Ein paar Tipps

Budgetsprengung und Maßnahmen dagegen

Wer zuerst die Budgetplanung macht wird sofort merken: Scheiße, eine Hochzeit ist verdammt teuer. Das sind noch nicht mal die einzelnen großen Positionen, die alles so teuer machen (gut, das auch), sondern mehr so diese ganzen Kleinigkeiten. Ich mein, generell könnt ihr sparen wo ihr wollt: Die Hochzeit WIRD teuer, wenn ihr nicht von vornherein eine Low-Budget-Hochzeit macht.

Wir waren ja schon beim Punkt „Prioritätensetzung“ und vor allem auch da, wo man keinesfalls sparen sollt. Natürlich ist das immer wieder sehr individuell gedacht und jedes Paar sollte für sich entscheiden, was wichtig ist.

Die dicksten Punkte bei uns sind ganz klar die Location, das Essen und dann der Fotograf. Wobei es nicht mal der Fotograf ansich ist, sondern mehr die Alben und alles, was da sonst noch kommt (Dankeskarten etc.). Der größte Punkt bei aller Planung sind natürlich die Flitterwochen, aber die haben wir so ein bisschen hochzeitsbudgetunabhängiger (was ein Wort!) geplant (dazu aber nochmal ein extra Post, wenn ich Lust hab 🙂 ).

Für uns war es ganz klar bei der Location: Es muss vor allem zu uns passen. Das kennt ihr ja schon vom Location-Post 😉 Es muss einfach alles einen gewissen Gesamteindruck haben. Die dollste Hallendeko mit Stoffbahnen, Hussen und was weiß ich noch alles sieht trotzdem scheiße aus, wenn Basketballkörbe und Klettergerüste einer Turnhalle noch da sind (am Besten noch der „Turnhallenboden“… boah echt! So fehl am Platz wie ein Nashorn samt Herde auf ner Dinnerparty). Uns war dieser Punkt sehr wichtig, dabei wollten wir aber auch ein gewisses Ambiente haben, sprich: Elegant und schick, modern, dabei aber auch entsprechend zweckmäßig und natürlich ausreichend für die Gästeanzahl.

Auch beim Essen wollten wir nicht gerade Döner oder Currywurst verteilen. Es sollte auch nicht unbedingt nur der sonntagliche Schweinebraten aufgetischt werden (wobei es bei uns noch nicht mal nen Schweinebraten gibt am Sonntag), sondern es sollte etwas „hochzeitsmäßiger“ sein. Man braucht hierbei natürlich keinen Hummer, der am Besten erstmal noch nen Stepptanz aufführt und sich dann selbst mit Kaviar füllt. Hier ist auch wieder der berühmte Mittelweg der Beste. Aber zu der Gästeverpflegung komm ich später auch nochmal etwas detaillierter.

Das Thema Fotograf hatten wir ja auch schon, da wisst ihr ja schon bestens Bescheid 😉

Was wirkliche potentielle Sparmaßnahmen sind zeige ich euch nochmal auf. Vorab: Damit spart ihr mit Sicherheit keine Tausender und ein Haus könnt ihr euch von dem gesparten Geld auch nicht leisten 😉 Das sind einfach so ein paar Kleinigkeiten, die sich unterm Strich schon ein bisschen summieren können. Und Kleinvieh macht ja auch Mist, ne?

  • gebrauchte Accessoires für das Brautkleid. Mädels, es sieht wirklich KEINE SAU, ob die Schuhe jetzt schon einmal getragen wurden oder eben nicht. Bei der Corsage sieht man es nicht und bei einem Bolero/einer Stola ebenfalls nicht. Ihr kennt ja meine Tipps scho von dem Outfitpost, daher: Ich lege euch die Tipps wirklich ans Herz. Ich hab mit Sicherheit mehrere Hundert Euro gespart dadurch, dass ich gebrauchte Accessoires habe. Die gesamte Aufzählung kennt ihr ja schon vom Outfitpost… Wobei wir gleich beim nächsten Punkt wären:
  • kauft keine Accessoires im Brautladen. Ich weiß, die Verlockung ist sehr groß, gerade auch wenn die fiese Verkäuferin so tolle Sachen ans Kleid hält und man das Gesamtpaket sieht. Aber rechnet euch den Spaß mal hoch: ca. 100 € für Schmuck (und dann seid ihr noch gut dabei!), nochmal 100 € für nen Schleier (plusminus), 150 € für ne Corsage, 150 € für Schuhe, nochmal 50 € für sonstigen Haarschmuck wie Curlies oder so, 50 € für nen Bolero und dann nochmal ca. 50 € für den Reifrock. Macht also insgesamt (Gott sei Dank gibt’s Taschenrechner, bevor mein Schatz mich wieder aufgrund meiner Mathekenntnisse auslacht:) 650 €. Dadurch, dass ich vieles gebraucht gekauft habe, hab ich nicht mal die Hälfte bezahlt 😉
  • Schaut nach gebrauchter Deko. Gerade bei Vasen oder Läufern sieht man meist kaum Gebrauchsspuren und gerade diese Dinge sind meist nur einmal gebraucht. Da spricht überhaupt nichts dagegen, dass ihr diese Sachen dann einfach weiterverwendet. Klar, ihr müsst natürlich schauen, dass das Zeug einwandfrei ist. Ihr müsst jetzt wegen 2 € bestimmt keinen Läufer mit Rotweinflecken nehmen 🙂 Hier empfehle ich euch einfach ein paar Hochzeitsforen, wo ihr das entsprechend kaufen könnt
  • Für Selbstversorger in der Location: Schaut nach Getränken im Angebot. Angebote gibt’s ja alle paar Wochen bei den verschiedensten Discountern und Supermärkten. Gerade bei Schnäpsen kann man da ordentliche Schnäppchen machen. Gerade um die Silvesterzeit sind Sekt und Red Bull wirklich ordentlich im Angebot. Ganz wichtig bei den Getränken: Spart bitte nicht an falscher Stelle und stellt die Aldi-Limo oder Aldi-Cola auf die Tische. DAS sieht wirklich aus, als ob ihr für die Hochzeit das letzte Geld zusammenkratzen musstet und wirkt sehr seltsam. Und stellt auch nicht unbedingt die 3-Liter-Pullen auf den Tisch 😉
  • Deko zur Weihnachtszeit kaufen. Gerade diese ganzen Stumpenkerzen, die man nach dem Adventskranz nicht mehr braucht, werden zu Schleuderpreisen nach Weihnachten rausgehauen. Auch typische Weihnachtsfarben wie Bordeaux, Silber oder Gold können schön in die Hochzeitsdeko einfließen. Aber Vorsicht: Ihr habt immer noch ne Hochzeit, kein Familienweihnachtsessen. Das kann schnell in die Hose gehen mit den guten Absichten. Daher: Sternchen, Rentiere und vor allem  hässliche Dekoengel sind an der Hochzeit tabu (wobei hässliche Dekoengel auch an Weihnachten tabu sein sollten)
  • Trauung auf Nachmittags legen. Warum? Ganz einfach: Ihr spart euch ein Mittagessen, was auch bei ein paar Gästen richtig ins Geld geht. Vor allem, wenn ihr in einem Hotel oder Restaurant feiert. Jetzt kommt oft das Argument ‚Aber dann hat man ja nix vom Tag und der ist soooo schnell vorbei‘. Mal ganz ehrlich: Denkt ihr, dass der Tag langsamer vorbeigeht, wenn ihr die Trauung schon um 12 habt? Rischdiiiisch 😉 Schatz und ich werden übrigens schon um 12 Fotos machen, sodass wir uns trotzdem schön am Tag sehen und zusammen was davon haben.
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