Musik & Co.

Die Liederauswahl

Da steht man erstmal vor der rieeeeeesengroßen Auswahl. Gerade bei einer Hochzeit gibt es so viele Szenen und Momente, die mit Musik unterlegt werden. Da mag es schon gut überlegt sein, was genau man nimmt. Viele machen nämlich den Fehler und greifen zu Liedern die unpassender nicht sein können. Jetzt denkt ihr ‚Ach, ist doch englisch, das geht schon‘. Hättet ihr der Herzogin Kate empfohlen (gesetz den Fall sie hätte euch gefragt… man weiß ja nie!), dass sie doch in der Kirche ‚Am Tag als Conny Cramer starb‘ spielen soll? Oder ‚Mein Freund der Baum ist tot‘? Hm? Erfasst, wohl eher nicht 🙂 Ich hab euch mal nen kleinen Knigge zusammengestellt, wie ich es machen würde. Bei einer freien Trauung ist man da natürlich deutlich flexibler, is ja logo:

Standesamt: Gerade hier hätte ich eher zu etwas instrumentalem gegriffen oder eben zu etwas, was richtig schön zum Heulen ist 🙂 Ganz toll finde ich z.B. als Instrumentales Lied „River flows in you“. Jaja, ich weiß, Twilight is ja voll doof und out, aber hört euch mal direkt das Lied an. Und wenn ihr dabei seid, dann schaut auch gleich mal nach „A thousand years“ von Christina Perri. Ich weiß, auch Twilight. Aber ich sag euch nicht, welche Filme ich gern mag 🙂 Ganz toll sind auch diverse Lieder aus Glee oder High School Musical. Und wenn euch die Lieder echt so gut gefallen, ihr aber gleich sagt ‚Wie bitte soll ich das meinem Verlobten beibringen, dass die Lieder aus Teenie-Filmen sind?‘ – das sind so  kleine Details, die ihr auch ruhig mal verschweigen könnt. So geht der Mann nämlich auch etwas objektiver an die Lieder ran, ohne sich gleich in seiner Männlichkeit verletzt zu fühlen, weil ihr ja nen Twilight-Song nehmt. Wenn’s nach vielen Männern gehen würde, dann gäb es zum Einzug eh nur Lieder aus ‚Die dunkle Bedrohung‘ oder sowas 🙂

Kirche: Okay, jetzt soll es tatsächlich Leute geben, die weder einen Trauspruch und schon gar keine Lieder möchten, in denen das Wort „Gott“ vorkommt. Boah, Frevel! Was ne Frechheit! In einem GOTTeshaus in einem GOTTesdienst, in dem man den GÖTTlichen Segen bei seiner KIRCHLICHEN Trauung möchte, kommt das Wort „Gott“ vor. Wer hat sich denn den Mist ausgedacht, sachma? Also Mädels, das MUSS ich einfach ins Lächerliche ziehen, weil leider isses nix anderes. Es passt nicht so zusammen, wenn man sagt ‚Och, bei ner kirchlichen Trauung ist ja so ne schöne Atmosphäre. Nur die Wörter ‚Kirche‘, ‚Jesus‘ und ‚Gott‘ hätt ich da nicht so gerne, weil wir haben’s nicht so mitm Glauben‘. What the f***? Jetzt mal ehrlich, das ist doch so, als würde ich bei dem jährlichen Treffen der Veganer ein Spanferkel auftischen mit nem Hühnchen als Kopfschmuck. DAS GEHT EINFACH NICHT. Daher (puh, lange Rede, kurzer Sinn, ihr kennt das ja): Bei einer kirchlichen Trauung gibt es göttliche Lobpreisungen, Dankeslieder und auch die Personen ‚Gott‘ und ‚Jesus‘ könnten evtl. eure Trauunsgpläne kreuzen (oh, darf ich das so schreiben? Jesus KREUZT Pläne? Egal!). Jedenfalls: Überlegt euch echt den Sinn einer kirchlichen Trauung nochmal, wenn euch schon ‚Gott‘ und ‚Jesus‘ bei der Untermalung stören.

Oftmals wird ja als musikalische Untermalung auch eine Sängerin oder ein Sänger für die Kirche engagiert. Aber bei der Liedauswahl muss ich auch oftmals einfach nur den Kopf schütteln.  Denn: Nicht jedes Lied, wo ein „LOVE“ vorkommt, ist auch gleich ein passendes Liebeslied. Nicht jedes Lied mit „HALLELUJAH“ beschreibt göttliche Lobpreisung (nein, wirklich nicht!). Ich geb euch mal so ein paar Beispiele:

  • I will always love you (Whitney Houston): Leute, da kräuseln sich mir die Fingernägel hoch. Das Lied handelt von der Sehnsucht der guten Whitty zum guten alten Kevin, wo sie eben auch schlussendlich feststellt, dass die beiden wohl nicht füreinander geschaffen sind und beide wohl ihrer Wege gehen – getrennt. (‚We both know, I’m not what you, you need‘). Meeeeeega No-Go!
  • Without you (Mariah Carey): Das mag ja super romantisch klingen, wenn Mariah gröhlt, dass sie nicht ohne ihren Angebeteten leben kann. Blöderweise trauert sie ihm mehr hinterher, weil er sie verlassen hat (‚No I can’t forget this evening or your face as you were leaving‘ – ‚…when I had you there but then I let you go‘). -Mööööp- mehr als unpassend.
  • Hallelujah (Jeff Buckley): Puh, also das ist echt ne ganz harte Kost. Man könnte ja meinen, dass das sanfte ‚Hallelujah‘ perfekt zur Kirche passt. Hört man den Text so ein bisschen, dann stellt man fest, dass das sehr wenig mit dem besagten zu tun hat…wird ja schon mit der Passage ‚But you don’t really care for music, do you?‘. Spätestens mit ‚But remember when I moved in you‘  und dem folgenden ‚And every breath we drew was Hallelujah‘ sollte klar sein, dass es hier um etwas Spaß im etwas pornografischeren Sinn geht. Ich wage mal zu bezweifeln, dass das der Pfarrer erlaubt – sollte er die Übersetzung wissen 😉
  • Someone like you (Adele): Das gehört in die gleiche Kategorie wie Whitney oder Mariah: Trennung und sehr unpassend.

Und das absolute Mega-No-Go schlechthin: Die Braut singt hobbymäßig (und das dann auch noch nicht wirklich gut) ihrem Schatz ein Lied vor. Aber das hatten wir ja schon und meine Damen, ihr wisst Bescheid: Nieeeeemals in Erwägung ziehen. Wirklich niemals! Nie!!!

Und last but not least: Hier mal eine kleine Unterstützung, was die Liedauswahl angeht (wenn auch alle nicht zu 100% passend – aber doch schon so ziemlich): http://www.projectwedding.com/wedding-ideas/wedding-songs

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