eben in der Hoffnung, dass sich nichts ändert und weil ich glücklich bin. Und hätte ich daran den geringsten Zweifel gehabt, dann hätte ich ihn nicht geheiratet.

Jetzt sagt natürlich der ZwischendenZeilenLeser: ‚Dat haste ja geschickt eingefädelt. Du widersprichst dir ja total. Auf der einen Seite ändert sich nichts, aber auf der anderen Seite machste hier einen auf Hyperschnulzbacke und fastelst was von Ich hab ihn ja geheiratet, weil ich glücklich bin. Hätteste nicht auch ohne Trauschein glücklich sein können?‘
Recht haste! Und doch auch wieder nicht 😉 Selbstverständlich bin ich in der Ehe nicht glücklicher als vorher. Und wir haben unserer Liebe auch kein Krönchen aufgesetzt, indem wir geheiratet haben. Und selbstverständlich wäre ich auch ohne Trauschein genauso glücklich. Aber da ist eben doch etwas Emotionales. Etwas, dass man mit rationalen und sinnmachenden Erklärungen nicht einfach so erörtern kann. So ist es eben manchmal, vor allem in der Liebe: Nicht alle Gedanken und Lösungen machen Sinn 😉
Vielleicht kann man es am Besten so ausdrücken: Nur, weil man nach außen ‚zusammengehöriger‘ ist und sich in der eigentlichen Partnerschaft genauso wohlfühlt, heißt das ja nicht, dass man generell die Ehe total doof findet. Ganz im Gegenteil 😉 Ich bin jedes Mal aufs neue Stolz wie Bolle, wenn ich mich mit meinem neuen Namen am Telefon melde. Ich berichte ganz stolz von MEINEM MANN und ja, auch ich emotionsloser Bock habe verträumte Sekunden, in denen ich überglücklich auf meinen Ehering schaue und ganz schön grinsen muss.

Schon ne seltsame Sache, was so ne Unterschrift und ein Ring doch anstellen können 🙂

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2 thoughts on “Ein knapper Monat Ehe…”

  1. Ach Krissy, Dich hats wohl voll erwischt. 😉 Ist doch scheen. Ich freu mich so, dass Du Deinen Mr. Right geehelicht hast. Was Du schreibst kann ich zu 1.250% voll unterschreiben. Genauso so und nicht anders! Weißt Du was mir auch aufgefallen ist? Die meisten haben ja so den Traum: Verliebt, Verlobt, Heirat, Kinder, Alt und Grau Hand in Hand. Da denk ich mir nur: Und wo ist die Zeit dazwischen? Glaub ihr wirklich, nur mit einem Trauschein habt ihr ein Gütesiegel, damit die Liebe auf genau dem Level sich ein Leben lang hält? Da vergessen einige, dass so 50 gemeinsame Jahre, und mehr, ganz schön lang und hart werden können und mit einigen Höhen und Tiefen daherkommen. Und dass da lauter Liebe nicht reichen wird, sondern hier viel Arbeit reingesteckt werden muss, damit das ganze hält. Und dass auch noch mit gegenseitiger Achtung und Freundschaft (ja wirklich, auch mit Freundschaft!) verbunden ist, um dauerhaft glücklich zu sein. Und bevor ich Dir jetzt Dein schönes Eheleben noch madig mache, hör ich mal lieber auf zu schreiben. 😉

    1. Liebe Susann,
      danke für deinen tollen Kommentar. Ich finde, dass du damit auch echt den Nagel auf den Kopf triffst – genauso isses nämlich 😉 Die 7 Jahre Beziehung bisher (die natürlich im Vergleich zu den 50 Jahren ein Pups sind 🙂 ) kamen ja auch nicht einfach so. Eine Partnerschaft ist immer Arbeit und das allerwichtigste ist, dass man sich immer mit Respekt und ja, wie du schreibst, auch mit Freundschaft begegnet. Mein Mann ist nicht nur mein Mann und Partner, sondern auch derjenige, dem ich alles erzähle. Es gibt nichts, was er nicht weiß und manchmal kennt er mich sogar besser, als ich mich selbst 🙂 Und eine Partnerschaft ist bestimmt nicht nur immer Friede, Freude, Eierkuchen. Das scheinen manche aber vielleicht auch mit der Hochzeit zu vergessen: Es wird nicht anders, als in der „normalen Beziehung“ vorher auch und die Probleme, die kleinen Streitereien, aber auch die schönen Zeiten werden bleiben.
      Insofern: I love your Post 😉

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