Erfahrungen, Musik & Co.

DJ oder Band? Band oder DJ?

Oh ich sag’s euch: Dieses Thema hat uns wahnsinnig gemacht. Monatelang ging es hin und her und kaum stand die Entscheidung fest, dann haben wir wieder alles umgeschmissen 🙂 Grausam. Aber von vorne:

Zu Anfang wollten wir einen DJ, da eben auch etwas Musik für alle Gäste gespielt werden sollte. Eventuell hätten wir auch ein paar Audio-CD’s mitgebracht und diese dann hin und wieder abspielen lassen. Also, gesagt, getan: Bei ner DJ-Agentur angefragt, die uns eigentlich auch relativ schnell überzeugte: Wir hätten hier keinen dämlichen Heini, der im Ballermann-Hawaii-Hemd rumrennt mit Modern-Talking-Nora-Gedächtniskette oder sonstigem peinlichen Zeugs, sondern einen seriösen Hochzeits-DJ. Das hat uns ziemlich überzeugt.

Übrigens: Bevor ihr die Überlegungen anstellt. Bitte bitte bitte bucht NIEMALS einen typischen Alleinunterhalter, der am Ende noch pfeifend vor seinem Laptop mit PC-Lautsprechern…äh…tschuldigung… professionellen Mischpult sitzt und immer „YEEEEEEEEEAH“ ruft mit der Scooter-Porno-Stimme, wenn er das Brautpaar sieht. ENTWEDER DJ ODER Band. Ein toller singender Alleinunterhalter ist leider viel zu oft ein richtiger Griff ins Klo. Oh Gott, und wie. Aber das nur so nebenbei…

Also, zurück zu unserem Dilemma… tja… so wirklich stand die Entscheidung nicht. Für uns hat eben gerade eine Band eine ganz besondere Atmosphäre auf der Bühne und genau das wollten wir eigentlich. Und das Entscheidungsdrama ging weiter: Jazzband? Gute Idee, aber nicht den ganzen Abend? Verschiedene Bands? Wäre ne Möglichkeit, wenn unser Geldscheißer daheim nicht an chronischen Verstopfungen leiden würde. Gut, nächste Möglichkeit: Einfach mal Bands anfragen und schauen, was dabei rauskommt. Dazu muss man auch sagen, dass wir keine Tausende von Euros in ne Band investieren würden (wie gesagt, kranker Geldscheißer… den kennt ihr ja). Schöne Musik ist toll und gerade Live-Musik ist toll, aber nicht um jeden Preis. Und je mehr Angebote kamen, desto erschütterter war ich und desto mehr begrub ich die Bandhoffnung: Entweder mal so gar nicht unser Ding (ja, ich habe meine Zweifel, ob 3 Herren jenseits der 60 die richtige Stimmung rüberbringen, ohne dabei ‚Mamor, Stein und Eisen bricht‘ zu singen), vieeeel zu teuer (45 Minuten 3.000 €.  Na sischer, kein Problem… Ah verdammt, das Zäpfchen bringt beim Geldscheißer auch nix) oder eben einfach komplett gar nichts für uns, weder optisch, noch stimmlich und meist schon gar nicht preislich.

Endlich kam ein tolles Angebot: Eine 3-köpfige Band aus unserem Umkreis mit einem Wahnsinnsreportoire. Der Preis war absolut im Rahmen und nach ein paar unglaublich lieben Kontakt-Mails kam nun die Demo-CD. Hat sich auch soweit alles super angehört. Nur hatten wir zum ersten mit der Platzforderung der Band ein rieeeesen Problem und zum zweiten: Letztendich doch ein Preisproblem. Wir wollten selbstverständlich auch während des Essens ein bisschen Hintergrundgedudel vom Band (BAnd, also nicht die singende Bääänd, sondern ein MusikBAND. Blöd zu unterscheiden, wenn man schreibt). Dazu bräuchten wir natürlich auch eine Anlage. Die Band spielte dahingehend nicht mit, indem sie die Anlage unbeaufsichtigt lassen würde (klar, wir spielen Baseball mit der – und die Anlage ist der Baseball…oder der Schläger, mal sehen. Oder wir schließen Wetten ab, wieviel Wodka in die Anlage geht. Höhö). Hieße also: Die Band würde während des Abendessens aufbauen und direkt nach der Spielzeit alles wieder mitnehmen. Das ging natürlich gaaaaar nicht, also würden extra Kosten für Anlagenbabysitting anfallen und das würde wiederum sämtlichen Rahmen sprengen. Also, diese Band war es dann leider doch nicht.

Aus lauter Verzweiflung habe ich eine hier im Umkreis sehr bekannte Rockband angeschrieben (von denen ich schon dachte, dass es eh nicht so ganz infrage kommt. Rammstein kommt auf ner Hochzeit nich so gut an. Man stelle sich die Gesichter vor bei „Eiiiiiiins – hierrrrr kommt die Sooooonne“. Das wär’s ja schon wert, ne?). Und prompt kam die Antwort, dass 3 Bandmitglieder eine kleine „hochzeitstauglichere“ Band hatten und diese für einen absoluten Spitzenpreis auftreten würden – selbstverständlich MIT Anlage davor und danach. Unser Herz machte einen kleinen Sprung. Ein persönliches Treffen bestätigte unseren ersten Eindruck: Die Chemie stimmt einfach. Wir wollten nicht wirklich eine Band, die sich selbst extrem in Szene setzt, sondern mehr etwas gemütlicheres, wo auch gerne die Bandmitglieder auch in der Pause mal ein Bierchen und nach der Spielzeit sogar das Shuttletaxi nach Hause verwenden dürfen, damit sie ein bisschen mitfeiern können (ich sehe schon die entsetzten Gesichter potentieller Bräute: ‚Wieeee? Ihr lasst die Band was TRINKEN? Ohmeingooooott‘. Da sind wir ja beim Thema „Das macht man so“, gell? 😉 ).

Generell gilt bei der Auswahl zwischen Band und DJ: Beides hat absolute Vor- und Nachteile. Der Vorteil eines DJ’s ist sicherlich die größere Flexibilität gerade bei der Musikauswahl. Und auch ein DJ kann eine hammermäßige Stimmung machen (und neiiin, ich rede nicht vom Alleinunterhalter mit Keyboard, Mundharmonika und Schlagzeug auf’m Rücken á la „Kleines Arschloch“). Der Kostenfaktor ist natürlich auch hier ein ganz, ganz entscheidender. Aber für uns hat eine Liveband einfach eine ganz besondere Stimmung und wir sind mehr als glücklich mit unserer (hoffentlich) hammermäßigen Band (mit Ä, ihr wisst schon).

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