Ein paar Tipps, Papierkram ;), sonstige Organisation

Die Hochzeitspapeterie

Okay, zugegeben: Am Anfang unserer Planung stolperte ich auch über dieses Wort und meinte nur „Hochzeitspap…Waaaaaaas?“. Und gebt’s zu: Die ein oder anderen Begriffe sind echt seltsam und man würde außerhalb der Hochzeitsorganisation nieeeemals auf diese Begriffe stoßen. Wenn ihr’s nicht glaubt: Fragt mal euren Schatz, was denn genau „IVORY“ ist. Na? Genau 🙂 (by the Way: Meike und ich haben mal ein kleines Lexikon erstellt ‚Brautisch – Deutsch‘ ). Oder hättet ihr auch vor den Hochzeitsvorbereitungen gewusst, was ein „Videograf“ ist? Gut, ich schweife ab.

Also, Hochzeitspapeterie:
Die schlaue Braut weiß natürlich, dass es sich hierbei um die verschiedensten Arten von Papier in Bezug auf die Hochzeit handelt (wenn ihr es nicht wusstet: So, jetzt wisst ihr es und seid eine schlaue Braut. Könnt euch jetzt nen Button mit „Ich bin eine schlaue Braut“ basteln. Aber ne Anleitung gibt’s nicht hier.). Und hier fangen die Möglichkeiten erst richtig an. Ich gebe euch jetzt einfach erstmal so ein paar Beispiele, über die ich während der Vorbereitungen auch gestolpert bin:
-Save-the-Date-Karten
-Einladungskarten mit Rückantwortkarten und/oder Hochzeits-ABC
-Kirchenhefte
-Buffetkarten / Getränkekarten / Menükarten
-Who-is-Who in jeglichen Variationen
-und schließlich: Dankeskarte

Was davon jetzt wichtig ist und was nicht: Das kann jede selbst entscheiden. Das ist zum einen natürlich auch eine Budgetfrage (denn auch an simplen Papieren kann man einen schweinehohen Betrag loswerden) und zum zweiten auch eine Sinnfrage. Aber meinen Senf geb ich trotzdem mal zu allen mit dazu 🙂

Save-the-Date-Karten
Diese können durchaus Sinn machen, wenn der Termin inmitten der Ferienzeit ist und ihr die Einladungen nicht zwangsläufig ein Jahr im Vorfeld verteilen wollt. Hier kann es sich um einfache Postkarten mit ‚Wir heiraten‘-Schriftzug und Foto bis hin und Magneten für den Gästekühlschrank handeln. Der Fantasie sind natürlich, wie bei allem, keine Grenzen gesetzt. Wir hatten selbst ja auch eine relativ lange Vorbereitungszeit, haben aber auf diese Art von Karten verzichtet. Zum ersten war ich mir einfach zu geizig dafür (ich weiß noch nicht mal, ob ich Schatz von der Existenz solcher Karten berichtet habe, so schnell hatte ich das verworfen… Schatz, wenn du das liest: hab ich??). Zum zweiten war es aber auch so, dass sich der Termin oder zumindest der Hochzeitsmonat (in unserem Fall wegen der langen Vorbereitung: sogar das Jahr!) mittels Mundpropaganda relativ schnell verbreitet hat.

Einladungskarten
Okay, diese sollte man schon in Erwägung ziehen 🙂 Hier hat man auch wieder die Qual der Wahl: Machen wir alles selbst? Oder drucken wir alles? Welche Form soll die Einladung haben? Und welcher Stil? Und mit Antwortkarten? Und schon sieht man die leicht gestresste Braut im Kreis rennen mit „Ohgottohgottwasmachichnur?“-Schreien. Ruhig Blut, wie bei allem. Googelt einfach mal sämtliche Stile durch und schaut, was euch gefällt (Betonung auf IHR, nicht DU als Braut. Denn ob man’s glaubt oder nicht: Auch die Männer heiraten und haben durchaus Mitspracherecht. Mein Schatz wollte immer genauso über alles informiert werden… aber dazu mach ich evtl. nochmal nen detaillierteren Post). Wir haben uns für ein Mittelding entschieden: Pocketfolds aus den USA bestellt (Achtung: Zollkosten!), die Inlays (wieder so ein blödes seltsames Hochzeitswort, gell? Also: Das Innenleben der Karten) haben wir selbst gedruckt (und ausgeschnitten und geflucht wie ein Rohrspatz!) und dann natürlich noch die äußere Gestaltung. Wir hatten zwar mit 40 Einladungen noch eine Anzahl, die im Rahmen war, aber überlegt es euch bei mehr Karten wirklich sehr gut, ob ihr die Arbeit selbst machen wollt. Wir hatten bei den 40 Karten neben dem Einladungstext noch ein 4-seitiges (also, Kleinformat, kein DIN A4… Gott bewahre!) Hochzeits-ABC und da summiert sich die Arbeit wirklich ordentlich.
Mein Tipp für’s Hochzeits-ABC, sofern ihr eines wollt: Kopiert euch nicht sämtliche Dinge vom Netz und nehmt die eins zu eins. Oftmals sind diese ABC’s nämlich echt wie hingekotzt und das liest sich, als ob die Braut als Oberlehrerin fungiert und den Gästen sämtliche Vorschriften macht (‚Weiß ist die Farbe der Braut und wer die Farbe nimmt, der wird sofort in pinke Servietten eingehüllt, mit grünem Spüli bespritzt oder das Kleid wird von allen Blumenmädchen mit Soße bespuckt‘. Ihr wisst was ich meine, ne?). Seht das ABC mehr als schöne Unterhaltung für die Gäste mit ein paar Zusatzinfo’s. Bringt ein bisschen Humor mit in die Sache rein (aber bloß nicht: ‚Schenkt uns einen BMW. Aber kein Brot mit Wurst‘. Muhahaha. Lustig, haha). Also, bitte keine Vorschriften. Das ist immerhin eine Hochzeit und kein Morgenappell bei der Bundeswehr (auch wenn’s im Brautkleid ein lustiges Bild abgeben würde). Eure Gäste sollen auch noch schön Lust darauf haben und keine Zitterkrämpfe kriegen, weil sie so Angst haben, was falsch zu machen.
So, hatten wir noch was? Genau: Rückantwortkarten. Also, wenn ihr welche nehmt, dann sorgt auch bitte dafür, dass sie Karten frankiert sind. Immerhin wollt IHR, dass die Gäste ein Kärtchen zurückschicken (genau genommen funktionieren ja Zusagen auch auf anderen, kostenfreien Wegen). Daher: Macht den Gästen keine Umstände und lasst sie noch ne Briefmarke draufkleben. Und wenn ich jetzt eiiiinmal lese ‚Ja, aber wir sind unseren Gästen ja wohl 45ct wert‘. Diejenige soll der Blitz beim Kötteln treffen 😀

Kirchenheft
Selbstverständlich schließt die schlaue Leserin des Blogs jetzt logische Rück-schlüsse und sagt: ‚Ach, die Krissy hat gesagt, man soll sich nicht an dem Klein-scheiß aufhängen und Kirchenhefte sind unwichtig‘. Öhm, ja. Schlaue Leserin, böse Krissy. Hey, ich bin auch nur ne arme Braut mit Hängen zum Perfektionismus, gerade was die Hochzeitspapeterie angeht. In meiner Freizeit bin ich nämlich begeisterte (ob ne Gute sei mal dahingestellt) Bastlerin von Karten und daher habe ich vor allem an mich selbst sehr hohe Anforderungen. Bei gewissen Dingen weiß ich: Das kann ich eh nicht, da hat niemand große Erwartungen (Beispielsweise das Singen. Wobei ich das auch selbst unter Androhung von schlimmster Folter nicht auf meiner Hochzeit machen würde!). Ach, immer diese Abschweifereien: Also, zurück zum Thema – Kirchenheft. Sicher, man könnte genauso alle Lieder irgendwie zusammentragen (aber bitte bedenkt: In der richtigen, vorher genau überlegten Reihenfolge platzierten Lieder, passend zum beidseitig bedruckten DIN A4-Blatt, wo aber die Seite 1 gleichzeitig auch als letzte Seite fungiert… Jaja, komplizierte Sache!). So ein bisschen mehr Aufwand hab ich mir jetzt doch aufgehalst. Dieses komische Umdenken der Liederplatzierung war mir zu doof, daher werden einzelne Seiten ausgedruckt. Nur das DIN A5-Format wird beibehalten: Nur quer 🙂 Bei der Erstellung des Deckblattes hat mir die liebe rote Fee von redfairydesings ein tolles Deckblatt erstellt. Das Ganze noch schön in unserem Farbthema – et voila 🙂
Wobei ich ganz ehrlich sein muss: Das Kirchenheft ist tatsächlich so ein Thema, wo die Krissy ganz nüchtern betrachtet sagen würde: Ist für die Füße, macht euch keinen Stress. Aber wie gesagt: Ich bin auch nur ein einfaches Brautmonsterchen, vor allem in der Papeterie.

Buffet- /Getränke- /Menükarten
Also, Buffetkarten finde ich persönlich schon mal etwas befremdlich. Ich mein, du musst sowieso aufstehen, stehst mit deinem Teller vor den Behältern und siehst ja, was es gibt. Solltest du die Kartoffeln nicht sehen, dann gibt es ein Buffetschildchen mit „Kartoffeln“. Da erschließt sich mir der Sinn nicht so ganz, warum man das nochmal separat auf Karten… Gut, wohingegen Menükarten durchaus Sinn machen. Getränkekarten finde ich soweit gut, wenn man nicht alle möglichen Getränke auf den Tischen stehen hat (wie auch in unserem Fall). Es ist einfach ein netter Service, wenn die Gäste gleich erfahren, was sie denn alles haben können und nicht lange, umständliche Situationen mit den Servicekräften entstehen („Haben Sie Zitronenlimo“ „Nein“ „Haben Sie Orangenlimo?“ „Nein“ „Haben Sie Evian-Wasser“ „Nein“ „Haben Sie,…“… ihr wisst worauf ich hinauswill).

Who is Who
Wieder so ein doofes Wort, was keine Sau abseits der Vorbereitungen kennt, gell? Also, ein Who-is-Who ist eine Gästevorstellung in Papierform. Das kann ein Heftchen sein, das irgendwo ausliegt. Das kann eine Wäscheleine sein, wo die Steck-briefe dranhängen,… Einfach eine Information über alle Gäste an alle Gäste, wer wer ist und in welcher Beziehung sie zu dem Brautpaar stehen. Wenn ihr das machen wollt, dann ist das meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen: Ich würde nicht wollen, dass mir fremde Personen viel über mich wissen. Alleine mein Nachname und verschiedene Vorlieben (ich brauche lange bis jemand weiß, dass ich gerne Kinderschokolade esse) sind Privatsache und viele Gäste möchten das wahrscheinlich auch nicht, dass alles so publiziert wird. Daher: Überlegt euch das gut.
Wir werden übrigens keins haben 🙂

Dankeskarte
Das war schon ein sehr beliebtes Streitthema in diversen Foren. Generell ist es natürlich so wie bei allem: Alles kann – nichts muss. Jedoch sollte man bedenken: Schafft man es wirklich, sich bei allen Gästen für das Geschenk und das kommen zu bedanken? Und ich rede jetzt nicht von einem flapsigen „Danke für die Geschenke und Danke für’s Kommen“ bei der Eröffnungsrede. Sondern es gehört sich einfach so, dass man sich bei jedem Gast persönlich bedankt. Das ist im Gegensatz zum Post „Aber das macht man halt so“ einfach eine Sache der guten Manieren 😉 Und wie könnte man es sich leichter machen, als mit einer Dankeskarte. Besonders die weiblichen Gäste sind eh total scharf auf Hochzeitsfotos und so schlagt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Dankeskarten können nur einfache Postkarten mit einem schönen Dankesspruch und einem/mehreren Foto/s sein oder eben auch eine schöne Klappkarte. Oder ihr fragt einfach mal euren Hochzeitsfotografen, wenn euch (wie mir) einfach auch die Lust fehlt, dass ihr dann auch noch Dankeskarten erstellt.
Generell gilt aber: So bald wie möglich. Ich habe auch schon Karten bekommen von Hochzeiten, die über ein Jahr vorbei waren. Das war arg seltsam und ich wusste gar nicht mehr, was wir dem Paar überhaupt geschenkt hatten. Daher: Schaut, dass ihr das so schnell wie möglich macht. Es verlangt niemand, dass ihr 3 Tage nach der Hochzeit die Dankeskarten verteilt. Aber innerhalb von 3 Monaten sollte das schon machbar sein. So viel Mühe solltet ihr euch schon machen.

So, viel gelernt heute, gell? Aber eine Information habe ich noch für euch: Ganz toll ist es, wenn ihr alle Karten in einem bestimmten Stil macht. Das kann ein tolles Muster sein, was auf allen Karten aufblitzt oder auch einfach eure Hochzeitsfarbe. Ist nur ne Kleinigkeit, aber die macht zumindest nicht so viel Mühe wie manch andere Kleinigkeiten 😉

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