Papierkram ;), sonstige Organisation

Die große Namensfrage

Das geht oftmals ja mit der Hochzeitsorganisation einher: Wie schaut’s denn mit dem Nachnamen aus? Nimmt Frau des Mannes Name an? Der Mann des Frauchens Name? Behalten beide ihre Namen? Gibt’s nen Doppelnamen für einen?

Gut, zugegebenermaßen: Das Deutsche Namensrecht ist echt ein Buch mit Sieben Siegeln. Wenn Fall X eintritt, dann passiert Y, wenn ein das Wörtchen wenn nicht wär dann wär der Vater Millionär und natürlich: Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er nen Hasen gerissen. Logo, ne? (Guuuut, 2 € in die Schlechte-Witze-Kasse. Is ja gut!). Also, ernsthaft: Ich blicke teilweise nicht durch. Richtig kompliziert wird’s dann, wenn ein Teil des Paares dann auch noch eine andere Staatsbürgerschaft hat und dann noch das Namensrecht des anderen Staates mit ins Spiel kommt…puh! Wenn nicht-in-der-jetzigen-Ehe gezeugte Kinder noch im Spiel sind…bah! Also, ich bin ja froh, dass uns der ganze Stress erspart bleibt.

Wir haben für uns die „klassische Lösung“ gewählt: Ich nehme seinen Namen nach der Hochzeit an. Von einem einfachen fünfstelligen Buchstaben komme ich nun zu einem, beim ersten Moment schwierig klingenden, aber unterm Strich doch einfachen, elfstelligem Nachnamen. In Verbindung mit meinem Vornamen ist meine Unterschrift nun kein kurzes Krickelkrackel mehr (ha, kennt ihr den Begriff noch? Ausm Kindergarten? „Krickelkrackel“? Geil, ne?), sondern eher einen Durchschnittsdeutschen Satz mit Subjekt, Prädikat, Objekt. Ehrlich wahr jetzt 🙂 Die Entscheidung haben wir gar nicht wirklich getroffen ehrlich gesagt. Wir haben da gar nicht drüber nachgedacht. Mein jetziger Nachname, den ich den letzten Monat tragen werde, ist jetzt nicht so der Brüller. Okay, aber gut, könnte besser sein. Schatzis Nachname dagegen hat einen ganz tollen Klang und daher war klar: Sein Nachname wird unser künftiger Familienname.

Leider ist es in unserer Gesellschaft kaum akzeptiert, dass auch mal ein Mann den Namen seiner Frau annehmen kann. Stumpfsinniger Hirndünnpfiff, oder wie seht ihr das? Ob das jetzt so oder so ist, ist doch total wurscht. Wir leben ja auch nicht mehr im Jahre 1910, wo Frauen nicht wählen durften und sie nur Heimchen am Herd war und als Gebärmaschine fungierte. Also, warum nicht das gleiche Recht für die Herren (also, nicht das mit der Gebärmaschine…)? Ein Mann ist weder ein Weichei, noch ein Schlaffi, noch sonst irgendwas dergleichen abwertendes, wie es dargestellt wird. Das ist sowas von bescheuert, ganz ehrlich.

Gehen wir mal zum Szenario: Beide behalten ihre Namen. Ist doch super, why not? Gerade in Fällen, wenn  beide Seiten einen beruflichen Sinn darin sehen, ist das doch völlig in Ordnung. Klar, auf den ersten Blick merkt man natürlich nicht, dass beide miteinander verheiratet sind. Und bevor jetzt kommt ‚Och Menno, das is ja soooo doof‘ – Mädels, zum Verheiratetsein gehört ein bisschen mehr als ein gemeinsamer Nachname, nicht wahr? Und in manchen Fällen sogar verständlich. Die liebe Rosa sollte nicht den Nachnamen „Höschen“ von ihrem Mann annehmen. Wobei, in gewissen Sparten wär’s vielleicht schon wieder förderlich… Gut, weiter im Text: Blöd wird’s natürlich dann nur mal im Fall von Kindern. Da müssen sich beide Parteien schon einig sein, welchen Namen die Kids mal tragen werden.

Doppelname: Uiiii, gefährliche Sache. Muss auch ehrlich sagen, dass ich bisher keine wirklich schönen Doppelnamen gehört habe. Entweder es wird so ein ellenlanger „Leuthäuser-Schnarrenberger“-Verschnitt, oder die Namen passen null zusammen und es hört sich einfach nur total bescheuert an, wie „Müller-Becker“ – oder wir sind bei solchen tollen Doppelnamen wie „F….also, ihr wisst schon was-von Hinten“ 😉

Nachteil, wenn ein Partner den Nachnamen ändert: Natürlich den ganzen Papierkram. Überall muss was geändert werden und bloooß nix vergessen. Das hab ich mir mal so aufgeschrieben:

  • Arbeitgeber
  • Krankenkasse
  • diverse Mitgliedschaften
  • Handy, evtl. Telefon
  • Auto, evtl. Führerschein (muss man aber nicht)
  • Bank, andere Kreditinstitute (wenn man es hat)
  • ebay, Amazon, diverse Internetmitgliedschaften
  • Finanzamt
  • und natürlich: Neue Pässe beantragen
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