Papierkram ;)

Bürokratie – oder auch: Das Standesamt

Das kann man natürlich genauso halten, wie man möchte und es gibt unzählige Möglichkeiten des Heiratens an sich: Entweder „nur“ im Standesamt und das dann an einem wundervollen Ort (Schloss, Villa), eine standesamtliche Trauung im Freien ist auch möglich (Wichtig: Unbedingt beim Standesamt erkunden, ob es da einen passenden Ort im Freien gibt!) – herrje, das gibt es wirklich unzählige Möglichkeiten!

Wenn man „nur“ standesamtlich heiratet….wartet mal, erstmal ne kurze Erklärung, warum ich „nur Standesamt“ schreibe. Das klingt auf den ersten Blick wirklich mega negativ – isses aber gar nicht wirklich gemeint. Ihr müsst es so sehen: Viele haben eben auch neben der standesamtlichen Trauung auch noch eine separate freie oder eben auch kirchliche Trauung. Daher ist dieses „nur“ zwar irgendwie erstmal negativ, ist aber zumindest für mich lediglich als kleine Unterscheidung von anderen zusätzlichen Trauungen gedacht. Nur, dass wir das gleich geklärt hätten 🙂 Also, zum Punkt: Ich finde ja, wenn man nur…ähm…genau, jetzt hab ich’s: Als einzige Hochzeit (Ha! Kurve nochmal gekriegt) eben eine standesamtliche Trauung hat, dann sollte es auch eine schöne Location sein. Das kann natürlich auch durchaus das normale Trauzimmer im Rathaus sein, wenn es eine gewisse Atmosphäre hat. Nur brauch man das ja nicht grad im Arbeitszimmer des Bürgermeisters oder Standesbeamten ganz romantisch hinter sich bringen. So ein bisserl Hochzeitsflair an der eigenen Hochzeit muss ja schon sein, ne? Was ich auch ganz nett finde: Eine Trauung in einer schönen Villa. Das hat so was tolles herrschaftliches und dazu ist eben diese schöne Atmosphäre noch da. Und mein Favorit: Trauungen an besonderen Orten. Das kann eine alte Mühle sein mit nem schönen Wasserrad (jaja, meine alten GZSZ-Zeiten, als Cora den Leon geheiratet hat… Mann, so nen Scheiß kann ich mir merken!) sein, das kann für eingefleischte Fußballfans ein Stadion sein, das kann eine Trauung unterm Sternenhimmel im Planetarium sein, über den Dächern von Frankfurt im Main-Tower, zwischen exotischen Pflanzen in einem Gewächshaus, am Strand von Rügen (geht auch!)… da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Super romantisch und ganz toll sind natürlich auch Trauungen unter freiem Himmel (nein, nicht verwechseln mit der Freien Trauung – dat is was anderes!). Leider hier in Deutschland ohne Schönwettergarantie, aber es muss ja nicht aus Eimern kübeln. Und notfalls stellt man halt ein Zelt hin, geht ja auch 🙂 Und, das Thema hatten wir schon, aber das kann man nicht oft genug sagen: Meine Damen, selbstverständlich im weißen Kleid, wenn ihr das möchtet, is ja logisch!

Wir haben das ganze etwas abgespeckt für uns: Wir haben unsere standesamtliche Trauung im ortsansässigen Rathaus im allerkleinsten Kreis. Romantischerweise auch ohne Trauzeugen und Ringtausch. Danach geht’s mit der kleinen Meute zu den Schwiegereltern ne Kleinigkeit futtern und dann ist der Spuk des Standesamtes auch schon wieder vorbei 🙂 Aber: Dadurch, dass wir 2 Tage später die große kirchliche Trauung haben, ist das auch völlig okay so. Mein Outfit kennt ihr ja – das is eher so das Gegenteil vom langen weißen Brautkleid 🙂 Hier kommt wieder mein inneres Sparschweinchen zum Einsatz: Wir sind im Juli nochmal auf eine Hochzeit eingeladen und da wollte ich etwas, was ich auch nochmal tragen kann. Und auf ner Hochzeit kommt ein weißes langes Kleid, sofern man nicht die Braut ist, nicht so gut an glaub ich 😉 Daher habe ich eben nur ein schlichtes, schwarzes knielanges Kleid, was ich dann mit apricotfarbenen Highlights etwas aufhübsche.

Man kennt ja Deutschland: Alles ist bürokratisch ohne Ende. So leider auch die standesamtliche Trauung und sämtliche Dokumente hierfür. Ihr braucht nämlich:

  • gültiger Lichtbildausweis (gut, den solltet ihr ja sowieso haben 🙂 )
  • beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister. Achtung: Nicht zu verwechseln mit der Geburtsurkunde! Das ist wieder was anderes. Eine Abschrift aus dem Geburtenregister erhaltet ihr beim Rathaus eures Geburtsortes. Das ganze ist, wenn ihr das Teil persönlich abholt, eine Sache von 5 Minuten und ihr seid 10 € ärmer. Viele Orte machen das auch ganz normal per Post, wenn der Geburtsort vom Wohnort weiter weg ist. Aber auch wieder Achtung: Diese Abschrift darf nicht älter als 6 Monate vor dem Trauungstermin sein. Wieder anders ist die Geschichte, wenn ihr im Ausland geboren seid. Dann benötigt ihr eure originale Geburtsurkunde und eine amtliche Übersetzung davon, sprich: Von einem anerkannten deutschen Übersetzer getätigt. Beides müsst ihr bei der Anmeldung mitnehmen.
  • Aufenthaltsbescheinigung. War bei uns ebenfalls kein Problem, da wir an unserem Wohnort standesamtlich heiraten. Falls ihr woanders heiratet, dann müsst ihr euch natürlich auch wieder selbst drum kümmern. Gleiches Spiel, gleiche Kosten: 10 €.
  • Die Anmeldung zur Eheschließung ist wie gesagt doch sehr, sehr trocken und am Ende ist man ebenfalls (regional verschieden) ca. 50 – 60 € ärmer. Dazu kommen noch evtl. beglaubigte Eheurkunden nach der Trauung (ebenfalls 10 € pro Stück)  und dann noch das Stammbuch, welches man ja nicht unbedingt vom Rathaus nehmen muss.

So ihr Lieben – ich gönne mir jetzt auch mal ne kleine Osterpause. Ihr wisst ja jetzt erstmal Bescheid, ne? 😉  Ich wünsche euch allen Frohe Ostern und dicke…nein…viele und bunte Eier. Dicke Eier wünsche ich niemandem. Eher geleerte… Oh je, ich hör lieber auf… Genießt die Feiertage!

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