Erfahrungen

Und wenn was schief geht?

So ihr Lieben – da bin ich wieder in alter Frische und schön erholt aus den Flitterwochen (und nein, ich bin nicht schwanger. Schande über den Emailverfasser 🙂 ).

Ich will euch  heute mal ein bisschen die Angst davor nehmen, dass etwas schief gehen könnte. Selbstverständlich will man ja, dass der eigene Hochzeitstag perfekt wird. Man steckt ja nicht umsonst so viel Mühe und Anstrengung in die Organisation. Aber die Planung kann noch so perfekt sein – irgendwas geht schief, glaubt mir. Und ganz ehrlich? An dem Tag wird’s euch ganz egal sein, versprochen. Ich weiß, das glaubt ihr mir jetzt nicht: Aber mit der Hochzeitsorganisation werden manche Bräute…sagen wir mal: Schizophren. Da gibt es die eine Hälfte der Frau, die ganz locker und normal ist und sich selbst und anderen immer sagt ‚Ach, die Hochzeit, das wird ne ganz lockere Kiste‘. Und dann gibt es die andere Hälfte, die Panikattacken bekommt, wenn die gewünschten Blumen nicht mehr in leichtzartanghauchtemblasslila erhältlich sind. Und bevor jetzt wieder kommt ‚Pff, KEINE AHNUNG hat sie, die Krissy‘ – doch doch, ihr seid auch ohne leichtzartangehauchteblasslila Blumen glücklich. Vor allem an eurer eigenen Hochzeit. Denn ganz viel wird euch sowas von murpel sein. Auch Dinge, die ihr nieeeemals für möglich gehalten habt, die aber blöderweise doch schiefgehen. Hier mal ne Auflistung unserer ganzen „Pannen“:

1. Das Aussehen
Also, es ist ja nicht so, dass ich absolut grauenhaft aussah an meiner Hochzeit, mal arroganterweise gesagt 😉 Nur auch ich hatte was, was man nieeemals braucht. Weder im normalen Alltag, noch an besonderen Tagen und mal überhaupt so gar nicht an der eigenen Hochzeit. Nämlich: Nen Monsterpickel. Und ich rede jetzt nicht von ner kleinen Hauterhebung und der Erahnung eines kleinen Drüschens – nein! Ich rede von nem richtig dicken, fetten, üblen Pickel. Einem hauteigenen Ätna kurz vorm Ausbruch. Und einen von der Größe, die durchaus eine eigene Postleitzahl rechtfertigt. Also, richtig übel. Und ich konnte das blöde Ding noch so sehr verfluchen und verhexen, es blieb mitten auf der Backe und sah von weitem aus wie die Überreste eines Tomatensalates. Meeegaärgerlich. Aber mein Gott – so isses halt. Also wurde das blöde Ding überschminkt und der kleine Ätna wurde zum Cindy-Crawford-Gedächtnisfleck. Sichtbar, keine Frage. Aber nicht mehr als Pickel identifizierbar. Und mich hat keiner drauf angesprochen (… von wegen: „Ah Krissy, mensch, dein Kleid und so, echt toll. Aber Alter Falter, dein Pickel ist echt ne krasse Nummer“. Wagt sich keiner 🙂 ).

2. Die Shootingumstände
Wir haben das Fotoshooting ja vor der Trauung gemacht. Der Tag vorher lies es schon erahnen durch immer mal wieder monsunartige Regengüsse: Es war alles mega durchnässt. Unter anderem natürlich auch das Feld, auf dem wir unser Shooting machen wollten. Mein Kleid sah danach aus wie Sau. Wie nach nem Wrestlingkampf im Schlamm. So richtig dreckig. Dazu kam noch, dass ich mir regelmäßig mit meinen Hacken auf die Schleppe getreten bin und ich dadurch noch schöne Fußdreckabdrücke von unten hatte, ach herrje. Ich sag’s euch: Es war wirklich schlimm. Der Fotograf meinte nur ganz panisch ‚Oh je, dein Kleid ist soo dreckig. Aber das geht mit Wasser bestimmt wieder alles raus.‘. Und ihr hättet mal sein Gesicht sehen sollen, als ich gesagt hab ‚Pf, ach ja…isses halt dreckig. Was solls‘. Dem ist alles aus dem Gesicht gefallen 🙂 So konnten wir unser Shooting mit nasser Erde und auf nasser Wiese noch schön fortsetzen und es sind bestimmt ein paar super Bilder rumgekommen (ein paar konnten wir ja schon sehen…und das hat sich echt gelohnt). Nach dem Shooting sind wir nochmal eben in die Location und mein Schatz hat mit Rei aus der Tube und Wasser alle Flecken wieder rausbekommen. Zumindest von außen sah das Kleid wieder top aus. An der Schleppe natürlich nicht so weniger und meine Schuhe sahen aus wie in Hundehaufen gewälzt…aber das war mir dann auch wurscht 😉

3. Die Kirche
Oh je, da gabs so einiges:
-durch die nicht ganz so angenehmen Temperaturen (ca. 11°C) war es in der Kirche auch monstermäßig kalt
-mein süßer Stiefbruder hat alles vom Text vorgelesen. Also praktisch so: „Das Hohelied der Liebe, gelesen vom Stiefbruder der Braut, vielen Dank dafür. Die Liebe,…“. Sooo süß 🙂
-die Hochzeitskerze hats total zerstört und die Bänder haben sich selbstständig gemacht
-das geplante „Air“ von Bach zum Einzug wurde nicht gespielt. Stattdessen irgendein Geklimper, keine Ahnung was 🙂
-mein Stuhl war so doof auf der Fliese platziert und war dadurch total uneben gestanden, dass es jedes mal nen riesen Knall gegeben hat, wenn ich mich wieder hingesetzt habe. Ein Glück hats nicht so wie…andere ausgehende körperliche Ausdünstungen geklungen. Wer will schon ne furzende Braut?

4. Das Wetter
Während dem Shooting war es echt so richtig, richtig kalt. Bah, und wie. Zwischenzeitlich hab ich mich immer mal wieder mit Schatzis Wintermantel aufgewärmt. Und beim Einzug in die Kirche hat es das Regnen angefangen. Aber: Halb so schlimm. Denn die Sonne hat mit uns um die Wette gestrahlt ab dem Auszug aus der Kirche. Und wir konnten sogar ein bisschen mit offenem Verdeck fahren. Yay 🙂

5. Die Feier
-ich hab ca. 3/4 der Rede einfach vergessen zu sagen
-bei der Torte hat Schatz das erste Stück einfach an den nächststehenden gegeben (das war echt so lustig!)
-bei der geplanten Diashow von meiner Schwägerin hat der Beamer gestreikt (ging dann aber kurze Zeit später)
-ich hab vergessen das Gästebuch zu erwähnen, was man auch an den 10 Einträgen erkennt 😉
-Brautstraußwurf total verpeilt (spontan hat die Band nen Tusch gespielt)

…aber ihr seht: Ich schwärme trotzdem von unserer Traumhochzeit. Denn diese Pannen sind euch echt richtig egal an dem Tag. Ihr schwebt auf eurer Hochzeitswolke und seid einfach nur glücklich, dass der Tag endlich das ist und ihr den gemeinsam mit euren Lieben genießen könnt. Und ihr lacht über alle Pannen, ganz ehrlich. Macht euch im Vorfeld einfach ein bisschen locker und denkt dran: Es ist eure Hochzeit und ihr heiratet euren Traummann. Und ihr habt ne Wahnsinnsfeier, auch ohne Perfektion (Perfekt kann ja jeder – einzigartig dagegen nicht so viele 🙂 ).

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