Melancholie…

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Liebe Mädels und vor allem zukünftige Bräute,

wisst ihr was? Ganz ehrlich? Ich beneide euch ein Stück weit. Ich würde das soooo gerne irgendwie nochmal haben. Die ganze Vorbereitungszeit. Diese Vorfreude… okay, ich würde den Stress nicht haben wollen. Wobei die Vorbereitungszeit ansich eigentlich kaum stressig war. Das war wirklich cool. Dieses „Drumherum“ nervt schon, klar. Vor allem dann, wenn man wirklich versucht, es allen Recht zu machen (was ohnehin mal gar nicht geht, logisch).

Aber wenn ich mal so überlege: Wie aus den Grundideen ein Konzept wurde und alles dann schön in der Feier zusammengelaufen ist. Und ooooh, vor allem das Brautkleidshoppen, das Anprobieren… dieses ‚wie eine Prinzessin‘-fühlen. Ich weiß, jetzt kommen gerade sämtliche Disney-Gene raus aus mir. Aber mal ehrlich… das ist schon so.

Viele Sachen würde ich heute schon anders machen. Aber so generell war das schon echt ne coole Sache. Mein Kleid würde ich immer wieder so wählen. Meine Frisur wäre zwar anders, aber im Gesamtbild war’s trotzdem ganz schön. Nur mein Standesamtoutfit – jaaaa, das würde ich anders machen. Aber auch das war eigentlich ziemlich cool.

Nur wenn ich jetzt so an Brautläden vorbeifahre und mir dabei so sämtliche Wirbel und Nackenmuskeln verrenke, weil ich  uuuuunbedingt noch nachschauen will… oder wenn ich mal mein Brautkleid anschaue, das ja irgendwie auch seit der Hochzeit schön eingemottet ist… maaaaaaaaaaaunz…

War schon schön alles… deswegen,  liebe Bräute: Auch wenn’s mal drunter und drüber geht, auch wenn ihr mal gestresst seid – genießt es. Genießt es wirklich. Das ist so eine tolle Zeit und ich glaube, so eine Vorfreude verspürt man kaum mehr danach im Leben (mal von Kindern abgesehen). Haaaach ja…. Maaaaaaunzmaunzmaunzmauuuuunz

Buch vs. Film

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Ich hab ja hier schon mal angedeutet, dass ich die Buchreihe „Die Bestimmung“ von Veronica Roth wirklich sehr gut finde. Ich hab die Trilogie verschlungen wie nix und bin dann darauf gestoßen, dass es hierzu auch Verfilmungen gibt. Dank Streaming (die Filme sind bei Amazon Prime übrigens gerade kostenlos, wer sich selbst ein Urteil bilden möchte) hab ich mir erst den ersten Teil und am Samstagabend schließlich die beiden anderen Teile angeschaut.

Generell sehe ich ja diese Buchverfilmungen mit etwas gemischten Gefühlen. Man muss sich eigentlich von Film zu Film immer darauf einlassen und vom Grundgedanken her einfach weg vom Buch gehen. Bei Harry Potter ist es z.B. einfach unheimlich schwierig, den kompletten Inhalt auf eine Leinwand zu bringen. Das sind mal eben über 1000 Seiten Wälzer und mit so unglaublich viel Inhalt, auch vielen nebensächlichen Sachen. Um nicht jeweils 5h-Filme zu haben, wird da eben viel weggekürzt. Mir persönlich gefallen die Filme schon sehr gut. Nur der letzte Teil…. jaaaaa, da kann man schon drüber streiten. Das Problem ist eben auch, dass viele Dinge einfach so sauspannend sind, wenn man sie liest. Aber auf der Leinwand ist das dann eben nicht so die Action, die man sich vorstellt und demnach wäre das gähnend langweilig. Zumindest kann ich mir nur so dieses extrem verwirrende Ende von Harry Potter erklären…

Was ich wiederum eine sehr gute Verfilmung finde, ist Die Tribute von Panem, auch wenn sich hieran die Geister scheiden. Ich persönlich finde das Ende des Spielmachers in Teil 1 wesentlich besser als im Buch. Und auch sonst finde ich den wirklich super. Bis auf ein kleines Detail am Ende (der Ort, wo gespielt wird), den fand ich im Buch nochmal extremen Gänsehautfaktor. Aber sonst – Top.

Gut, was ich wiederum grottenmies finde, ist die Verfilmung der Bis(s)-Reihe. Mal davon abgesehen, dass ich die Darsteller einfach lächerlich komisch und mies finde… nee, da ist einfach so gar nix rund. Gut, sie steigern sich von Teil zu Teil. Und beim Ende des vierten Teils wären wir wieder beim Buchgedanken: Echt spannend, aber auf der Leinwand ist dat halt nix…

Wenn ich mir Die Bestimmung jetzt als Film anschaue… nee wartet erstmal…
ACHTUNG: Das enthält jetzt extrem viele Spoiler. Falls ihr euch also überraschen lassen wollt, dann unbedingt mal nicht mehr weiterlesen 😉

Den ersten Teil fand ich eigentlich noch sehr gut umgesetzt. Den zweiten…joa, war auch okay. Wobei mir da auch vieles nicht so schlüssig ist.
Mein Problem ist tatsächlich beim Dritten Teil: Warum ist die Rolle der „Christina“ irgendwie nicht so im Fokus, wie sie im Buch ist? Warum werden die Kinder entführt? Und warum… waaaaarum ist das alles so SciFi-mäßig aufgebaut? Warum ist z.B. die Natur rund um Chicago komplett verseucht, während in Chicago alles tutti ist? Macht die Verseuchung an den Mauern halt (Mauer, nix Kuppel oder so)? Dann diese komischen Blasen, in denen sie transportiert werden, das Abknallen von dem Piloten, dass David den ganzen Schmodder trotz dessen, dass er ja alles von dort aus zentral steuern kann, nicht von dort steuert… ach ich könnte ewig weitermachen. Das ist ja so als Film nicht allzu übel ansich. Nur hat es mit dem Buch halt so NULL zu tun. Und dann das Ende… ey, das Ende. Im  Buch ist das soooo krass – einfach hier mal ein so ganz anderes Ende zu nehmen, das ist schon komisch. Gut, es soll ja noch einen zweiten Teil geben. Aber die Story vom Buch ist eigentlich schon ziemlich abgehakt. Ich frage mich ehrlich, was da noch verfilmt werden soll. Wahrscheinlich wird das Ding jetzt extrem in die Länge gezogen und irgendwas komisches dazugedichtet, um dann eben doch das Ende des Buches aufzugreifen… ich hab keine Ahnung.

Jedenfalls: Ist schon richtig. Manche Dinge sind vielleicht einfach als Buch besser. Schlecht war die Verfilmung von Die Bestimmung jetzt nicht. Aber wenn man es doch zwangsläufig mit dem Buch vergleicht.. hmm… schwierig.

Buchtipp: „Eleria“-Trilogie

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Du meine Güte, wo soll ich da anfangen zu beschreiben, worum es in dieser sagenhaften Trilogie geht? Vor allem, wo am Anfang noch alles extrem verworren ist…

Die Trilogie spielt in einer Zukunft, in der der Supervulkan im Yellowstone-Nationalpark ausgebrochen ist. Vorher haben Menschen noch verschiedene „Sphären“ errichtet, eine Art Schutzzone, wo das Überleben gesichert sein soll. Diese ist hoch technologisiert mit einer 100%igen medizinischen Überwachung und künstlich gezeugten Kindern, die gemäß ihrem Talent gefördert werden, sodass jeder innerhalb der Sphären eine Aufgabe zu erfüllen hat.
Außerhalb der Sphären haben sich die Überlebenden in Clans zusammengerottet und kämpfen ums Überleben, auch gegeneinander.

Ria, Hoffnungsträgerin in einer Sphäre, erfährt durch Zufall, dass sie und 6 andere ihrer Sphärenbewohner, wegen Hochverrat getötet werden sollen. Sie versteht allerdings nicht warum. Tatsächlich können sie nur knapp ihrem Mordanschlag entkommen und müssen sich nun in der unbekannten Außenwelt verstecken. Hierbei sind sie auf die Hilfe eines anderen, eigentlich fast verfeindeten Clans angewiesen. Wobei man wissen muss, dass die Sphärenbewohner die Überlebenden als „Prims“, also primitive Wilde sehen.

Die Lage spitze sich immer mehr in den nächsten beiden Büchern zu: Die Puzzleteile fügen sich langsam und es kommt eine Wahrheit ans Licht, die man so irgendwie niemals erwartet hätte.

Die Bücher muss man in folgender Reihenfolge lesen:

1. Die Verratenen
2. Die Verschworenen
3. Die Vernichteten

Die Autorin ist übrigens Ursula Poznanski und hat sich hier wirklich selbst übertroffen. Was am Anfang mehr als verworren wirkt, ist dann irgendwann so spannend, dass man unmöglich aufhören kann.

3 Wahnsinnsbücher, die ich zu 17 Millionen % weiterempfehlen kann.

PS: Wer es noch nicht kennt – eine andere sehr geniale Trilogie ist auch „Die Bestimmung“ von Veronica Roth. Selten sowas gutes gelesen!