Optik ist wichtig

Einmal Wuschel, immer Wuschel!

Doch, das passt total gut. An guten Tagen sind nämlich meine Haare eine perfekte Mischung aus Samson und Tiffy aus der Sesamstraße und Chewbacca. Und ihr wollt echt nicht wissen, wie sie an schlechten Tagen aussehen 🙂 Daher war für mich klar: Bloß nix gestriegeltes und glattes. Glaubt mir eh keiner 🙂 Und sonst: Hm, gute Frage. Fakt ist ja: Mein Kleid ist echt wuchtig und nicht so wirklich schlicht, da muss es ja nicht allzu viel sein. Jegliche Hochsteckfrisuren habe ich ja schon abgelehnt, das kennt ihr ja schon 🙂 Meinen Kamm wollte ich auch irgendwie noch verwurschtelt haben,… also, kurzum: Ich wusste, was ich nicht wollte, aber nicht so ganz, was ich überhaupt wollte. Ja, ich denke, ich war ein ganz schönes AK (=AK-Kundin).

Ich hatte mich ja schon mal so ein bisschen in eine Frisur verliebt, nachdem ne seitliche Variante ja zum Kleid ausgeschieden wurde. Ihr kennt ja noch den Dialog mit meinem Spiegelbild, ne? Genau! Also, dann hatte ich mich ja für eine „halboffene“ Variante entschieden mit leichten Wellen und irgendwie mit Kamm drin. Also: Schön quer gegoogelt, bis ich meine Wunschfrisur oder eher die, die meiner Vorstellung am ehesten ähntelte, gefunden hatte. Meine Frisörin tat mir echt leid, denn meine Beschreibung war ungefähr so: „Also, im Grunde eigentlich genauso, wie hier. Nur ohne das, die Strähne ist blöd, so ganz hinter mag ich’s auch nicht und das muss auch noch anders sein“. Ach, die arme. Brautmonster sind scheiße, einfach nur scheiße 🙂 Gut, meine liebe Frisörin S. steckte und steckte wie verrückt und schließlich waren wir fast genau bei der Frisur, die ich ihr gezeigt hatte. Nur, ja, hm. War schon schön irgendwie, aber das war’s noch nicht so wirklich, find ich. Toll, aber irgendwie zu „gemacht“. Ich bin halt mehr so der Chaotenwuschel aufm Kopf, da passt das „gestriegelte“ nicht so ganz. Bin ja auch kein Pferd, ne?

Wir gingen dann erstmal ins Probe-Make-Up über und meine liebe S. meinte, dass ich erstmal das Gesamtpaket sehen muss, also mit Make-Up, mit Schmuck,… Recht hat sie ja. Also, lies ich mich so ein bisschen verwöhnen (SCHMINKEN!! Ferkel ihr!). Ich hatte keine Ahnung, was die da so alles genommen hat. Normalerweise ist das höchste der Gefühle bei mir ein Kajal zur täglichen Wimperntusche, wenn überhaupt dann auch mal ein Puder. Ich hab mir kürzlich erst mein erstes Make-Up gekauft, glaubt ihr das? So hatte ich von Benefit-Creme, Concealer & Co. echt null Plan. Meine Vorstellung war auch echt ganz übel, als meine Frisören zu nem gelben Lidschatten griff. Um Gottes Willen. Ich hab mich schon im Spiegel gesehen: Kreuzung aus Papagei, Kanarienvogel, Clown mit Oscarverleihungs-Gedächtnisfrisur. Ach du Scheiße! Und es traf echt ein: Mein Blick in den Spiegel sagte mir genau das! Bis meine liebe S. dann meinte, dass der Spiegel absolut fieses Licht hat. Wie beim Klamottenschweden in der Umkleidekabine: Poren so groß wie Blasenpflaster, Oberschenkel wie ne Kraterlandschaft, frisch gezupfte Augenbrauen sehen aus wie die von Theo Waigel,… ihr kennt das ja. Also hat sie mir einen kleinen Spiegel in die Hand gedrückt und mich in normales Licht gehen lassen. Und siehe da: Ich sah echt toll aus. Ein tolles, schlichtes Make-Up, was aber trotzdem „brautwürdig“ ist und ich sehe immer noch aus, wie ich. Whohoooo! Und zusammen mit der Frisur war das gar nicht so übel.

Meine liebe S. hat dann beim Entwuscheln der Hochzeitsfrisur gemeint „Weißte was? Wir probieren nochmal was“. Und dann begann sie, an der Seite zu flechten. Baaaah, und ich wollte gaaar keine Flechtfrisur. Die schlimme Frisur von Sarah Engels an ihrer Hochzeit kam mir hoch und ich dachte mir nur „Och nööööö!!!“. Ich hab zwar im Alltag auch gerne das seitlich Geflochtene, aber doch nicht an meiner Hochzeit. Ich mag weder aussehen wie ne 5jährige, noch wie Pippi Langstrumpf und schon gar nicht wie Sarah Engels. Na gut, lässte se mal machen, dacht ich. Die Seiten wurden also schön nach hinten geflochten, meine Haare in leichten Locken sonst aufgelassen, mein Kamm reingesteckt und mir wurde der Spiegel in die Hand gedrückt. WOAAAAH! Das hab ich echt nicht erwartet, so gar nicht! Gerade das Offene hat mir unglaublich gut gefallen, ich erkannte einfach total mich selbst in der Frisur. Sooo geil! Tja, aber so wirklich war meine Entscheidung nicht getroffen. Das „Oh Gott, bloß nix Geflochtenes!“ war noch viel zu tief in mir drin. Also, hab ich die Bilder mal an meine beste Freundin, meine beiden anderen liebsten Freudinnen und meine Mama verteilt. Tja, und wie hätte es besser kommen können?! 2 Meinungen für die erste – 2 Meinungen für die zweite Frisur. Suuuuper 🙂 Aber wie immer liegt viel Wahrheit in dem „Schlaf nochmal drüber“. Das hab ich gemacht und festgestellt: Ich seh echt toll aus mit diesem Geflochtenen. Die Haare sind schön offen und lockig, so wie sie meist sind, alles ist natürlich… und mein Kamm sieht atemberaubend aus. Und genauso soll’s ja sein 🙂 Was meint ihr? Nur eine kleiiiine Änderung kommt noch dazu: Die Frisur soll ein ganz kleines bisschen nach oben.

FrisurFrisur von hinten

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