Erfahrungen, sonstige Organisation

Keine Angst vorm Traugespräch

….oder doch? Ach Quaaatsch… es sei denn, euer Pastor beißt. Aber meistens nicht. Es sei denn, ihr lasst euch von einem Pitbull oder einem Wolf trauen. Wobei ich dann eher wieder das Problem der Kommunikation sehen würde… Öhm, ja, ich schweife ab.

Ich muss euch gestehen: Auch ich war nicht sooo unbesorgt vor unserem Traugespräch (wir heiraten ja evangelisch). Noch dazu kam, dass das Traugespräch bei uns zu Hause stattfinden sollte… Wir gehören auch nicht zu den frommen Kirchgängern, die jeden Sonntag um 09:00 Uhr in der ersten Reihe der Kirche sitzen, ja, wir gehören noch nicht mal zu denjenigen, die an Weihnachten alibimäßig in die Kirche gehen. Dennoch sind wir beide gläubig. Um mal einiges vorweg zu nehmen: Ich führe hier keine Grundsatzdiskussion darüber, warum wir dann überhaupt eine kirchliche Trauung möchten, wenn wir nicht jede Woche in der Kirche sitzen. Ihr wisst ja: Meine Meinung,… genau 😉 Also, wie gesagt, ich war doch etwas nervös und bin gleich mehrere Möglichkeiten durchgegangen, wie wir denn den Pastor überzeugen könnten, dass er uns traut, noch dazu in einer anderen Kirche. Wir heiraten nämlich in meiner kleinen Traumkirche: In meiner Kindheit war ich hier öfter mit meiner Großtante und auch als mein Großonkel (oder Urgroßonkel? Also, der Bruder meiner Uroma) aus Kanada da war, waren wir öfter in der Kirche. Noch dazu kommt, dass meine Großeltern vor ziemlich genau 50 Jahren sich ebenfalls genau dort das Ja-Wort gegeben haben und meine Oma sogar in der Kirche konfimiert wurde. Daher war es mir persönlich schon immer sehr wichtig, dass wir genau in dieser Kirche heiraten. Noch dazu ist die Kirche auch optisch gesehen die wunderschönste Kirche der Welt und ich kann es kaum erwarten, dass wir schon nächste Woche darin heiraten… So, mal genug der Melancholie 😉

Also, der Punkt war der: Wir waren beide sehr nervös, mein Schatz und ich. Ich hab mir dann erstmal überlegt, ob ich nicht ein paar Kruzifixe in der Wohnung aufhängen soll. Plan wurde dann sehr schnell verworfen, da wir ja beide Protestanten sind. Gut, dann habe ich überlegt, ob ich nicht einen Kuchen backen soll mit der Aufschrift „GOTT IST COOL“. Hm, war dann auch nicht so das Wahre. Schließlich habe ich noch in Erwägung gezogen, dass ich das Gesangsbuch und die Bibel mal etwas vor in das Bücherregal schiebe. Gut, schlussendlich blieb es bei dem ganz normalen Wohnungszustand. Der Pastor kam – und alles war gut. Wir haben viel über unsere Beziehung geredet (also, die von Schatzi und mir – nicht die vom Pastor und uns) und sind unsere einzelnen Etappen durchgegangen: Wie wir uns kennengelernt haben (das veröffentliche ich lieber nicht 😉 ), wann wir zusammengezogen sind, wann wir gemerkt haben ‚So langsam wird’s ernst‘, was wir zusammen erlebt haben, der Antrag auf Augenhöhe (höhö, das kam vielleicht gut an 🙂 ) und auch unser normales und alltägliches Zusammenleben und verschiedene Situationen: Streit, Diskussionen, Wer was im Haushalt macht. Kurzum: Es war super locker. Spätestens bei unserem Liedwunsch „Ins Wasser fällt ein Stein“ und dem darauf angestimmten „Ins Wasser fällt ein Schwein“ vom Pfarrer war das Eis gebrochen und wir dachten uns: Perfekt, das ist unser Pfarrer!

Daher: Bleibt locker und verstellt euch nicht. Seid so, wie ihr normal seid, denn so lernt euch der Pfarrer am besten kennen und so wird auch die Trauansprache so persönlich wie möglich.

….wobei das Mantra „Gott ist cool“ bestimmt nicht schaden kann 🙂

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