Ein paar Tipps, Erfahrungen, Optik ist wichtig, sonstige Organisation

Zweifel am Kleid und überhaupt an allem

Ich weiß, ihr kennt das leidige Thema: Irgendwann kommt so ein bescheuerter Punkt, an dem ihr an allem zweifelt. Ihr zweifelt an der Art der Hochzeit (‚doch nicht lieber irgendwo alleine zu zweit?‘), ihr zweifelt an der Deko (‚das ist irgendwie alles zu wenig, das passt nicht zusammen,…‘) und vor allem: Ihr zweifelt am Brautkleid.

Das sind dann meist solche Gedanken, wie ich sie euch jetzt aufzähle. Aber damit ihr nicht auf andere blöde Gedanken kommt und dann gleich nen Termin mit eurem Brautladen ausmacht sind auch gleich die Argumente dahinter, die euch den ganzen Schmarrn wieder austreiben sollen 😉

  •  ‚Ich glaub, ich hab’s zu voreilig gekauft‘

Das ist aber auch ein bisschen fies: Oftmals probiert man ein Kleid an und die Emotionen überkommen einen. Da hat man zum ersten Mal so ein Kleid an und man will alles am liebsten mitnehmen. Daher mein Tipp: Schlaft erstmal ne Nacht drüber und lasst euch nicht sofort eins andrehen. Klar, die Verkäuferin macht ihren Job und will schnellstmöglich ihren Umsatz kassieren. Aber lasst euch dadurch nicht unter Druck setzen. Auch der Spruch der Verkäuferin ‚Wenn’s weg ist, dann isses halt weg‘ sollte euch nicht unter Druck setzen. Ihr kauft dann, wenn IHR es für richtig haltet. Und wenn es eben 1 Jahr vor der Hochzeit ist, dann ist es eben so. Schlaft in Ruhe drüber und geht nochmal mit jemand objektivem in den Laden, um euch nochmal eine zweite Meinung abzuholen. Und wenn es euer Kleid ist, dann steht dem nichts im Wege, dass ihr es schon vorher habt.

  •  ‚Mein Kleid ist viel zu schlicht‘

Der Punkt ist hierbei eben der: Es gibt sehr viele Kleider die alleine für sich genommen sehr schlicht sind, das ist richtig. Aber du bestehst ja nicht nur aus Brautkleid, sondern bist auch mit vielen Accessoires dabei. Und mit Schmuck, Schleier und sonstigen Accessoires sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.

  •  ‚Ich hab da so ein anderes Kleid in ner Zeitschrift gesehen, das ist vieel schöner als mein Kleid‘

Bababababa, das ist nämlich das mit Abstand blödeste Argument, dass ihr euch nur einreden könnt. Das Kleid am Model ist nämlich ein GANZ anderes, als das was ihr anhabt. „Hööö? Wie geht das denn?“ Ganz einfach: Das Bild ist absolut unrealistisch. Nachbearbeitet wie sonst was. Da wird das Gesicht schmaler, die Hupen größer und das Kleid generell ans Model angepasst. Die Wirklichkeit ist mit Sicherheit ne ganz andere. Und an euch sieht das Kleid wieder GANZ anders aus, als an dem Hungerhaken von Model. Daher: Lasst euch durch diese Fotos der Hersteller nicht blenden.

  •  ‚Es hätte bestimmt noch ein schöneres gegeben‘

Ja, irgendwo in Buenos Aires, New York oder Castrop-Rauxel vielleicht. Was bringt’s dir? Und vor allem: Wirst du es je wissen? Klar, du hast jetzt die Möglichkeit zu sagen, dass du für dein Kleid um die Welt fliegst um es zu finden. Das dann aber bitte nur mit Privatjet, wenn du schon die Mittel hast 😉 Man könnte sich auch andererseits verinnerlichen: ‚Ich hab hier ein Kleid, in dem ich wunderschön aussehe und an der Hochzeit nicht schöner sein könnte.‘. Welche Variante ihr nun bevorzugt, das bleibt euch überlassen.

Fakt ist: Ihr werdet IMMER Gründe dafür finden, dass euer Kleid nicht das richtige ist. Fakt ist aber auch: Ihr solltet eher Gründe dafür finden, DASS es euer Kleid ist. Schaut euch im Gesamtpaket an und erinnert euch an das tolle Gefühl, dass ihr hattet, als ihr das Kleid anhattet. Und erinnert auch daran, wie euer Gefühl war, als ihr andere Kleider anhattet.
Ich will mich von diesen Zweifeln überhaupt nicht ausnehmen: Ich hab auch zwischenzeitlich GENAU diese Zweifel gehabt, wobei es bei mir eher der Punkt ‚Es hätte bestimmt ein schöneres gegeben‘ mit ner Mischung von ‚Ich hab zu voreilig gekauft‘ war. Danach hat mir meine beste Freundin erstmal ganz ordentlich den Kopf gewaschen und mich gefragt, ob ich jetzt vollkommen bescheuert bin. So ganz unrecht hatte sie ja damit auch nicht 😉

Deswegen: Lasst euch diese Zweifel, egal um was es geht, nicht einreden und redet sie euch selbst nicht ein. Ihr habt euch bei jedem einzelnen Punkt etwas gedacht und ihr habt eure Gründe, warum ihr so entschieden habt. Alles kein Problem 😉

Und: Ja, ihr werdet nicht nur Zweifel am Kleid haben – sondern an allem. An der Deko, der Feier, der Anzahl der Klobürstenborsten, … an WIRKLICH ALLEM! Vor allem wird der Satz ‚Ach Schatz, wären wir nur irgendwo auf ne einsame Insel gefahren und hätten wir gaaaanz alleine am Strand geheiratet‘ sehr oft fallen. Klar, irgendwann kommen einfach gewisse Momente, wo einem die Organisation ein bisschen über den Kopf wächst bzw. irgendwann (so gings mir) hat man einfach keinen Bock mehr, dass es Tage gibt, an denen es sich ausschließlich nur um die Hochzeit dreht. Ganz normal 😉 ABER: Ihr habt euch bei allem, was ihr organisiert habt, etwas gedacht: Ihr wolltet den Moment eurer Trauung mit all euren Lieben hier teilen. Und ihr wolltet auch eine schöne, aufwändige Deko. Und ja, ihr wolltet auch extrem aufwändige Kirchenhefte (DAS musste ich mir gestern einreden. 90 Kirchenhefte zusammenbinden ist echt ätzend und ich hab mich innerlich selbst verflucht und gegeißelt, dass ich mir den Mist selbst aufgehalst hab… Argh!!). Daher: Ihr wolltet die allermeisten Punkte genauso, wie es geplant wurde. Im Nachhinein beschweren ist also nicht drin 🙂 Und ich bin auch überzeugt davon: Der ganze Kleinkram und die Detailverliebtheit lohnt sich. Also, ich geb Bescheid, ob es das tut oder ob alles für’n A….ähm, also, für die hintere Rundung des Körpers ist (Nein, ich mein den Brautpopo, nicht den Buckel^^).

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