Erfahrungen, sonstige Organisation

Die Qual der Wahl: Welche Ringe?

Das ist wirklich eine Neverending Story mit den Ringen und man sitzt wahrscheinlich mit glotzfischgroßen Augen vorm PC, wenn man sich mal anschaut, welche verschiedenen Arten es von Ringen gibt. Alleine die Materialien, du meine Güte. Man liest irgendwas von Platin, Palladium, verschiedenste Goldarten, Silber, Titan, Edelstahl,… wie soll man denn da noch gescheit durchblicken? Irgendwann hat mir nur noch der Kopf geglüht und ich habe mir echt die Zeiten beigewünscht, wo einfach der Mann nen Klunker kauft und fertig 🙂 Aber so einfach können wir es uns ja auch nicht machen…

Mein Tipp: Sobald die Materialwahl steht, ist der Rest eigentlich nur noch Nebensache. Klunkerchen und sonstiges Design (Gravur, Fugen,..) entscheidet man relativ spontan.

Hier gebe ich euch mal so einen kleinen Materialüberblick mit den verschiedenen Eigenschaften:

Platin: Platin ist natürlich der King schlechthin unter den Metallen für Ringe. Mit silberweiß hat Platin auch eine sehr schöne und zeitlose Farbe (wobei ich persönlich auch kein Gold-Schmuckträger bin). Idealerweise hat Platin die tolle Eigenschaft, dass es sehr robust ist. Gebrauchsspuren und kleine Kratzerchen lassen sich also relativ lange nicht blicken und gehen auch nicht so tief, wie bei anderen Materialien. Damit ist Platin DAS Material für die Ewigkeit 😉 Vom Tragekomfort her finde ich Platin deutlich schwerer als andere Materialien, aber das ist ja logisch. Der rieeeeisge Nachteil von Platin ist natürlich der Preis. Da kostet ein reiner Platinring ohne viel Schnickschnack mal locker an die 2.000 € – und das pro Ring. Den Spaß muss man ja auch noch mal 2 nehmen. Wer also Platinringe möchte, der trifft materialtechnisch sicher die beste Wahl. Nur wie gesagt: Den Preis darf man nicht vergessen.

Palladium: Das war für uns so ein bisschen das „Überraschungsmaterial“. Von den Eigenschaften ist es nämlich ähnlich wie Platin (natürlich nicht so robust, aber der hohe Platinpreis muss sich ja auch rechtfertigen, ne?). Für uns war es das perfekte Material, da Palladium natürlich deutlich günstiger ist als Platin (und ich meine WIRKLICH deutlich!). Vom Tragekomfort her ist Palladium natürlich auch deutlich leichter als Platin, was ich persönlich aber als sehr angenehm empfinde. Für uns wie gesagt die perfekte Wahl.

Weißgold: Von der Farbe her ist es natürlich ähnlich wie Platin und Palladium. Nur darf man eines nicht vergessen: Weißgold gibt es als solches nicht, sondern es  wird ein entsprechender Rhodiumüberzug aufgetragen. Nach und nach nutzt sich dieser Rhodiumüberzug also ab. Man hat also zwei Möglichkeiten: Entweder man nimmt die Abnutzung so hin und trägt nach einer gewissen Zeit keinen Weißgold-Ring, sondern einen leichten Gelbgold-Ring, oder man muss den Ring erneut beschichten lassen. Dieser Prozess geht natürlich nicht innerhalb der ersten 3 Ehemonate von statten, sondern ist schon ein längerer Prozess. Für uns war das jedoch egal, denn die Ringe sollen ja schließlich auch genauso lange halten, wie die Ehe (ist ja auch ein längerer Prozess 🙂 ). Preislich gesehen ist Weißgold natürlich eine super Alternative. Nur dessen Abnutzung sollte man sich definitiv bewusst sein.

Titan / Edelstahl: Das sind natürlich super günstige Alternativen zu den teuren Materialien. Gerade Titan ist ja sehr bekannt für „andere Ringe“, sprich schwarz eingefärbte oder ähnliches. Der Nachteil von Titan oder Edelstahl ist natürlich: Sie sind lange nicht so robust wie Palladium oder gar Platin. Kratzer oder ähnliche Dellen sind ziemlich scnhell drauf. Unsere wundervollen Verlobungsringe sind aus Edelstahl und nach einer fast 2jährigen Verlobungszeit sind da ordentliche Kratzer drauf. Dessen sollte man sich genauso bewusst sein.

Bei Ringen hat man auch, wie schon von mir angesprochen, ein paar Gestaltungsmöglichkeiten. Das können z.B. vorhandene Paarringe mit einer schönen Fuge sein und dazu noch ein bisschen Blingbling für den Damenring (oder Herrenring… will da ja nicht in ne Sexismusdebatte geraten). Richtig individuell werden die Ringe noch mit einer schönen Gravur. Das kann euer Hochzeitsdatum sein, euer Trauspruch, eure Namen,… oder mal ein bisschen was ausgefallenes: Toll ist z.B. auch ein Fingerabdruck des Herzblattes, etwas handgeschriebenes mit der eigenen Handschrift oder (mein Favorit): Die Koordinaten eines bestimmten Ortes, z.B. des ersten Kusses, des Heiratsantrages,… Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Was nicht heißt, dass, nur weil es mein Favorit ist, ich das soooo toll finde, dass ich es haben will 🙂 Wir fanden bisher alle Möglichkeiten viel zu schnulzig und haben auf ne Gravur verzichtet…

Wenn ihr ein genaues Design der Ringe vor Augen habt bzw. schon im Schaufenster was entdeckt habt, dann ist es super. Wichtig ist aber, dass ihr die Ringe auf jeden Fall nochmal anprobiert, bevor ihr sie kauft. Wie beim Kleid ist es so, dass die Ringe auch einfach ganz anders aussehen können, z.B. zu lasch, zu klobig,… Das ist wirklich nochmal eine ganz wichtige Sache, die ich unbedingt beherzen würde.

Sollte es euch so gehen wie uns und wir haben noch keine wirkliche Vorstellung, dann emfehle ich euch einen Spezialisten für Trauringe, wo ihr eure Ringe selbst konfigurieren könnt. Das fängt beim Material an, geht über die Innenkontur (für’s leichtere ab- und anziehen) bis hin zum Design. Und auch Ringe unabhängig voneinander, sprich: Kein Ringpaardesign, ist problemlos möglich.

Meine Damen, hier nochmal ein kleiner Tipp an euch: Ich habe z.B. einen Palladium-Ring mit einer Wellenfuge und 3 Brillianten. Mein Schatz hingegen  hat einen ganz schlichten Palladium-Ring ohne Fuge (und natürlich ohne Brillis!)…(und seinRing ist sogar teurer als meiner, höhö!). Sprich: Auf den ersten Blick sind das nicht die typischen „Paarringe“. Das mag auf den ersten Blick erstmal ungewohnt aussehen, ist aber auch nicht weiter tragisch. Meinem Schatz und mir war es gleichermaßen wichtig, dass uns beiden die Ringe gefallen, denn schließlich sollen sie ja auch ein paar Järchen gefallen. Schatz ist also nicht wirklich der Typ für Fugen oder sonstiges Gedöns: Also hat er einfach einen ganz schlichten Ring genommen. Habt ein bisschen Verständnis für euer Herzblatt, wenn er nicht den zugehörigen Paarring wie ihr habt. Ändert nämlich nix daran, dass ihr dann trotzdem verheiratet seid :-Und hier mal ein Foto von unseren Ringen. Süß, ne?Ring

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