Lass ma‘ streichen

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Nee echt, es gibt so Tage…die fangen schon scheiße an, gehen kacke weiter und münden gefühlt schon um die Mittagszeit in nem gigantischen Kackhaufen. Aber nich so n kleiner Haufen – neeee, so n riesen Komposthaufen, wo schon die ganzen Fliegen rumsurren und Mistkäfer rumkrabbeln und so Ekelzeug. Genauso ist der Tag bisher. Und Leute, wir haben gerade mal Mittag. Ich will mir nicht mal vorstellen, wie der Tag noch wird.

Es fängt ja schon morgens an: du schaust in den Spiegel und denkst dir schon bei deinen Haaren „Ey neee, das kann nich sein“. Nur lockig – okay. Nur glatt – okay. Aber was da aufm Kopf ist, das ist jenseits von gut und böse. Sogar das abgesiffteste letzte Vogelnest, was die Elster schon verlassen hat, weil sie sich gedacht hat „Also mal ehrlich, so assi wohn selbst ich nich“ – das is noch schön dagegen. Du versuchst also irgendwie zu retten, was noch zu retten ist. Schlussendlich wurschtelst du alles irgendwie hoch und betest 3 Ave Maria, dass diese Kackfrisur irgendwie den Tag übersteht (Bemerkung: Hat sie nicht, so nebenbei).

Das Make-Up kannste auch knicken, denn ich hab mir mit meiner Wimperntusche mal schön ins Auge gestochen.

Auf der Fahrt zur Arbeit begegnet dir ein Psychopath nach dem anderen und du fragst dich, was zur Hölle eigentlich diesen Fahrer geritten hat seine Frau wohl nicht, denn allem Anschein nach muss der soooo nen Kleinen haben. Natürlich – wie solls auch anders sein – hast du nochmal Stau auf der Autobahn, weshalb alle die offizielle Umleitung fahren. Es versteht sich von selbst, dass diese Umleitung genau durch dieses Dreckskaff führt, in dem du arbeitest – logisch.

Auf der Arbeit angekommen räumst du erstmal das Geschirr vom Großseminar von den letzten 3 Tagen weg, was für sich genommen ja schon eine unglaublich ehrenvolle Aufgabe ist. Irgendwelche Kaugummis oder Apfelkrotzen in den Tassen ignorierst du mal schön. Aber ganz klar – was passiert? Die fällt so ne Misttasse runter und du darfst erstmal gucken, wo sich um 07:30 Uhr morgens der Hausmeister rumtreibt, der die Besen irgendwo sicher verwahrt (wahrscheinlich, damit ich nicht wegfliegen kann).  Natürlich musst du dir auch nochmal Kaffee über die Schuhe kippen, auch klar.

Du setzt dich anschließend wieder an deinen Platz, nur um festzustellen, dass du ne riesige Laufmasche hast. Ist bei ner blickdichten Strumpfhose natürlich etwas suboptimal, da die Haut schön rausblitzt (die kann noch so braun sein – dat sieht man, solange sie nicht schwarz ist).

Und um diesen fantastischen Tag auch noch zu krönen: Mir gegenüber sitzt gerade ne dicke, fette Wanze, die absolut keine Anstalten macht (ich meine wirklich das Tier, keine Kollegen), mal wegzugehen.

STREICHEN! JEEEEETZT!

 

Lanzarote – on Tour Teil II

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Es geht weiter mit der großen Reise: Mit der Autofähre ging es nämlich auf die Nachbarinsel Lanzarote. Und schon bei der Anfahrt auf den Fährhafen hat man gemerkt: Irgendwie ist es hier anders. Während auf Fuerteventura viele große Touribauten sind (auch viele leer stehende, so by the way) sah es hier anders aus: Keine riesigen mehrstöckigen Häuser, stattdessen viele schöne weiße Häuschen. Unser Domizil war im Süden von Lanzarote (was aber ausgangstechnisch nicht viel ausmacht ehrlich gesagt – das is so ne kleine Pupsinsel, da ist man vom Norden in den Süden in ner Stunde gefahren ;)). Und joa doch – die Aussicht kann sich auch hier sehen lassen

Das Appartement war auch super schnuckelig. Nur nix  für…ähm…eher scheue Menschen sag ich mal. Problem war das Bad. Ist alles schön stylisch gewesen – nur eben so mal ohne Tür, was wiederum heißt, dass man sich gegenseitig beim kötteln hört im Bad hört. Ist schon gewöhnungsbedürftig. Und auch der tolle Plasma im Schlafzimmer bringt da wenig, wenn da nur spanisches Fernsehen ist (wen’s interessiert: Spongebob Schwammkopf nennt sich auf Spanisch „Bob Esponja“). Aber trotzdem war es echt auch ein hübsches Appartement.

Nach unserer Ankunft haben wir uns gleich mal „El Golfo“ angeschaut, einem Kratersee direkt am Meer. Und das in der Abendsonne (leider etwas bewölkt). Aber trotzdem einfach wunderschön und total surreal irgendwie

Am nächsten Morgen ging es gleich in den Nationalpark Timanfaya – das damalige Epizentrum einer gigantischen Kette von Vulkanausbrüchen. Innerhalb kürzester Zeit schossen hier 32 Vulkane aus dem Boden und begruben die Landschaft unter sich. Noch heute sieht man die bizarren Landschaften, die die erkaltete Lava erschaffen hat. Und diese Farben der Vulkane…einfach unglaublich. Der Nationalpark ist nicht alleine erkundbar, sondern man wird in einen Bus gepfercht und wird dann ca. 30 Minuten rumgefahren. Dadurch entstehen natürlich keine allzu dollen Bilder, aber einen kleinen Eindruck von der Landschaft gibts natürlich trotzdem:

Aber jetzt passt mal auf – jetzt kommt das Geilste: Das Maskottchen vom Nationalpark ist „El Diablo“ (zu Deutsch: Der Teufel). Das sieht dann so aus: IMG_20160410_113042

Es ging weiter Richtung Norden, wo man eine unglaubliche Aussicht auf die kleine Insel „La Graciosa“ hat

Anschließend ging es zu den „Jameos del Agua“, einer künstlich geschaffenen Höhle.

Und dann  haben wir so was richtig krasses gemacht: Paella gegessen. „Ja nee, is klar Krissy. Was isn daran toll?“. Mal ehrlich: Ich HASSE Meeresfrüchte und alles, was da so rumfleucht. Fisch ess ich mittlerweile auch die, die mich noch angucken. Und jetzt…ey das Zeug war echt gut. Schaut mal hier

Weiter ging es zu den wundervollen Stränden von Papagayo, die so richtig WOW sind:

(rechts unten sieht man im Hintergrund übrigens Fuerteventura ;))

Abends hat uns dann vorm Appartement der wohl traumhafteste Sonnenuntergang aller Zeiten erwartet. WOW ♥♥♥

…weiter dann bald im nächsten und letzten Teil🙂

On Tour – Kanaren

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Okay, ich geb’s ja wirklich zu: Wirklich viel ist hier nicht los. Aber immerhin hatte ich die letzten 3 Wochen ne gute Ausrede – nämlich Uuuuuurlaub! Am 04.04. ging es los in Richtung Fuerteventura. Wobei es so ziemlich die blödeste Idee war, den Flug um 06:20 Uhr zu nehmen, denn das heißt wiederum: Um 02:20  Uhr aufstehen, damit man um 03:00 Uhr Richtung Flughafen losfahren kann, um schließlich rechtzeitig da zu sein. Puuuuh, gaaaaaaanz doofe Idee. So waren wir auch ziemlich erschlagen. Aber was macht man nicht alles für nen tollen Urlaub, ne?

Nach Ankunft haben wir unseren  Hasenkasten Mietwagen in Empfang genommen und schon fuhren wir über die Insel. Als erstes haben wir erstmal was gefuttert. Wir konnten erst um 16:00 Uhr in unser Appartement, daher haben wir erstmal das gemacht, was alle machen – nämlich erstmal schööön Schläfchen am Mittag🙂 Unser Appartement sah wirklich toll aus – und liebe Leuts, wen das nicht überzeugen konnte – das hier war die Aussicht:

Wirklich viel haben wir an dem Tag nicht mehr gemacht, weil wir einfach nur so soooo müde waren.

Am nächsten Tag sind wir aufgewacht und was sehen wir? Reeeegen! Was solln das jetzt? Ey, Sonneninsel und Sonnengarantie – pfffff! Aber das war ohnehin so ein Phänomen auf Fuerteventura: bis ca. 10:00 Uhr war es ganz schön bewölkt und dann schwuppdiwupp – klart es auf. So auch an diesem Tag, als wir an die Westküste fuhren und uns gleich mal den „Playa de las Muertos“ anschauen. Mit wirklich relativ stürmischer See, was das ganze noch spannender machte IMG_20160405_114833

Wobei man schon sagen muss: Es war doch recht frisch. Wenn ich mir da manche Mädels angeschaut hab, die mit knapper Unterhose Hot Pants rumgelaufen sind… keine Ahnung, aber ich hätte mir alles abgefroren. Wobei, haben die Mädels wahrscheinlich auch (deren Vorteil ist nur so n gefütterter BH oder so).

Es ging weiter in Richtung Süden und ganz ehrlich: Ich war immer wieder echt geflashed, was für eine unglaublich tolle Farbe das Meer hatte und wie unfassbar schön die Landschaft war mit allen kargen Abschnitten und Bergen… einfach unglaublich schön.

Im Ort Morro Jable haben wir dann auch gleich mal den kleinen Knuffel hier entdeckt, die übrigens mega zutraulich waren. Die wissen ganz genau, dass es bei den meisten Menschen hier was zu futtern gibt und hüpfen auch mal auf deine Schuhe drauf oder so. Wenn du aber nicht innerhalb von 5 Sekunden was zu essen hinschmeißt sind sie auch genauso schnell wieder weg. Aber trotzdem – neeeee wat süß! IMG_20160405_151722

Am nächsten Tag ging es zu unserem persönlichen Traumstrand, den wir am Tag vorher zufällig entdeckt hatten (okaaay, es war mein Mann, weil ich keinen Bock hatte auszusteigen ;)), den ich gleich mal todesmutig erkundet hab

 

Seht ihr die hinteren Steine ganz rechts? Ja, ne? Da hinten irgendwo haben wir uns ein windstilles Plätzchen zum Sonnen gesucht wo wir uns so dermaßen verbrutzelt haben, dass sich die Haut jetzt noch schält. Und nach einiger Zeit des Chillens schauen wir auf einmal…

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Ööööööööööh – war da nich mal n Strand? Bestes Beispiel für Ebbe und Flut🙂

Beim weiteren rumfahren haben wir immer wieder wunderschöne Beispiele für wirklich paradiesische Strände gesehen… einfach unglaublich. Wenn auch waaaaahnsinnig kalt zum baden ;) IMG_20160407_144511

Wir haben auch einen kleinen Ausflug zur Insel Los Lobos gemacht. Und ihr wollt nicht wissen, wie die Rückfahrt war. Ehrlich, das waren so krass heftige Wellen, dass mir echt Angst und Bange wurde. Alles hat nur so hin und her geschwankt. Und während ich wahrscheinlich grün im Gesicht war kam von meinem Schatz nur „nochmal, nochmaaaal“. Boah, das war echt krass. Aber dafür hat sich es echt gelohnt – Los Lobos ist traumhaft schön

 

Abends kam dann mein persönliches Highlight – die Dünen von Corralejo in der Abendsonne. Ich sag gar nicht mal viel und lass Bilder sprechen.

 

Hier übrigens nochmal das ganze bei Tag inkl. Paradiesstrand (also, links die Dünen, rechts der Traumstrand):

 

…das waren die ersten 5 Tage. Teil II gibt’s auch noch – stay tuned🙂