Erfahrungen, sonstige Organisation

Der grobe Umfang und Zerstörung jeglicher Mädchenträume

In diesem Post beginne ich gleich mal mit einem Vorwort: Das erste, was man sich mal merken kann, wenn es an die groben Planungen geht: Diese typischen Mädchenträume sind (in meinem Fall: zum Glück!!) nur Träume gewesen und entsprechen nicht der Wirklichkeit. Aber dazu gleich mehr…

 

Wir haben uns sogar noch im Sommerurlaub kurz nach dem Antrag auf einen Termin geeinigt. Schnell war uns klar, dass wir keine Sommerhochzeit wollen (schwitzende Gäste umarmen das schwitzende Brautpaar, man brauch ne Klimaanlage, es ist sau heiß, alles klebt) und ne Winterhochzeit auch nicht (kalt, eh kein Schnee, blöder Regen, Matsch). Ne Herbsthochzeit wäre sicherlich auch ganz schön gewesen, aber wir entschieden uns relativ schnell für ne Frühlingshochzeit: Alles blüht, die Frühlingsgefühle passen einfach zu der Hochzeitsatmosphäre und überhaupt ist die Frühlingssonne auch was ganz besonderes. Schnell war auch klar: Mai und Juni scheiden schon mal aus. Das Wetter war in den letzten Jahren nämlich sehr zuverlässig, was Regen angeht: Nur mieses Wetter an den Wochenenden. Daher beschlossen wir, dass wir den April als Hochzeitsmonat nehmen. Wird sich zeigen, ob es die richtige Wahl war, aber wir sind ganz guter Dinge, da der April auch mein Geburtsmonat ist und wir an meinem Geburtstag IMMER gutes Wetter hatten. Bei unserem Glück haben wir wahrscheinlich Schnee, blöden Regen und Matsch und die Leute ziehen sich bei den Temperaturen dick an, also sie schwitzen wiederum, alles klebt… Gut, das Glas ist ja halb voll, ne? 😉

 

Also, Termin steht, jetzt geht’s an den groben Umfang: Wie, was, wann, wo? Ich schätze mal, dass 90% aller Frauen folgende Traumhochzeit im Kopf haben: Weißes wundervolles Kleid mit meterlanger Schleppe, dazu ein meterlanger Schleier, man fährt einer Pferdekutsche vor, der Papa führt die wundervolle Braut schluchzend zum Altar (überhaupt schluchzen alle, weil man sooo schön ist), wo wiederum der schluchzende Bräutigam wartet. Danach hat man eine schluchzende Trauung und man fährt mich der meterlangen Kutsche schluchzend zur Traumlocation, die natürlich dem Disney-Dornröschen-Schloss extrem nahe kommt. Dann beginnt eine Feier mit 300 geladenen Gästen, die alle nieeeemals vergessen werden, weil sie einfach so unglaublich ist.

Weitere 95% dieser Frauen werden beim Blick auf die Konten merken: Scheiße, dat wird nix! Zum ersten macht der Mann bei so nem Kitsch nicht mit und zum zweiten: Schon gar nicht die Konten. Denn gerade Locations kosten. Und zwar richtig. Den Prinzessinnentraum im Hochzeitsschloss lassen sich Vermieter besagter Schlösser auch gut bezahlen. Reine Raummieten von mehreren Tausend Euros sind da meiner Erfahrung nach überhaupt keine Seltenheit. Daher schied der Prinzessinnentraumschlosstraum schon mal von vornherein aus. Weniger wegen dem Geld (gut, das auch. Mein Geldscheißer ist unbekannt verzogen), sondern eher wegen der fehlenden Hyperromantik (das Thema hatten wir ja schon beim Antrag).

Auch die 500 geladenen Gäste wurden gleich mal auf ca. 1/5 runtergekürzt (haaaa, Mathe… ich Fiesling. Und das auf nem Hochzeitsblog, den zu 95% nur Frauen lesen, also, wenn ihn überhaupt jemand liest. Ich lese ihn zumindest 🙂 ). Wo war ich: Genau, bei den Gästen. Dass ich auch immer so abschweifen muss. Aber da müsst ihr jetzt durch, ich hab euch gewarnt, dass es teilweise ganz schön wirres Geschreibsel ist. Zurück zum Thema. Das passiert mir immer wieder mit dem abschweifen. Merkt man aber kaum, oder? Also, die Gästeliste: Es ist so, dass Schatz eine unglaublich riesige Verwandtschaft hat und die schon einen Großteil der Gästeliste ausmacht. Nach vielem Selektieren kamen wir nun auf knapp 100 Personen mit Kiddies (jaaaa, genug des Rechnens. Ist ja ein Hochzeitsblog und kein Matherechnungsblog).

Aber um euch zu beruhigen: Ein Märchenkleid mit meterlanger Schleppe hab ich trotzdem 🙂 Dazu aber ein anderes Mal mehr…

PS: Habt ihr’s gemerkt, da war so gar noch ein Fehler in der Matherechnung. Oh Mann… So manchmal ist’s doch ganz sinnig, dass ich keinen Doktor in Mathematik gemacht hab!

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