Ein paar Tipps, Erfahrungen

„Aber das macht man halt (nicht) so…“

So, die goldene Regel Nummer 1 bei der Hochzeitsorganisation ist sooo wichtig, dass ich sie auch gleich am Anfang sagen muss: MACHT EUER DING!

Ihr werdet schon relativ am Anfang der Vorbereitungen merken, dass es ja anders (vorzugsweise das genaue Gegenteil von dem, was ihr gerade organisiert) vieeel besser wäre. Und überhaupt, das kann man ja so überhaupt nicht machen. Und dann kommt die Tante Erna an und schwärmt von Cousine Hildegards Hochzeit, wie toll sie doch das gemacht hat und wie furchtbar es ja wird, solltet ihr es so umsetzen, wie ihr es plant. Und bevor ihr jetzt sagt ‚Aber Krissy, schau mal, wenn wir gleich sagen, dass wir es so und so wollen, dann wird sie das doch auch verstehen’…babababababa, könnt ihr euch schenken. Weil wisst ihr was kommt, wenn ihr das zu der (gar nicht so fiktiven) Tante Erna sagt, dann wird nämlich kommen „Aber das macht man halt so“ bzw. „Aber das macht man doch nicht“. Das Argument ist ehrlich gesagt so viel wert, wie ein 5 Tage alter Hundehaufen auf ebay (nicht, dass frische Hundehaufen dort mehr wert wären, aber es geht ja ums Prinzip)!
Sicher, ihr würdet vieeeelen Diskussionen aus dem Weg gehen, wenn ihr es einfach so macht, wie alle anderen es wollen. Aber wem helft ihr damit? Der Tante Erna und der Cousine Hildegard. Vielleicht noch Onkel Hermann. Aber nicht euch. Weil das wichtigste ist nämlich bei eurer Hochzeit: Es ist EURE HOCHZEIT. Niemandes sonst. Und wenn die Tante Erna auf der Hochzeit tiefbeleidigt sein sollte, weil ihr (Gott bewahre!) eine Nudelsuppe statt einer Leberknödelsuppe nehmt, dann ganz ehrlich: Drauf gesch…ähm… Pech gehabt, Tante Erna 😉
Das heißt nicht, dasss ihr absolut kritikunfähig durch die Vorbereitungen gehen sollt, sondern einfach das, dass ihr Punkte, wovon ihr zu 100% überzeugt seid, auch einfach so durchzieht und auch dahinter steht. Das fängt bei der Locationwahl an, geht über die Gästeliste bis hin zu den Kleinigkeiten wie der Anzahl der Klopapierlagen.

Auch ein nettes Beispiel: Diese berühmten Traditionen. Also wer’s mag, der sollte das so durchziehen (und an dieser Stelle vielleicht mit dem Lesen aufhören, weil ich nämlich von den Traditionen nicht sonderlich viel halte und das vielleicht auch etwas deutlicher zum Ausdruck bringe. Aber: Meine Meinung, mein Blog 🙂 ). Aber ganz ehrlich: Wenn ihr gar keinen Bock drauf habt, dann müsst ihr diese Traditionen auch nicht auf Teufelkommraus durchpressen. Ist ja schließlich kein Kind im Geburtskanal, was raus muss.
Mein Schatz und ich sind uns da beispielsweise sehr einig bei allem: Wir ziehen gemeinsam in die Kirche ein, ich werde keinen Schleier haben (das mit der Jungfräulichkeit kauft mir eh keine Sau ab), wir verbringen die Nacht vor der Hochzeit wie bisher alle Nächte zusammen und mein Schatz kennt mein Kleid. Das heißt jetzt nicht, dass ihr gleich zu eurem Schatz rennen sollt und ihm das Kleid unter die Nase halten sollt. Nur wenn euch danach ist, dass euer Schatz das Kleid vorher sehen soll, dann macht das einfach. Ein paar blöde Blicke und Bemerkungen musste ich auch kassieren, als ich meinte, dass mein Schatz mein Kleid kennt. Und dann kam wieder die Bemerkung „Das macht man doch nicht“ und ich musste grinsen und mir gedanklich die Hände reiben und ein fieses ‚Höhöhöhöhöhöööö‘ verkneifen. Wie gesagt, diese Sprüche sind argumentativer Dünnpfiff, nicht mehr und nicht weniger 😉

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